#16

RE: Mein Septemberbaby

in Eure Geschichte 07.04.2020 09:39
von Leona • 444 Beiträge | 452 Punkte

Hallo Steffi,
mir tut es sehr leid, was du erleben musstest.
Ich musste mein Septemberbaby auch gehen lassen:(. ET wäre der 25.09.2020 gewesen und bei dir?
Ich versuche mich aktuell so gut es geht abzulenken und wertzuschätzen, dass es mir ansonsten gut geht. Ansonsten hilft mir Sport.
Lg

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#17

RE: Mein Septemberbaby

in Eure Geschichte 07.04.2020 10:10
von Saranda • 313 Beiträge | 313 Punkte

Liebe Steffi,
Es tut mir leid, dass du gerade wieder in einem kleinen Tief bist. Ich kann sehr gut nachvollziehen wie es dir geht, manchmal bin ich fast überrascht, dass ich nicht mehr schwanger bin, an anderen Momenten hab ich das Gefühl es ist schön ewig her, dass der kleine Zwerg bei mir "wohnte". Und alles um mich herum wirkt oft so unwichtig.
Ich weiss nicht, was du magst, aber mir hilft Yoga viel, einfach für das Körpergefühl. Und mit meinem Freund zusammen zu sein, auch wenn es bei uns kaum noch ein grosses Gesprächsthema ist... Einfach das er da ist tut mir gut.
Ganz viel Kraft an dich!


Sternchen 12 SSW am 15.03.20
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#18

RE: Mein Septemberbaby

in Eure Geschichte 07.04.2020 10:12
von Susanne • 4.612 Beiträge | 4630 Punkte

Liebe Steffi, ich drück dich ganz fest und es tut mir leid zu lesen, dass Du wieder so niedergeschlagen bist 😔 nach dem Schock kommt häufig eine Phase der großen Trauer und Sehnsucht, daher ist es für viele betroffen auch so schwierig, wenn das Umfeld nach der Zeit schon wieder auf Normalzustand geschaltet hat und von dem Verlust keine Rede mehr ist. Da ist das gerade jetzt so wichtig, die Gefühle raus zu lassen, um sie verarbeiten zu können. Ganz wichtig ist auch immer ein bewusstes Abschied nehmen um damit einen Punkt zu setzen. Vielleicht wäre das eine Idee für dich? Oder was tut dir im allgemeinen gut, wenn du an einem seelischen Tiefpunkt bist? Viele schöpfen Kraft aus der Natur, andere aus dem Sport,...

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#19

RE: Mein Septemberbaby

in Eure Geschichte 07.04.2020 12:11
von Steffi-3009 • 676 Beiträge | 685 Punkte

@Leona mein ET wäre der 30.9. Gewesen. Da waren wir ja vom Zeitpunkt wirklich nah beieinander.
Und auch danke für eure Tipps, von jedem einzelnen! Ich denke, ich versuche es auch mal mit Sport und spazieren gehen. Vielleicht hilft auch mir das ja auch..
Habe nächste Woche mit meinem Freund zusammen Urlaub. Viel Zeit hatten wir seit dem nicht zusammen, da er weiter arbeiten musste. Vielleicht können wir uns dann nochmal gegenseitig mut geben und wie Susanne sagt, nochmal darüber reden und irgendwas finden, was uns nochmal zur Verabschiedung hilft und Kraft gibt. Vielen dank für eure lieben Worte! Dafür bin ich wirklich dankbar 🍀

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#20

RE: Mein Septemberbaby

in Eure Geschichte 07.04.2020 15:03
von Anna_90 • 164 Beiträge | 164 Punkte

Hallo liebe Steffi,

Es tut mir Leid das so zu hören. Als ich mich hier angemeldet habe, war ich in einer ähnlichen Lage wie du und ziemlich verzweifelt. Eine Zeit lang war es bei mir bergauf gegangen, aber dann kam die Trauer umso stärker zurück. In meinem beruflichen Umfeld wusste niemand Bescheid und privat waren alle der Meinung, dass ich doch bitte nach vorn schauen und damit abschließen soll. Dieser Druck hat es nur noch schlimmer für mich gemacht und je mehr ich versuchte, die Trauer zu verschieben, desto stärker kam sie doch immer wieder hervor. Zweieinhalb Monate nachdem das alles passiert war, haben wir dann unseren Eltern nochmal deutlich gesagt, dass eben noch nicht alles gut ist. Auch auf Arbeit habe ich gesagt, dass ich wegen meiner Krankheit (wie doof das immer klingt!) auch jetzt immer noch nicht hundertprozentig fit bin. Ob die anderen mich verstanden haben, war mir dann irgendwann auch egal. Ich wollte einfach nicht mehr so tun müssen, als sei alles gut und die Trauer zulassen dürfen. Und zu wissen, dass ich auch noch weinen und traurig sein darf, hat die Trauer gleich viel erträglicher gemacht und weniger schlimm.

Ich schreibe das alles, weil ich hoffe, dass es bei dir nicht so weit kommt. Es ist doch ganz normal, dass du jetzt traurig bist! Setz dich da nicht selbst unter Druck, lass die Trauer zu und nimm dir die Zeit, die du brauchst.

Mir hat dann auch tatsächlich geholfen, mich zu verabschieden. Aber es hat lange gedauert, bis ich dazu bereit war. Die Ideen kannte ich schon lange, aber erst nach über drei Monaten war ich dazu bereit, mich wirklich zu verabschieden. Du kannst den Gedanken ja im Hinterkopf behalten, vielleicht fühlt sich irgendwann mal was für dich gut an.

Alles Liebe für dich!

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#21

RE: Mein Septemberbaby

in Eure Geschichte 07.04.2020 18:47
von Steffi-3009 • 676 Beiträge | 685 Punkte

Liebe Anna,
vielen Dank für deine lieben Worte, deine Ratschläge und dass du mich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt.
So fühlt es sich an, genau wie du beschreibst. Bei mir ist es auch eher so, dass niemand fragt. Was nicht böse gemeint ist, das weiß ich ja, sondern eher um mich abzulenken. Aber du weißt, was ich meine, denn du beschreibst es so - man kann das einfach nicht immer. Und ich finde stark von dir, dass du dir deine Zeit genommen hast und vor allem auch klar gemacht hast. Man versucht nämlich immer zu funktionieren.
Ich habe schon eine art Brief geschrieben, was mir ja auch eigentlich schon weiter geholfen hat, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich noch etwas anderes brauche nach einer gewissen Zeit.

Danke nochmal für deinen und euren Zuspruch und eure tipps! ❤ ich schätze das sehr. Es tat gut mir das mal von der Seele zu schreiben und zu wissen, dass diese Tiefpunkte einfach dazu gehören

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#22

RE: Mein Septemberbaby

in Eure Geschichte 09.04.2020 06:32
von Anna_90 • 164 Beiträge | 164 Punkte

Liebe Steffi,

Ich musste das dann einfach irgendwann nochmal ansprechen, um den Druck von mir zu nehmen. Anders wäre ich einfach nicht weitergekommen. Falls du dir mal wieder den Frust von der Seele reden willst, kannst du dich auch gern hier "auskotzen". Das hilft ja manchmal auch. 😉

Und ich musste bisschen schmunzeln, bei mir war es nämlich sehr ähnlich. Ich hatte schon beizeiten einen Brief geschrieben, der hat nur nicht viel gebracht. Später hab ich dann eine Flaschenpost gemacht und stelle mir jetzt manchmal vor, wo mein Pünktchen gerade unterwegs ist. 😊
Ich hoffe, dass dir auch mal was begegnet was sich dann für dich richtig anfühlt.

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#23

RE: Mein Septemberbaby

in Eure Geschichte 09.04.2020 10:50
von Saranda • 313 Beiträge | 313 Punkte

Vielleicht ist es auch wegen des ganzen Trauerns und Abschiedsprozess gut so, dass du 2-3 Monate warten sollst. Ich könnte mir vorstellen, dass man dann einfach wieder mehr positive Kraft für eine Schwangerschaft hat. Ist wohl auch individuell, aber ich lese es bei dir raus und merke es mir auch an.

Liebe Grüsse an dich!


Sternchen 12 SSW am 15.03.20
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#24

RE: Mein Septemberbaby

in Eure Geschichte 10.04.2020 10:59
von Steffi-3009 • 676 Beiträge | 685 Punkte

@Anna vielen Dank! Das ist lieb von dir. Wahrscheinlich muss man nicht darüber nachdenken wann der Zeitpunkt kommt, sondern es einfach auf sich zukommen lassen. Denn wie man sieht: das loslassen war nicht mit dem schreiben des briefes beendet, sondern nur eine Hilfe gewesen. Danke für deinen Tipp! Ich denke, so etwas werde ich dann auch irgendwann in Angriff nehmen.

@saranda ja das denke ich auch. Also Die Ärzte haben zwar gesagt, dass es auch körperliche Gründe hat, also dass man nach einer Ausschabung warten sollte damit sich alles erholen kann. Aber das psychische hängt ja viel mehr drin als das körperliche.

Die zeit wird hoffentlich bei uns allen irgendwann kommen. Das verarbeiten, eine neue Schwangerschaft und letztendlich ein gesundes Kind in den armen zu halten 😊
Vielen Dank für alles ❤

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