#1

Dritte Fehlgeburt und es war der letzte Versuch

in Eure Geschichte 15.10.2020 12:35
von Sternenmami (gelöscht)
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Hallo Zusammen,
ich bin gestern auf diese Homepage gestoßen und bin froh, dass es die Möglichkeit gibt, meine/unsere Geschichte zu erzählen,
Mein Freund und ich haben uns sehr spät kennengelernt. Ich war bereits 35 Jahre und er 37 Jahre. Dass wir beide Kinder wollten, war für uns immer klar. Mir war das bereits in der 7. Klasse im Erziehungsunterricht, so hieß das Fach, klar, dass ich im Leben einmal Mami sein möchte. Doch zuerst wollten mein Freund und ich uns kennenlernen. Nach einem Jahr bin ich zu ihm gezogen und nach zwei Jahren haben wir dann versucht, dass ich schwanger werden. Damals waren wir uns noch nicht bewusst, was das Alter für Konsequenzen hatte. Wir haben geherzelt ohne uns großartig Druck zu machen. Man geht ja davon aus, dass alles problemlos klappt. Das Aha-Erlebnis kam erst, als sich ein Jahr später immer noch kein Kind eingestellt hatte. Da hab ich zum ersten Mal das Thema bei meiner Frauenärztin angesprochen. Sie hat dann zum ersten Mal das Thema Alter angesprochen und auf mein Drängen gleich die Werte getestet und festgestellt, dass ich eine zu hohen Wert hatte. Den genauen Namen weiß ich nicht mehr. Musste dann ein Medikament gegen Parkinson (Dopamin) nehmen. Denn sie sagte, nur wenn der Wert runter geht, kann ich schwanger werden. Gesagt getan, von den Nebenwirkungen ganz zu schweigen. Ein paar Monate späte war ich dann schwanger. Gemerkt habe ich nichts, da zwischenzeitlich das Thema schlechte PAP-Abstriche aufgeschlagen war. Musste dann zur Biopsie. Der Arzt hat mich dann untersucht und eine Gewebeprobe entnommen. Am liebsten wäre ich beim Knipsen der Probe vom Stuhl gesprungen. Es gabe Gott sei Dank ein gutes Ergebnis. Die Abstriche sind weiter in kurzen Abständen zu kontrollieren. Ich wurde ein paar Tage krank geschrieben. Zu Hause ein paar Tage später, kam´s mir dann. Du hast deine Tage noch nicht. Naja vielleicht wegen dem ganzen Stress. Mach doch einfach mal einen Test. Gesagt getan und der Test war positiv. Da kamen die Gedanken, hoffentlich hat sich die Biopsie nicht negativ auf die SSW ausgewirkt. Bin dann zur Ärztin, die hatte mich untersucht und die SSW bestätigt. Mir wurde Blut abgenommen und zum ersten Mal im Leben hielt ich den Mutterpass in den Händen. Die Ergebnisse ein paar Tage später zeigten dann, dass die Blutwerte super Werte aufwiesen. Dann kam die Untersuchung in der 6 SSW. Ich nahm meinen Freund mit. Bei der Untersuchung fing die Ärztin an, hektisch zu schallen und sagte die Chancen sind 50:50. Sie sieht nichts genaues, es kann auch sein, dass es ein Eckenhocker ist. Tränenüberströmt ging es nach Hause. Mein Freund hat das alles noch recht locker genommen. Einen Tage später war ich so fertig, dass ich nochmals in die Praxis ging. Beim US stellte sich heraus Blasenmole. Ich musste zur ersten Ausschabung. Es half auch nicht der freundlich gemeinte Ratschlag der Frauenärztin: Die Natur siebt gnadenlos aus. Der Kopf verstand es, das Herz nicht.

Für mich stürzte eine Welt ein und es war, als würde mir das Herz herausgerissen. Ich entwickelte Schuldgefühle und war sauer auf meinen Körper. Du kannst kein Kind austragen. Mein Freund war nicht wirklich eine Stütze. Er meinte, was bist Du so traurig, es hat ja noch nicht mal richtig gelebt. Für mich war es mein Kind, dass unter meinem Herzen gelb hatte. Ich stellte mir immer wieder die Fragen, warum wollte die Seele nicht bei uns bleiben. Die Seelen entscheiden im Himmel, was Sie für ein Leben führen wollen und wo. Holte mir einen Beratungstermin bei der Diakonie. Ich bin an eine wirklich freundliche Mitarbeiterin geraten, wir weinten beide bei dem Gespräch und ihr kam spontan der Gedanke, dass das Kind vielleicht nicht gesund war und es mir diese Last nicht aufbürden wollte. Ja der Gedanke, gefiel mir. Ich liebe mein Kind auch wenn es jetzt im Himmel ist. Wer weiß, vielleicht hätte mich die Belastung wirklich überfordert. Ich danke meinem Kind dafür. Stellte mir immer wieder die Frage, wieso funktioniert Dein Körper nicht? Warum kannst Du kein Kind austragen?

Ein dreiviertel Jahr später ging ich stationär in eine psychosomatische Klinik um das erlebte zu verarbeiten. Ich merkte, dass ich alleine nicht zu recht komme und Hilfe benötige. Ich führte auch mit einer Seelsorgerin ein Gespräch. Sie meinte es gäbe Seelen, die einfach nur mal richtig geliebt werden wollen, aber nicht auf die Erde kommen wollen. Sie sind dankbar dafür, wenn sie richtig geliebt werden. Ein ganz anderer Blickwinkel und zumindest war es dafür gut. Einer Seele dieses Gefühl zu vermitteln auch wenn ich mir mehr gewünscht hätte. Ich schrieb einen Brief an mein Kind und schickte ihn auf die Reise, indem ich ihn im Feuer verbrannte und so einen Abschluss fand.

Nach dem Aufenthalt brauchte ich noch etwas Zeit und dann habe ich mit meinem Freund besprochen, dass wir es wieder versuchen sollten. Sonst verlieren wir noch mehr Zeit und ich wäre jetzt wieder bereit. Ich wollte dann direkt in eine KiWU-Klinik. Vereinbarte einen Termin in 2018. Dann das erste Gespräch. Nachdem meine PAP-Abstriche immer noch nicht besser waren, empfahl mir der Arzt, erst dies in Ordnung bringen zu lassen. Denn was nützt es eine gesundes Kind zur Welt zu bringen und dann ist die Mama krank und stirbt vielleicht. Also ließ ich diesen Eingriff auch machen. Im Nachhinein muss ich sagen, bin ich dankbar dafür, meine PAP-Werte sind seitdem wieder super.

Wieder in der KiWU-Klinik vorgesprochen, wurden wir beide auf den Kopf gestellt und alle Untersuchungen durchgeführt, die nur möglich waren. Es stellte sich bei der genetischen Untersuchung raus, dass bei den fünf HLA-Werten wir beide in allen fünf HLA-Werten je eine hälftige Übereinstimmung haben, sozusagen wir in diesen Werten von der Übereinstimmung wie Bruder und Schwester sind. Selbst der Professor war überrascht von diesem Ergebnis. Er sagte uns, dass wir aufgrund dieses Ergebnisses jederzeit damit rechnen müssen, dass ein SSW jederzeit stoppen kann. Das mussten wir erst mal verarbeiten. Er machte uns aber Mut, es zu versuchen. Die Natur hat seine eigenen Regeln und ich dachte mir, wenn uns ein Kind gegeben ist, dann schafft es auch sich gesund in den neun Monaten in meinem Körper zu entwickeln. Dennoch entschieden wir uns es zu versuchen. Also ging 2019 die erste Behandlung mit Stimulation los. Die Behandlung hab ich gut vertragen, wobei ich ehrlich gesagt nicht scharf darauf war, mir den ganzen Medikamentencocktail zu verpassen. Aber ich dachte an unser Kind und nahm es in Kauf. Ich muss dazu sagen, dass ich mehr in die Natur vertraue als in die Schulmedizin - nur wenn notwendig. Das Ergebnis der Stimulation war, dass zwei Eizellen eingesetzt wurden. Schon beim Einsetzen meinte der Arzt - es war ein Kollege von unserem behandelnden Arzt, eine ICSI wäre bei uns besser gewesen. Ich dachte mir nur, hä??? Was ist eine ICSI und wir hatten doch Gespräche mit unserem Arzt. Sollten die Spermien kein so gutes Ergebnis gehabt haben, hätte unser Arzt dies doch gesehen und sagen müssen. Naja komisch war´s schon. Ich lass mir zwei Eizellen einsetzen und gleichzeitig bekomm ich sowas an den Kopf geknallt. Kann das überhaupt eine Chance haben??? Rattter ratter ratter macht der Kopf. Ich drück die Gedanken weg und freu mich über die beiden Eizellen und wünsche mir nicht sehnlicher, als das es gut geht. Ab sofort musste ich täglich dreimal Progesteron einführen und musste mir Granocyte spritzen. Ich bekam vor dem Einsetzen und danach noch Infusionen mit Lipid-Infusionen.

Drei Tage nach dem Einsetzen hatte ich in der Nacht kurz stechende Schmerzen, so dass ich aufgewacht bin. Naja vielleicht war´s die Einnistung. 14 Tage später war der Termin zur Kontrolle. Beim Toilettengang in der früh hatte ich rote Tropfen in der Slipeinlage. Beim Termin stellte sich dann raus, es hat sich nichts eingenistet. Wieder Tränen und kein freudiger Moment. Wieder Abschied nehmen. Ich sagte mir selber, diesmal ist es nicht so schlimm, es hat sich nicht eingenistet. Zählt als Versuch nicht wirklich.

Wir haben uns dann entschieden, die KiWU-Klinik zu wechseln. Dort vorgesprochen und die Befunde aus der vorangegangen Behandlung vorgelegt, sagte die Ärztin. Oh je, sie haben ja schon alles gemacht, was an Untersuchungen zu machen ist. Wir wären anders vorgegangen. Jetzt bleiben Sie bitte erstmal entspannt, wir beobachten Ihren Zyklus und probieren es erstmal im normalen Zyklus, ob sich eine SSW einstellt. Versuchen Sie sich von den ganzen Untersuchungen und Erlebnissen frei zu machen. Sie werden sehen, es klappt auch bei Ihnen.

Ich kam mir vor, wie im falschen Film. Die Tatschen liegen auf dem Tisch und ich kann die Untersuchungsergebnisse nicht weg diskutieren. Ich vertraue der Ärztin und versuche die Ergebnisse in den hintersten Winkel meines Kopfes zu verbannen und sag mir immer wieder, vertrau darauf, es wird alles gut gehen.

Nachdem es im normalen Zyklus nicht geklappt hat, begannen wir wieder mit einer Stimulation. Die Ärztin empfahl uns aufgrund der Spermienqualität eine ICSI. Es konnten 16 Eizellen entnommen werden, allerdings ließen sich nur acht befruchten. Vier wurden eingefroren, eines hat gestoppt und bei dreien entwickelten sich innerhalb fünf Tagen eine Blastozyste, zwei mit AB Qualität und eine B Qualität. Die beiden guten wurden mir eingesetzt, die dritte ließen wir einfrieren.

Aufgrund der Stimulation kam es nach dem Einsetzen zur Überstimmulation. Die Ärztin gratulierte mir zur Schwangerschaft und wir freuten uns. Ein paar Tage später wurde die Überstimmulation so stark, dass ich ins Krankenhaus musste. Da mussten wir auch die Großeltern informieren und ich teilte es auch meiner Freundin mit. Sie freuten sich.

Bei der Blutabnahme im KH stellte sich heraus, dass der hcg-Wert zu niedrig ist. Mit der KiWU-Ärztin telefoniert. Sie sagte, beruhigen Sie sich, der Wert ist Ok, warten Sie die Tage ab, manchmal dauert das ein wenig. Ich hab ihren Rat befolgt, gehofft, gebangt und gebetet und tatsächlich, stieg der hcg-Wert, wie es sein soll. Ich wurde eine Woche später aus dem KH wieder entlassen mit guten Wünschen und wir sehen uns wieder zur Geburt. Bei der US-Untersuchung in der KiWU-Klinik sah alles gut aus und der Herzschlag war da. Tja zur Geburt sahen wir uns im KKH nicht, vier Wochen später zur Ausschabung. Beim ersten Untersuchungstermin bei der Frauenärztin in der 8 SSW plötzlich kein Herzschlag mehr da. Es ist zum Verzweifeln. Warum immer bei mir? Wieso können wir kein Kind bekommen? Was haben wir verbrochen, dass die Seelen nicht bei uns bleiben wollen. Wie sag ichs meinem Freund? Der Anruf war nicht schön. Er war auch sehr sehr traurig. Die Gespräche mit unseren Eltern halfen den Schmerz leichter zu ertragen. Auch gemeinsam die Tränen zu trocknen, tat gut. Doch der Schmerz bleibt. Auch die gut gemeinten Ratschlägen, "wer weiß für was es gut ist. Irgendwann wirst Du es wissen." hilft auch nicht weiter. Traurigkeit, Neid, Wut auf andere Schwangere. Mit der Zeit wird es besser, doch der Schmerz vergeht nie. Ich habe auch mir eine Hebamme gesucht und mir ihr über die Möglichkeiten des Abgangs zu sprechen. Letztendlich war mir ein Abgang zu Hause einzuleiten, zu gefährlich und hab mich für die Ausschabung entschieden.

Es tröstet auch das Wissen, zu den Statistiken zum Alter und genetischen Defekte. Ich habe keine Schuld und wir haben ja noch einen Versuch. Also nach der Ausschabung drei Monate gewartet. Dann kam Corona. Auch erstmal diese Entwicklung abgewartet. Alten Job gekündigt, Auszeit genommen, neuen Job begonnen. Der neue Job macht mir mehr Spaß und ich fühle mich im Umfeld wohler. Während der Auszeit haben wir dann beschlossen, den letzten Versuch zu wagen. Und siehe da, es hat sich eingenistet. Die Warterei bis zum ersten Untersuchungstermin war anstregend. Immer wieder kamen die Gedanken, wie wird des diesmal sein. Ist der Herzschlag da, alles gerecht entwickelt. Nein keine komische Gedanken, positiv denken und auf unseren Mohnkrümmel vertrauen. In der SSW 5+6 war dann endlich der Untersuchungstermin und die Erlösung, der Herzschlag da, alles so entwickelt wie es sein soll. Aus der KiWU-Klinik zur Frauenärztin entlassen. Glück genießen und freuen. Alles geht diesmal gut. Ich bin in der Lage ein gesundes Kind in 9 Monaten auszutragen, körperliche Veränderungen machen sich bemerkbar, Hebamme suchen, zum Geburtsvorbereitungskurs 2021 anmelden. Ein schönes Geburtsgeschenk für den Opa in ein paar Wochen. Mit unserem Kind sprechen es ermutigen gut weiter zu wachsen, unterstützen durch vitaminreiches gesundes Essen. Etwas Sport, kein schweres Heben usw. Dann eine Woche vor dem nächsten US-Termin kam ein komisches Gefühl auf, als wenn was nicht in Ordnung wäre. Was tun? Positiv denken und an unser Mohnkrümmelchen glauben. Die Arzthelferin fragte mich, wie mein Gefühl ist. Ich sagte seit ein paar Tagen gemischte Gefühle. Wir hofften beide auf positive Nachrichten. Ab zur Untersuchung. Es ist schön unsere mittlerweile großgewordene Kirsche zu sehen. Hände und Füße, das Gesicht. Alles in der richtigen Größe. Nur bereits beim ersten Blick, es gibt keine Farben auf dem US zu sehen. Die Ärztin ringt sichtlich um Fassung und sagt, leider ist kein Herzschlag mehr da. Es ist so grausam. Man findet keine Wort und man muss auch nichts großartiges sagen. Es ist nicht zu begreifen oder zum schönreden. Es ist wie es ist. Leider nichts. Ich bat die Ärztin nur, gleich alles in die Wege zu leiten. Hatte am selben Tag noch den Untersuchungstermin im KH. Auch hier bestätigte sich, kein Herzschlag. Termin für die nächste Ausschabung vereinbart. Und nun der Gang nach Kanossa - der Anruf bei meinem Freund? Er war wie geplättet und weinte am Telefon. Das gibt's doch nicht. Als er später nach Hause kam, war er um Jahre gealtert und unendlich traurig. Ich muss auch für ihn jetzt stark sein und bei mir kam das alles noch gar nicht so an. Es ist so kalt in mir.

Die ersten beiden Tage konnten wir nicht miteinander reden. Ich fühlte mich so einsam und verlassen. Drei Tage später hatten wir dann einen Streit, wo die Trauer bei uns richtig heraus brach. Jetzt trauern wir beide gemeinsam und auch jeder für sich. Gestern war die Ausschabung. Ich hatte Zeit mich von meinem Kind zu verabschieden. Zum Glück war ich allein im Raum, sodass ich Zwiegespräche führen konnte. Seelen verabschieden sich meist drei Tage später von der Erde. Ich hoffe, meine Schwester, die letztes Jahr an Krebs verstorben ist, oder unsere verstorbenen Großeltern haben unser Kind begleitet. In den nächsten Tagen werde ich im Garten unser Kind begraben. Ich hab mir diesmal einen Teil vom KH mit nach Hause geben lassen.

Ja nun ist wieder ein Sternchen mehr im Himmel, das uns beschützt und zuschaut. Doch es nicht wirklich zu begreifen und tut so weh. Auch die Gewissheit, dass es der letzte Versuch war. Wir werden keine Kinder haben. Es ist so ungerecht, dass manche Paar Familienzuwachs bekommen und wir nicht. Ich weiß, es wird mit der Zeit besser werden, der Schmerz wird nachlassen. Wie sagte mein Freund vorgestern, ich weiß nicht, warum ich noch aufstehen sollte und mich abrackere. Für wen, für was? Tja darauf konnte ich ihm auch keine Antwort geben. Mein Körper wird sich wieder verändern. Nochmals eine Behandlung in der KiWU; ich glaub´s nicht. Es ist körperlich und emotional anstrengend und auch finanziell. Wir mussten alle Behandlungen und Medis selbst bezahlen. Mein Freund sagte lapidar, wir können es ja noch ein Jahr so probieren. Doch wirklich daran glauben, tut auch er nicht mehr. Wie heißt es so schön, Leben ist das was passiert, während du planst. Tja wir hatten Wünsche und Träume und jetzt ist alles ganz anders. Der Verlust tut so weh. Zum Glück haben wir unsere Eltern und niemand darüber informiert. Wir wollten erst die 12 Wochen und das Ok vom Arzt abwarten. Jetzt lieg ich mit unseren Miezis auf der Couch, die sind so goldig, und weine und lasse der Trauer freien lauf. Ich finde keine Worte. Irgendwann müssen wir unsere Eltern sagen, dass es keinen Nachwuchs bei uns gibt und auch die letzte Chance nicht gut ausging. Meine Hebamme war auch sehr lieb, als ich sie informiert habe.

Eine Adoption kommt für meinen Freund nicht in Betracht.

Am 21.10. hat eine Bekannte Ihren Entbindungstermin, die kein Kind haben wollte bzw. sie sagt, ich kann mit Kindern nicht umgehen. Es ist wirklich nicht zu begreifen und verzweifeln, warum ausgerechnet wir kein Glück haben. Im Freundeskreis haben wir zwei Pärchen, die beide keine Kinder haben wollten und nun Kinder bekommen haben. Ich habe mich mit Ihnen dennoch gefreut. Es bleibt das Warum? Eine Antwort werden wir wohl nie darauf erhalten oder erst irgendwann im Himmel. Das Leben kann manchmal so grausam sein.

Es tat gut, dies hier alles niederschreiben zu können. Ich wünsche allen Frauen und Pärchen, die das gleiche Schicksal teilen viel Kraft und alles Liebe und Gute. Das Leben geht irgendwie weiter und es wird mit der Zeit leichter. Und geht irgendwo eine Türe zu, dann geht eine neue auf. Das hab ich schon mehrfach im Leben erfahren. Das tröstet mich ein wenig!


Alles Liebe
Eure Mami von drei Sternenkindern


zuletzt bearbeitet 15.10.2020 12:59 | nach oben springen

#2

RE: Dritte Fehlgeburt und es war der letzte Versuch

in Eure Geschichte 15.10.2020 13:44
von Susanne • 4.641 Beiträge | 4659 Punkte

Liebe sternenmami, leider fehlen mir die Worte.. Es tut mir unsagbar leid, welches Schicksal euch getroffen hat. Danke, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast. So viel Hoffnung und Leid... Und dann nun das zurecht kommen müssen mit dieser lebensverändernde Wendung- fühl dich fest gedrückt, Susanne


zuletzt bearbeitet 15.10.2020 13:44 | nach oben springen

#3

RE: Dritte Fehlgeburt und es war der letzte Versuch

in Eure Geschichte 15.10.2020 13:52
von Sternenmami (gelöscht)
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Liebe Susanne,
ich Dank Dir für Deine lieben Worte und die Umarmung. Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis wir damit zurecht kommen.

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