#1

Zweite Fehlgeburt - warum?

in Eure Geschichte 18.11.2023 14:13
von SaRi • 1 Beitrag | 1 Punkte

Hallo zusammen,
Ich hatte vor einigen Wochen meine zweite Fehlgeburt und ich fühle mich so alleine gelassen 😞
Wir haben zwischendrin eine gesunde Tochter bekommen und eigentlich dachte ich: Ok, dieses Mal erlebe ich mal eine unbeschwertere Schwangerschaft, da ich weiß mein Körper kann das.
Es war alles perfekt, es wäre genau der Abstand, ich hatte eine Hebamme und sogar den Kitaplatz. Doch nach dem wunderschönen “letzten Urlaub zu dritt” kam en die Blutungen, die Untersuchungen, das Bangen, der Verlust auf der Toilette und dann die Nachricht - Es ist wirklich weg…
Alles dahin… meine Ärztin fand ich wäre außergewöhnlich traurig es würden schließlich vielen so gehen und auch mein Umfeld hat nicht so viel Verständnis.
Meine Welt ist auf den Kopf gestellt und alle um mich herum werden schwanger… Ich hab in meinem Umfeld gerade 7 Schwangere und uns passiert es… Mal wieder…

Man wünscht es keinem, aber warum man schon wieder unter diesen 30% der Frauen sein muss, während es gefühlt bei allen im Umkreis klappt, ist eine so schmerzhafte Frage…

Und natürlich wird die nächste Schwangerschaft wieder eine einzige Tourtour… Es hätte ja auch einfach mal schön sein können 😞

Ich bin so unendlich traurig und finde gerade alles so ungerecht 🙈

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#2

RE: Zweite Fehlgeburt - warum?

in Eure Geschichte 18.11.2023 21:26
von ManuMaus • 8 Beiträge | 8 Punkte

Hallo SaRi,
Bin erst ganz neu im diesem Forum und ich kann deine Gefühle so gut verstehen.
Ist evtl noch früh, aber habt ihr euch vielleicht schon überlegt wie ihr euch von eurem Kleinen verabschieden wollt?
Wir haben z.B. ein Brief geschrieben und ein Schiffchen draus gebastelt und den Bach runter schwimmen lassen...

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#3

RE: Zweite Fehlgeburt - warum?

in Eure Geschichte 19.11.2023 05:34
von Nelke • 1.903 Beiträge | 1913 Punkte

Liebe sari,
dein erneuter Verlust tut mir sehr leid.
Egal wie weit eine Schwangerschaft fortgeschritten ist,es tut immer verdammt weh.
Für dich ist jetzt nicht nur das kleine Wesen gestorben sondern auch noch die Zuversicht und Leichtigkeit, die du dir mühsam zurückgeholt hast.
Ich verstehe dich sehr gut. Nach unserer Tochter habe ich zusätzlich eine Eileiterschwangerschaft durchstehen müssen. Die Gedanken, warum der eigene weg so schwer ist und anderen fallen kinder bilderbuchmäßig einfach so in den Schoß ist schwer zu ertragen.
Keiner wünscht jemanden eine Fehlgeburt, jedoch wünschen wir uns alle das pure Glück, das andere erleben dürfen und uns genommen wurde.
Dass sich die Menschen im Umfeld nicht mit dem Verlust beschäftigen wollen, ist eine reine Schutzmaßnahme psychologisch gesehen. Niemand beschäftigt sich gerne mit dem Thema Tod. Erst recht nicht, wenn es um Kinder geht. Für sie ist es einfacher, das Tabuthema herunter zu spielen. Das ist leider in unserer Gesellschaft völlig normal. Kannst du zu diesen Personen Abstand halten?
Für deine Ärztin ist eine Fehlgeburt eher ein Alltagsthema. Leider scheint sie dabei abgestumpft zu sein. Lass dir deine Trauer von niemandem absprechen. Es ist wichtig, dass du das erlebte verarbeitest und nicht verdrängst.
Kannst du mir deinem Partner über die Fehlgeburten reden?
Wie geht es dir im Alltag mit eurem lebenden Kind?
Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit, Lena

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#4

RE: Zweite Fehlgeburt - warum?

in Eure Geschichte 19.11.2023 06:06
von Susanne • 4.354 Beiträge | 4372 Punkte

Hallo liebe Sari, herzlich Willkommen und mein Mitgefühl für Deinen Verlust. Grundsätzlich musst Du Dich für Deine Gefühle vor anderen nicht entschuldigen. Wenn sie da sind, sind sie da und haben ihren Grund und ihre Berechtigung. Sie wollen gesehen und angenommen werden. Sie zu unterdrücken funktioniert nur eine Zeit, irgendwann kommen sie aber an die Oberfläche. Jede Träne muss geweint werden bis irgendwann die Quelle versiegt ist. Wenn manche Leute das nicht verstehen, nimm etwas Abstand oder wäge ab, wer Deine Gefühle aushalten kann. Wie geht Dein Mann mit der Situation um? Wäre eine Selbsthilfegruppe mit fachlicher Anleitung etwas für Dich? Erlaubst Du Dir Deine Gefühle? Wie kanalisierst Du sie?

Fühl Dich gedrückt, Susanne

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