#1

Für immer weg

in Eure Geschichte 27.08.2019 12:01
von Umut • 2.635 Beiträge | 2637 Punkte

Ich wollte schon immer ein Baby. Wie das so ist passte es nie finanziell. Dann hab ich mich doch durch gerungen. Es dauerte über ein Jahr. Viel Stress. Ovulationstest... Etc. Psychischer Druck.

Ich war so erfreut als der Test positiv war. Eisprung am Valentinstag. Der Streifen war kaum sichtbar. Hab insgesamt 4 Tests gemacht.

Ich hab es von Anfang an geliebt. Es war direkt unser kleines Baby.
Ich hab recht früh angefangen für das kleine einzukaufen. Hebamme finden war super schwer. Hab erst in der 8 Woche angefangen. Es fühlte sich einfach zu gut an für uns zu sein. Nur wir. Keiner wusste was. Es war so perfekt.
Mein Kater lag immer auf dem Bauch. Schnurrte dem Baby was vor.
Ich hab gar kein Gedanke daran verschwendet ob was nicht stimmt.

An Karfreitag hab ich es dann verloren. In der Nacht zuvor hab ich Blut entdeckt und innerhalb 6 Stunden war alles vorbei. Ich hab seinen Tod nicht gemerkt. Hab es einfach so gehen lassen
Im Nachhinein wR es gut dass wir zwei in der Nacht alleine waren. Ich hab das tote Baby aus dem Klo gefischt. Ich hätte es mir nicht verziehen es runter zu spülen.
Ansicht war es gut auszuhalten. Schmerzen steigerte sich zwar aber es war klar was zu tun ist. Hab viel Traubenzucker genommen. Hab ich im inet gelesen. Damit man nicht ohnmächtig wird.

Es dauerte Tage bis ich es begraben könnte. Zwei Monate dauernd Streit mit meinem Freund. Es ging meist um die Schuldfrage. Wer ist mehr schuld.
Leider ist das Würmchen schon in der 12 Woche gestorben. Mein erster Termin bei der Hebamme wäre zwei Wochen spätet gewesen.

Wir gehen von einem Mädchen aus. Sex war lange vor dem Eisprung. Hätte auch einen Name gehabt.

Jetzt vermisse ich es täglich. Habe lange Globuli genommen um überhaupt arbeiten zu können. Eine Krankmeldung stand mir nicht zu.

Ich bin aktuell wieder schwanger. 4 Woche. Ich hab solche Panik. Panik wieder zu bluten. Das Baby zu verlieren. Angst mich zu freuen
Aber immerhin hab ich eine Hebamme. Erste Termin in der 12 Woche.
Diesmal gehen wir eher von junge aus. Vom Zeitpunkt her. Mein Kreislauf ist auch diesmal wieder miserabel. Aber spüre nicht so viel in der Gebärmutter wie beim ersten Mal. Ob positiv weiß ich nicht. Leider keine Übelkeit.

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#2

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 27.08.2019 12:11
von Susanne • 4.612 Beiträge | 4630 Punkte

Liebe Umut, schön, dass Du hier bist! Es tut mir sehr leid, dass Du auch diesen Verlust erleiden musstest, fühl Dich gedrückt. ABER meinen herzlichsten Glückwunsch zur neuen Schwangerschaft!! Das ist doch ganz toll! Ich kann Deine Angst aber 100% verstehen, jede, die das schon mal erleben musste, hat diese Angst und wünscht sich endlich die für einen persönliche kritische Zeit überwunden zu haben. Ich drücke Dir fest die Daumen und schreib gerne im "schwanger im ersten Trimester"-Teil! Wir helfen Dir gerne den Mut nicht zu verlieren und die Angst nicht Oberhand gewinnen zu lassen. Alles Liebe Susanne

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#3

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 27.08.2019 12:42
von Umut • 2.635 Beiträge | 2637 Punkte

Dankeschön.

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#4

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 27.08.2019 17:05
von Steffi1983 • 1.347 Beiträge | 1356 Punkte

Mir tut es auch leid für dich Umut! Und schade, dass dieses schreckliche Erlebnis dann auch noch Schuldzuweisungen nach sich gezogen hat! Ich geb mir die Schuld an allem, weil meine SS tests negativ waren und ich dann Antibiotika genommen habe und auch Alkohol getrunken hatte. Hätte das aber niemals gemacht, wenn die Tests nur einen Hauch von Strich angezeigt hätten. War halt gerade an Silvester... naja :( diesmal verzichte ich auf alles

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#5

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 27.08.2019 20:09
von Umut • 2.635 Beiträge | 2637 Punkte

Dankeschön.
Ich hab einfach einen Grund gebraucht. Etwas wo ich weiß das kann ich ändern. Besser machen.ich konnte es nicht so hinnehmen. Sein erster Ausruf wsr:was hast du denn mit dem Baby gemacht! Nicht hilfreich. War glaube auch so nicht gemeint.

Oh das ist ja blöd. Das der Test nicht angeschlagen hat. Wenn man von nix weiß kann man so ja auch nicht handeln.

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#6

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 28.08.2019 13:07
von Steffi1983 • 1.347 Beiträge | 1356 Punkte

Aber was meinst du denn falsch gemacht zu haben? Bestimmt lag es nicht an dir!

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#7

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 28.08.2019 13:28
von Umut • 2.635 Beiträge | 2637 Punkte

Ich hatte Cappuccino verbannt. Paar Tage vorher hatte ich einen Mocca Becher und Cola. Zwar ein geteiltes aber trotzdem. Und Sport hab ich gemacht....

Ich war auch abends dreimal die Woche Kröte sammeln. Also Streß dem Baby gemacht.

zuletzt bearbeitet 28.08.2019 13:31 | nach oben springen

#8

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 28.08.2019 13:45
von Susanne • 4.612 Beiträge | 4630 Punkte

Mit diesen Dingen hast Du Deinem Kind nicht geschadet, würde ich behaupten. Mach Dir keine Vorwürfe, in der Regel führen Chromosomenfehler zu FG und darauf haben wir keinen Einfluss.

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#9

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 28.08.2019 14:19
von Umut • 2.635 Beiträge | 2637 Punkte

Mit den Chromosom Ding komm ich nicht klar. Ich Brauch was wo ich weiß ich kann es besser machen.
Bei der Osteopathie kam raus das mein Becken nicht OK ist. Oder war.

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#10

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 22.02.2020 20:13
von Umut • 2.635 Beiträge | 2637 Punkte

Ich wußte nicht wohin, zur Schwangerschaft passt es nicht.

Sind die Gefühle bei der Geburt ähnlich wie die bei einer Fehlgeburt?
Hatte damals gelesen wegen Kreislauf soll jmd anwesend sein. Eigentlich war es eine Blockade. Als meine Mutter einschlief ging es mir viel besser. Angst weg weil sie mich zum Arzt schleppen eollte, Gefühl weg für ihr Entertainment zu sorgen usw. Sie hat dann auch alles verpennt.ich war extra leise um sie nicht zu wecken.
Kann es sein das diese Abneigung gegen Menschen unter der Geburt such wieder ist? Eigentlich war ich eher genervt jmd in der Wohnung zu haben. Beruhigend wie es heißt war es nicht.
Denke macht Sinn die Hebamme eher sehr spät zu informieren damit es nicht gefühlt wieder so stoppt weil andere versorgt sein müßen? Anfang kann sie ja eh nichts tun und ist nicht zwingend nötig.
Und von den schmerzen, denke da wo die Fehlgeburt aufhört fangen richtige Wehen schmerzen an? Der Aufbau stimmte damals, immer regelmäßiger und langsam heftiger bis es so war das man kaum noch atmen kann. Denke bei der normalen Geburt geht es direkt mit stark los. Also dem damaligen Ende?

Globuli hab ich die da die man braucht. Wird dich zeigen ob die wirken.

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#11

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 22.02.2020 20:20
von Susanne • 4.612 Beiträge | 4630 Punkte

Ich würde dir wirklich nicht raten bei der Geburt alleine zu sein. Gar nicht mal wegen Dir, sondern vielmehr wegen des Kindes. Komplikationen kam man nicht absehen, und als Erstgebärende fehlt unter Umständen die Einschätzung. Stell Dir z. B. vor es hat die Nabelschnur um den Hals und kommt blau raus wie unser 2. Sohn. Oder es liegt in BEL, oder es bleibt mit der Schulter hängen, oder die Herztöne fallen ab, oder oder. Ich denke, Du würdest Deines Lebens nicht mehr froh, wenn das Leben und die Gesundheit Deines Kindes Schaden nehmen würden, weil Du es alleine machen wolltest. Und es sind Schmerzen, die Du wahrscheinlich noch nie erlebt hast, und das kann schon sehr beängstigend sein. Vielleicht tut Dir da eine Hebamme doch gut. Ausserdem wirst Du vermutlich auch nicht viel von Deiner Umfeld wahrnehmen, man ist wie in trance und so mit sich beschäftigt, dass man nicht viel wahrnimmt. Aber im Notfall ist eine Fachperson da, die helfen kann, wenn nötig. Ich fand es auch wichtig für mich zu erfahren wie der Geburt s Verlauf ist, also wie weit der mumu ist usw, damit ich einschätzen konnte wo ich stehe, wie lange es noch dauert.
Sei mir bitte nicht böse, aber überleg Dir das nochmal.


zuletzt bearbeitet 23.02.2020 09:59 | nach oben springen

#12

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 23.02.2020 10:16
von Umut • 2.635 Beiträge | 2637 Punkte

Das kann sein. Aber och halte den Druck nicht mehr aus. Es gibt auch keiner Sicherheit.
Im Buch haben viele die Hebamme erst gerufen wenn der Kopf durch den Muttermund war. Ich will auch michbund mich selber kümmern. Ich will nicht wegen Rückbildung Überwachung oder genäht werden. Eigentlich will ich das sie nur das Baby versorgt und mich gewähren läßt. Allein der Druck zu wissen das man bei der Nachsorge mit täglich Besuch rechnen muß.

Ich glaube das der ekel vor mir, dem Wissen das man sich nicht " anständig" benommen hat und versagt hat nicht bei der Geburt sondern danach kommt. Deshalb will ich falls sie dabei ist, eigentlich auch nicht diese Hebamme zur Nachsorge. Das war dann zu intim. Ich will die dann nicht mehr. Ich will nicht wieder versagen und auch nicht abhängig sein. Ich will dieses angefasst werden und nach Muttermund schauen nicht. Unter Anleitung selber aber nicht dieser Zwang. Ich kann mich noch so gut an die Angst erinnern das meine Mutter evt heimlich den Krankenwagen ruft. Das weiß man da ja auch nie.


Vor jeden Vorsorge Termin Schlaf ich vor Stress und Angst schlecht. Alpträume. Auch danach bin ich nicht beruhigt.bis die Entspannung kommt dauert es wieder zwei Wochen. Ich fühle mich damit schlecht.
So viel ist nicht weil ich es will. Blutuntersuchung bräuchte Arbeitgeber. Mir sind Röteln und Co egal. Zucker braucht die Hebamme. Mir war auch der Test egal. Aber seit den hab ich bei jeden essen angst. Komisch Gefühl. Die unbeschwertheit ist weg.
Alles ist so ein imenser Druck.
Jetzt die ständig Angst wenn es sich nicht dreht vor Ultraschall, davor das mit eisen was nicht stimmt. Das sind alles Sachen die ich lieber nicht vorher wußte sondern erst im Ernstfall.

Heut Nacht wieder Alpträume von Blut usw. So real das ich nicht wußte ob echt. Ich halte das einfach nicht mehr aus. Ich weiß ich mach wenig Vorsorge aber es ist mir zuviel. Die Hebamme ist auch nett. Sehr kompromissbereit. Es liegt nicht an ihr. Aber mir wird das alles zuviel. Ich will auch diesmal keine Herztöne hören. Nur hörrohr. Ich will das alles nicht mehr wissen und einfach nur ruhe haben.

Gleichzeitig die ganzen Behörden im Nacken. Nichts was an vorbereiten weiter geht weil nichts aufgebaut ist. Ich will einfach nur ruhe, ohne denken.

zuletzt bearbeitet 23.02.2020 10:22 | nach oben springen

#13

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 23.02.2020 10:23
von Susanne • 4.612 Beiträge | 4630 Punkte

Ach Umut, es tut mir so leid das alles zu lesen. Ich höre da so viel Sorge, Angst, Verzweiflung, Überforderung und Stress raus. Mir fehlt da die Freude und die Aufgeregtheit positiver Art in Bezug auf das kommende Kind. Gibt es das auch? Freust Du Dich auf Dein Kind? Bitte versteh das nicht falsch, es ist nicht als Angriff gemeint, eher als Denkanstoß und ernst gemeinte Frage. Vielleicht bist Du auch in einer Schwangerschaftsbedingten Depression gefangen? Ich hatte das gerne nach der Geburt.


zuletzt bearbeitet 23.02.2020 10:29 | nach oben springen

#14

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 23.02.2020 10:37
von Umut • 2.635 Beiträge | 2637 Punkte

Eigentlich nein. Ich funktioniere, bereite vor und kümmere mich und Anträge. Mach viel Sport wie ich soll. Zweimal fürs Baby. Esse auch Obst und nehme die Tablette fürs Baby. Mit dem Baby reden kann ich nicht. Will mich nicht zu sehr gewöhnen Fall wenn was passiert. Hand auflegen ist ok.aber selbst da. Manchmal kommt kurz so ein Gefühl hoch das es meins ist. Immer schnell wieder weg. Denke kann in zwei Wochen vorbei sein....wie bei Sesam. Bauch angezogen ansehen ist OK, Haut Nein. Finde ihn eklig. Ich mag es , Das Baby , Es ist nett. Ich mag es wirklich und will ihm nichts böses. Aber es sind keine Vorstellung Da wie bei Sesam. Keine Pläne. Sesam wäre November gekommen und hätte schön Vorstellung von Weihnachten. Sommer mag ich generell nicht so. Aber Bilder von Spaziergang usw erscheinen nicht. Gut Krippenplatz Ja, So organisieren.


Die anderen freuen sich alle total. Meine Schwägerin hat angeboten falls das Baby ins Krankenhaus muß mit dort zu bleiben. Ich kann das nicht. Zu viel Medizin, Katzen zuhause und Anträge. Besuchen ja. Aber dieses aufopfern Da bleiben. Nein.
Auch die Angst wenn es ein Kaiserschnitt wäre. Ich weiß ichbkönnte es da nicht lieben. Ich spüre das immer mehr. Anfang dachte ich ich könnte das schaffen. Heute weiß ich das sich nach so einem Trauma sicher keine Gefühle einstellen. Was wiederum den Druck sehr erhöht.

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#15

RE: Für immer weg

in Eure Geschichte 23.02.2020 10:42
von Susanne • 4.612 Beiträge | 4630 Punkte

Das hört sich für mich leider nach einem ernsthaften Problem an, vielleicht auch aus der Zeit der FG mit Sesam. Irgendwie glaub ich aber nicht, dass Du Dich auf einen Therapeuten einlassen könntest, oder?

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