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3 mal Schwanger 4 Kinder sind im Himmel

in Ich bin einfach sehr traurig und möchte reden 05.12.2020 21:43
von Sternenmama • 7 Beiträge | 7 Punkte

Hallo zusammen,
Ich schreibe hier meine Geschichte, in der Hoffnung, dass es mir besser geht und ihr evtl Tipps habt.

12.06.2015 bin ich zum Frauenarzt gegangen, weil bei mir Milch aus der Brust kam.
Die Frauenärztin hat nachgeschaut und gesehen, dass ich schwanger war. Aber nicht erst seit kurzem. Ich war bereits in der 22. Woche 21+2 um genau zu sagen.
Ich wusste nicht, was ich denken sollte, ich war im 6. Monat schwanger aber auch etwa genauso lange war ich mit meinem Noch-Ehemann zusammen.
Ich habe es ihm erzählt, auch er wusste nicht, was er denken oder sagen sollte.
Kurz darauf sind wir zu seinen Eltern gegangen und haben es ihnen gesagt, die Mama hat sich gefreut, war aber auch etwas schockiert, da sie nicht damit gerechnet hat.
Schließlich musste ich es noch meinen Eltern sagen, damals war ich 17 (ein Monat vor meinem 18.).
Meine Mama hat schon vorher immer Andeutungen gemacht und gefragt: "kann es sein, dass du schwanger bist?" ich habe es immer verneint, da es vorher keine Anzeichen gab, gut ich hatte Übelkeit und erbrechen, aber habe nicht an eine Schwangerschaft gedacht, auch meine Periode habe ich weiterhin bekommen.
Als ich bei meinen Eltern war und es ihnen gesagt haben, waren sie entsetzt und konnten es nicht glauben. Sie haben mir Vorwürfe gemacht, weil ich noch so jung war und kurz davor war meine Ausbildung zu beginnen. Mein Papa hat bei meiner Frauenärztin angerufen und mit ihr gesprochen, es kam mir vor wie Stunden. Dann verabschiedete er sich und sagte "bis gleich".
Als mein Papa wieder kam setzte er sich an den PC und googelte, meine Frauenärztin hat ihm eine Klinik in Holland empfohlen, die noch zu der späten Zeit abtreiben.
Es gab eine Stunden lange Diskussion, ich konnte mir das nicht vorstellen, mein eigenes Fleisch und Blut sollte ich umbringen lassen?
Meine Eltern haben mir keine Wahl gelassen, sie haben mit Leuten aus der Familie gesprochen, damit diese mit mir reden, komischerweise habe ich nur mit welchen gesprochen, die mir das Kind ausreden wollten. Die einzige, die zu mir hielt waren meine Oma und mein Partner. Noch am selben Tag musste ich mit einer Frau reden, die einem über Abtreibung aufklärt. Damals wusste ich nicht, dass es allein meine Entscheidung war, ich dachte diese dürfte ich erst ab dem 18. Lebensjahr treffen. Auch die Frau, die mich aufgeklärt hat, hat es mir nicht gesagt.
Am 18.06. ging es dann mit dem Auto nach Holland, der Vater vom Kind war mit dabei. Am nächsten Tag war es soweit, ich wurde noch mal untersucht, und habe die Ärztin sogar gefragt, ob sie mir das Geschlecht sagen könne, aber dafür sei sie wohl nicht ausgebildet gewesen.
Als wir wieder zu Hause waren, blieb ich Tage lang fern von meinen Eltern, ich konnte und wollte sie nicht sehen.
Als ich zur Nachkontrolle bei meiner Frauenärztin war, habe ich am Empfang gesagt, dass ich die Ärztin innerhalb der Praxis wechseln möchte, denn ich wollte die andere Ärztin nicht mehr sehen, sie hat gegen die Schweigepflicht verstoßen. Als ich dann bei der neuen Ärztin saß haben wir über Verhütung gesprochen, da die Pille bei mir nicht gewirkt hat, wie sie sollte, habe ich mich für das Implanon entschieden. Es wurde scheinbar eine Notiz hinterlassen, dass meine Eltern die Rechnung dafür zahlen würden (schon wieder haben sie sich eingemischt).
Im August habe ich meine Ausbildung angefangen, aber nach nicht ganz einem Jahr abgebrochen, weil ich es nicht sehen konnte, die ganzen Kinder, die glücklichen Familien.

Nachdem das Implanon entfernt wurde, habe ich meinem Partner gesagt, dass ich meiner Seits nicht mehr verhüten werde. Am 07.06.2019 habe ich von der Frauenärztin erfahren, dass ich wieder schwanger bin. Ich habe mich gefreut und wusste, dass ich dieses Kind behalten möchte. Ich habe es dem Vater vom Kind erzählt (der selbe Vater, wie beim ersten) er war nicht ganz so erfreut wie ich, da er den Verlust vom ersten Kind noch nicht verarbeitet hatte. Aber im laufe der Woche hat er sich mit dem Gedanken angefreundet und sich gefreut. Ich habe auf jeden Termin hin gefiebert und mich gefreut den kleinen Zwerg zu sehen. Alles lief gut, aber dann bin ich am Mittwoch den 21.08. mit starken Unterleibschmerzen ins Krankenhaus gegangen. Ich wurde Gynäkologisch untersucht, aber es wurde nichts auffälliges gefunden.
Zwei Tage später hatte ich einen regulären Termin beim Frauenarzt, dort hat sie gesehen, dass wir einen Jungen erwarten, aber ich hatte eine Infektion oder Entzündung in der Gebärmutter hatte, außerdem hatte ich einen verkürzten Gebärmutterhals und habe eine Überweisung bekommen, dass mir ein Ring eingesetzt wird. Ich habe rumtelefoniert und gefragt, wer mit mir wann in die etwa 60 km entfernte Klinik fahren kann, die mir den Ring einsetzten sollte. Meine Mama wollte mich am Montag dorthin fahren.
am Sonntag den 25.08. hatte der Vater meines Kindes Geburtstag und wir machten uns fertig um bei seinen Eltern zu frühstücken. Kurz bevor wir uns los machen wollten bin ich noch mal zur Toilette gegangen und habe gesehen, dass dort Blut drin war. Aber ich habe mir nicht viel dabei gedacht, weil ich gehört habe, es es sein kann, dass man während der Schwangerschaft Schmierblutungen haben kann. Als wir nun zusammen am Tisch saßen um zu zu frühstücken habe ich wieder Schmerzen bekommen und bin wieder auf Toilette gegangen. Dieses mal war aber sehr viel mehr Blut drin. Ich habe seine Mama gerufen und sie gefragt, was ich machen soll. Die hat gesagt, dass ich ins Krankenhaus solle. Also wurden mein Partner und ich von seinem Stiefvater gefahren. Als wir im Krankenhaus waren und ein Ultraschall gemacht wurde hat uns die Ärztin gesagt, dass sie keine guten Nachrichten für uns hat. Die Fruchtblase ist nicht mehr so, wie sie sein sollte. Ich hatte sie bereits in meiner Scheide und nicht mehr in der Gebärmutter, das hieße, man konnte nichts mehr machen, damit unser Sohn noch weiter in meinem Bauch heranwächst. wir wurden in den Kreißsaal gebracht und kurz darauf bekam ich meine Wehen. Nach etwa 3 1/2 Stunden Wehen kam er, ich habe ihn nur wenige Sekunden sehen können, da ich direkt in den OP geschoben wurde, damit die Plazenta rausgeholt und ins Labor zur Untersuchung gebracht wird, aber das erste, was ich im Kopf hatte war Robin (unser erstes Kind), denn bei Robin war ich 5 Wochen weiter und ich habe bei meinem zweiten Baby gesehen, wie weit er schon war. Nach der OP bin ich wieder in den Kreißsaal gekommen, dort hat mein Partner und seine Stiefmutter (die während der Geburt kam) mit unserem Sohn gewartet und ich habe meinen Sohn in die Hände gelegt bekommen. Als ich ihn gesehen habe, hatte ich den Namen Taylor im Kopf und habe meinen Partner gefragt, ob wir ihn so nennen wollen und dies taten wir auch. Ich hatte Taylor lange in meinen Händen und habe geweint. Nach einer Zeit wollte und konnte ich Taylor erstmal nicht mehr so sehen und er wurde weggebracht. Ich kam auf mein Zimmer und mein Partner und seine Stiefmutter sind nach hause gefahren. Ich wollte mich hinlegen und mich etwas ausruhen, aber ich kam nicht zur Ruhe. Ich habe mir mein Handy genommen und mir die Bilder angeschaut, die ich von Taylor gemacht habe. Nachts saß ich auf dem Balkon von meinem Zimmer und habe in den Himmel geschaut. Darauf hin kam ich auf die Idee einen Stern nach ihm zu benennen.
Genau einen Monat nach der Fehlgeburt stand die Beerdigung an. Es war sehr schwer für uns beide.

Im Oktober sollte unsere Hochzeit stattfinden. Da haben wir uns das Datum 25.10 ausgesucht gehabt, dies war der EET von Robin war.
Nach der Hochzeit war aber irgendwie nicht mehr so viel mit der Verliebtheit, wir haben uns immer mehr auseinander gelebt und das über Monate.

Etwa im Februar habe ich angefangen Online zu spielen und habe dabei mehrere Leute kennengelernt. Mit einem von ihnen habe ich mich im April angefangen zutreffen. Ich bin 400km Richtung Osten gefahren, hatte mir aber nicht viel erhofft, da ich noch nicht lange verheiratet war und ich mir nicht vorstellen konnte, mich neu zu verlieben, aber trotzdem ist es passiert. In der nächsten Zeit haben wir uns öfter getroffen und in einander verliebt. Selbst das erste treffen war schon der Hammer, wir haben uns auf anhieb verstanden und waren auf einer Wellenlänge.
Ich habe mich zu einem großen Schritt entschieden und bin zum 12.06.2020 rüber in die 400km entfernte neue Heimat gezogen.
Meinem neuen Partner und mir war von Anfang an klar, dass es was ganz besonderes zwischen uns ist. Wir haben uns dazu entschieden ein gemeinsames Kind zu bekommen, da er 21 Jahre älter als ich ist wollten wir uns nicht mehr so lange zeit lassen. Noch bevor ich Schwanger war hatten wir schon für jedes Geschlecht einen Namen: Tony Emiliano oder Teresa Sophie.
Am 20.09. bin ich zu eine Frauenarzt in der Stadt gegangen, da ich wenige Tage vorher einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hatte. Als der Frauenarzt nach schaute, hat er dies bestätigt, ich war wieder Schwanger. Aber kann kam etwas, womit ich nicht gerechnet habe, er sagte mir, dass es nicht nur eins ist, sondern, dass es Zwillinge sind.
4 Wochen später hatte ich den nächsten Termin, aber hat er mir gesagt, dass es wohl nicht mehr so ist, wie am Anfang, und zwar sind es nun keine Zwillinge mehr. Es war nur noch ein Kind, was in mir heranwächst. Als ich zu hause war und dies meinem Partner erzählte, war ich traurig und konnte es nicht glauben.
Ich habe gesagt: "Ich finde es zwar nicht schlimm, dass es keine Zwillinge werden, aber schlimm ist, dass es vorher welche waren." Nun hatte ich wieder ein Kind, welches es nicht geschafft hat.
Ich hatte für Robin und für Taylor jeweils einen Strampler gekauft und diese mit in mein Bett gelegt. Also entschieden wir, dass wir dies auch für den verstorbenen Zwilling machen werden. Wir haben uns auf den Weg gemacht und nach zwei gleichen Stramplern geschaut. Einen habe ich mit zu den anderen ins Bett gelegt und den anderen haben wir erstmal in den Schrank gelegt.
Nach dem ich mich mal wegen einer Hebammen umgehört habe und diese mir sagte, dass mein Frauenarzt nicht so positive Bewertungen hat, habe ich mich nach einer neuen umgeschaut und meine aktuelle Frauenärztin gefunden. Ihr habe ich gesagt, dass ich in meiner alten Heimat beim Arzt war und dieser meine Schwangerschaft festgestellt hat. Sie schaute nach und bestätigte sie. Ich war regelmäßig bei den Kontrollterminen und es nie etwas auffällig gewesen, ab der 15. Woche haben wir es offiziell gemacht.
Da bei dieser Schwangerschaft einiges anders war wurde von meine Partner und seiner Mama gesagt, dass es ein Mädchen werden wird.
Als ich an dem Tag war, wo ich bei Taylor erfahren habe, dass er ein Junge ist, hatte ich die Hoffnungen, dass man es bei dieser Schwangerschaft auch sehen konnte. Aber unser Würmchen wollte es uns noch nicht zeigen. Zwei Tage später war ich in der 17. SSW (16+6) ich hatte angst vor dem Tag, genau soweit war ich bei Taylor, als er kam.
Als ich in der 19. SSW war (Montag), fing es bei mir mit Schmerzen an, die Schmerzen kamen und gingen wieder, da ich solche ähnliche Schmerzen schon mal hatte und meine Ärztin sagte, dass es an den Mutterbändern lag, also hatte ich mir da auch nicht viel bei gedacht aber da die Schmerzen am Mittwoch immer noch nicht nachgelassen haben, habe ich bei meinem Frauenarzt angerufen und durfte am selben Tag um 16 Uhr vorbeikommen. Als ich auf dem Stuhl lag, hat sie als erstes auf den Gebärmutterhals geschaut, ob sich dieser wieder verkürzt hat, aber das hat er nicht, auch alles andere war unauffällig. Zum Schluss wollte sie noch mein Urin und Blutuntersuchen, nachdem der Urin untersucht wurde bin ich noch mal aufgerufen worden und sie sagte mir, dass dort auch nichts auffälliges war. Für das Ergebnis des Blutes sollte ich am Freitag wieder kommen und habe einen Termin bekommen. Am nächsten Tag saß ich auf dem Balkon und habe gemerkt, dass etwas aus mir ausläuft, ich habe mit einem Taschentuch nachgeschaut und gesehen, dass ich blute, ich bin reingegangen und habe meinem Partner gesagt, dass ich ins Krankenhaus gehe und da nicht lange fackeln werde. Ich bin noch mal eben zur Toilette gegangen und habe gesehen, wie viel Blut das eigentlich ist und habe sofort den RTW gerufen, diese kamen keine 5 min später mit Blaulicht und Sirene angefahren, kamen hoch und haben dann entschieden, dass sie mich direkt ins Krankenhaus bringen.
Als ich im Krankenhaus war kam ich erstmal auf ein Zimmer und sollte dort auf die Ärztin warten.
Um kurz nach 13 Uhr wurde ich mit dem Rollstuhl ins Behandlungszimmer gefahren, habe mich auf dem Stuhl gelegt zur Untersuchung und die Ärztin hat gesehen, dass es ziemlich blutet. Sie hat den Ultraschall angesetzt und ich habe es in Ihrem Gesicht gesehen, sie fing an es mir zu erklären: "Ich sehe das Problem, der Muttermund hat sich bereits um 2cm geöffnet." ich unterbrach sie und fing an zu weinen: "Nicht schon wieder. Ich will nicht noch ein Kind verlieren, kann man nichts machen? Kann man da keinen Ring mehr einsetzten um den zu verließen, bzw um ihn daran zu hindern sich weiter zu öffnen?" "Nein, leider kann man das nicht," sagte sie "das einzige, was wir machen können, sie legen sich ins Bett und wir sorgen dafür, dass das Becken hochgelagert ist. Ich kann aber leider nichts versprechen." Kurz darauf kam die Oberärzten und hat nur kurz drauf geschaut und zu Schwester gesagt, dass ich auf ein einzelnes Zimmer soll.
Als ich auf dem Zimmer lag kamen die Wehen wieder, die ich wohl schon die ganze Woche hatte. Sie wurden immer stärker und ich habe mir gedacht, vielleicht hilf ein Wehenhemmer, damit sich die Gebärmutter entspannt und sich der Muttermund nicht weiter öffnet. Also rief ich die Schwester und habe nach dem Wehenhemmer gefragt. Sie wollte die Ärztin fragen und kam kurze zeit später mit einem Schmerzmittel wieder, da ein Wehenhemmer nicht helfen könne. Ich lag zwischen den Wehen so still wie möglich und habe mich nicht bewegt.
Um etwa 15 Uhr habe ich gemerkt, dass die Fruchtblase geplatzt ist und das Fruchtwasser rauslief. Ich habe geklingelt, damit jemand kommt, kaum war die Tür offen habe ich unter Tränen gesagt, dass die Fruchtblase geplatzt ist. Die Schwester hat die Ärztin geholt und diese hatte nachgeschaut, wie weit der Muttermund geöffnet ist.
Aber es sollte noch etwas dauern, da dieser noch nicht locker war. Immer wieder hatte ich geklingelt, weil ich zur Toilette musste aber nicht aufstehen durfte, also musste ich die Bettpfanne benutzen. Ab etwa 16:30 wurden die wehen so stark, dass ich nachgefragt habe, ob ich nun mit drücken darf. Weder die Ärztin, noch die Hebamme konnten zu mir kommen, da sie ein Paar Räume weiter bei einer anderen Frau waren, die dabei war ihr Kind zu bekommen.
Kurz vor 17 Uhr musste ich wieder die Bettpfanne benutzen, aber habe dann zur Schwester gesagt: "Weg damit, ich muss jetzt Drücken, es kommt." Sie hat geklingelt um Unterstützung zu bekommen. Zwei Minuten später stand ein Team von 5 Personen aus Schwestern, Hebammen und einer Ärztin um mich herum. Kurz darauf habe ich gemerkt, wie mein Baby (wieder viel zu früh) rauskam. Dieses mal konnte ich aber noch nicht direkt hingucken. Ich habe gesehen, dass die Ärztin sich mein Kind angeschaut hat und nach irgendetwas verlangt hat, ich habe es nicht genau verstanden. Ich hatte Angst, dass es noch lebt. Angst, weil ich wusste, dass Babys, die so früh kommen nicht lebensfähig sind. Also Fragte ich: "Lebt es noch?" Die Ärztin schaute noch mal genau nach um sich zu vergewissern und sagte nein.
Dann habe ich gefragt, ob sie mir sagen könnte, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist. Sie Antwortete: "Ein kleiner Junge."
Ich dachte, dass ich jetzt wieder direkt in den OP kam, damit die Plazenta rausgeholt wird. Dies war aber nicht der Fall. Ich habe die Plazenta mit den nächsten beiden Wehen rausgebracht. Kurz darauf bekam ich ein Mittel gespritzt, dass sich meine Gebärmutter wieder (schneller) zusammen zieht. Das Mittel war nicht mal ganz drin und ich habe es gemerkt.
Ich wurde gefragt, ob ich den Kleinen Mann noch sehen mag, oder erstmal nicht. Aber ich konnte es leider noch nicht. ich bin um etwa 18:45 in den OP gekommen, um nach zu schauen, ob dort ggf noch was rausgeholt werden muss. Die Narkose dauerte nur 15 Minuten und danach war ich etwa 1 Stunde im Aufwachraum. Nach dem ich wieder auf meinem Zimmer war, wollte ich wollte ich den kleinen Tony sehen. Mit wurde gesagt, dass es einen Moment dauert, da er fertig gemacht wird. Eine weitere Stunde später hat sich die Tür geöffnet und ich habe gesehen, dass die Hebamme ihn in der Hand hatte, sofort fing ich wieder an zu weinen und hielt ihn in meinen Händen. Er sah so friedlich aus. Ich habe ihn so lange angeschaut, aber ich konnte nach 45 min nicht mehr und habe drum gebeten, dass er wieder mitgenommen wird. Die Hebamme hat mich gefragt, wie es weiter gehen soll, ob wir die Sammelbestattung haben wollen. Dies habe ich sofort Bejart. Nach Absprache mit meinem Partner haben wir uns dafür entschieden, dass auch Tony Untersucht werden soll.
Am nächsten Tag habe ich Tony noch mal gesehen und in den Händen gehalten, ein letztes mal.
Bei der Visite hat die Ärztin noch mal mit mir gesprochen und gesagt, dass es ungewöhnlich ist, dass eine junge Frau wie ich, (ich bin 23) zwei Fehlgeburten hintereinander hat und sie hat mir den Tipp gegeben, dass ich mich mal untersuchen lassen kann. Zwei Dinge gäbe es, die getestet werden können: Humangenetik & Thrombophiliediagnostik.
Wenige Stunden später wurde ich entlassen. Nun sitze ich am Computer und schreibe diese Zeilen.
Am Montag habe ich einen Termin mit meiner Frauenärztin und werde auf eine Überweisung für die beiden Tests bestehen und wenn ich diese bekomme, bin ich gespannt, was dabei rauskommt.

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