#1

Geschichte von unserem Windei

in Eure Geschichte 12.11.2019 03:48
von Ophelia Denöf • 198 Beiträge | 199 Punkte

Hallo Leute,
ich möchte mir meinen kompletten Frust von der Seele reden, achtung, der Text wird wahrscheinlich unendlich lang ;)
Ich bin 27 Jahre alt, habe einen wundervollen Lebensgefährten und seit April lebt auch noch ein kleiner Kater bei uns. Mein Freund und ich haben beide einen großen Kinderwunsch und können es kaum erwarten eine Familie zu gründen. Als ich Mitte August diesen Jahres einen positiven Test in der Hand hielt war ich zunächst trotzdem schockiert, ich hatte gerade meine Ernährung umgestellt und täglich Sport angefangen um ein paar Kilo abzunehmen, trotzdem wurde die Freude schnell riesengroß und ich vereinbarte einen Termin beim Frauenarzt. Da ich erst im Juni mit meinem Freund in eine andere Stadt zusammengezogen war musste ich mir nun einen neuen Frauenarzt in der Nähe suchen, keine gute Voraussetzung aber dazu später mehr.
Vor der Erstuntersuchung beim neuen Arzt vereinbarte ich ein Treffen mit meiner besten Freundin, ich kenne sie seit der Grundschule und wir hatten immer ein besonderes Verhältnis, auch wenn sie viel im Ausland unterwegs und nur selten in ihrer Heimat ist. Wir hatten uns lange nicht gesehen und ich freute mich sehr.
Meine Freundin verlor 2017 ihre kleinen Zwillingsjungs mit einer Frühgeburt, das ging mir damals natürlich sehr nah und ich versuchte immer für sie da zu sein (die Geburt fand im Ausland statt und ich hatte das Gefühl nicht so sehr für sie da sein zu können wie ich wollte, aber das ist nur meine egoistische Sicht). Ich wusste, dass sie Ende 2019 mit ihrem Lebensgefährten nach Neuseeland ziehen würde also überlegte ich hin und her, entschied dann ihr direkt von meiner noch sehr frühen Schwangerschaft zu erzählen damit sie die kurze Zeit die noch blieb voll miterleben kann, außerdem sehen wir uns sehr selten und ich wollte ihr persönlich davon berichten. Im Nachhinein betrachtet hätte ich mir das jedoch sparen können, ich spürte keine Freude ihrerseits, bekam den glorreichen Tipp dass ich zu diesem Zeitpunkt auch sehr schnell wieder nicht mehr schwanger sein kann und habe seitdem nichts mehr von ihr gehört. Ich fühle mich schlecht weil ich ihr mit dieser Nachricht vielleicht wehgetan habe, weil es ihre alten Wunden vielleicht aufreißt und ich bin enttäuscht von ihrer Reaktion. Als Teenager planten wir scherzhaft gemeinsam schwanger zu werden und Umstandsmode zu shoppen und jetzt sowas.
Der Termin beim FA fand eine Woche später statt, eine leere Fruchthöhle wurde festgestellt, mir wurde in einer absoluten Tortur Blut abgenommen und ich sollte ein paar Tage später wiederkommen. Bisheriger Eindruck FA: etwas kalt, sehr sachlich. Meine Arme haben sich nach diversen Versuchen des Blutzapfens blau gefärbt und ich fühlte mich schrecklich, ich googelte natürlich sofort wild herum um zu verstehen was genau sich da in mir befand, stieß immer wieder auf Berichte über Eckenhocker und klammerte mich an dieser kleinen Hoffnung fest.
Erneuter Termin beim FA, mir sollte wieder Blut abgenommen werden also ging es für mich als erstes ins Nebenzimmer, Arzthelferinnen und auch FA selbst schafften es dieses mal beide nicht mir Blut abzunehmen. Ich stellte mich auf noch mehr Blau auf meiner Haut ein. Als mein FA mir nach Tortur Nummer 2 im Vorbeilaufen ganz nebenbei mitteilte dass wenn er jetzt gleich beim Ultraschall wieder nichts sähe es sich bei mir wohl im eine "nicht gute Schwangerschaft" hielte bekam ich einen dicken Kloß im Hals. Ich konnte nicht fassen und verarbeiten was mir gerade gesagt wurde und noch viel schlimmer, auf welche Art und Weise. Ich ließ den Ultraschall noch über mich ergehen, immer noch die leere aber etwas gewachsene Fruchthöhle. Der FA untersuchte meine Eierstöcke und den kompletten Bauchraum, zum Glück war es wohl wenigstens keine Eileiterschwangerschaft. Ich möchte an dieser Stelle meinen Frust darüber betonen dass der FA mit mir über all das gesprochen hat während ich halbnackt auf der Liege lag. Ich finde das nicht in Ordnung und es kam mir so vor als wolle er mich einfach nur so schnell wie möglich loswerden. Ich möchte jede Leserin dazu ermutigen soetwas bei ihrem FA anzusprechen, wir sind nicht einfach nur "Arbeit" die gemacht werden muss. Ich war todtraurig und hätte mir wenigstens ein klitzekleines bisschen Anteilnahme, auch von dem FA gewünscht. Auf Fragen hin wich der FA dann auch noch aus, ich Verstand dass ich nun gehen soll und erhielt noch einen neuen Termin für die folgende Woche. Wie in Trance ging ich mit aufgesetztem lächeln aus der Praxis.
Zurück bei meinem Freund konnte ich dann endlich loslassen und berichtete von den Geschehenissen. Ich igelte mich die beiden folgenden Tage in der Dunkelheit unserer großen Bettdecke ein und trauerte, wollte nicht akzeptieren und konnte nicht verstehen - warum ich? Hätte ich das Verhindern können? Was, wenn es beim nächsten Mal wieder so verläuft? Diese Fragen stellen sich bestimmt viele in so einer Situation. Am dritten Tag schaute ich in den Spiegel, erblickte einen haufen Elend den ich so nicht kannte und färbte mir spontan meine Haare knallrot. Zweiter Blick in den Spiegel und oh hallo, ein wenig Selbstbewusstsein kehrte zurück.
Ich habe den neuen Termin nicht wahrgenommen und mir einen neuen FA gesucht. Interessante Info: den Frauenarzt im laufenden Quartal zu wechseln kostet offenbar Geld, das wusste ich bis dahin noch nicht.
Kein FA wollte mich aufnehmen, Annahmestopp, blabla, ich solle lieber beim aktuellen FA bleiben.
Ich verzweifelte zunächst ein bisschen und sorgte mich um alles, um vielleicht doch vorhandenen Eckenhocker, um vielleucht doch vorhandene Eileiterschwangerschaft, usw.
Meine Schwangerschaft verlief bis jetzt aber relativ entspannt und ich kümmerte mich besonders gut um mich selbst, backte Brot und Kuchen, entspannte mich jeden Tag in der Sonne und genoß das Gefühl total, obwohl ich wusste dass es kein Baby gibt. Ich hatte die Hoffnung, dass es ganz natürlich abgeht, suchte trotzdem weiter nach einem FA der mich aufnehmen könnte.
Mitte Oktober bekam ich leichte Blutungen spürte dass etwas in mir arbeitete. Ich blieb 3 Tage im Bett und wartete ab. Ich blutete leicht 7 Tage lang, dann war zunächst Ruhe. Ich kaufte mir einen Schwangerschaftstest und der zweite Streifen war nur noch sehr blass zu erkennen, also rechnete ich jetzt im November mit meiner Periode oder etwas Ähnlichem. Letzten Samstag, 10.11.19 legte ich mich ca. Um 3 Uhr nachts mit meinem Freund in unser Bett, so wie ich lag bekam ich leichte Schmerzen im Unterleib, bat um eine Schmerztablette und versuchte einzuschlafen, daraus wurde nichts. Die Schmerzen wurden stärker und intervallartig, die Pausen zwischendurch wurden kürzer, ich konnte irgendwann weder stehen noch liegen noch sitzen und in meinem Rücken zog es auch noch - na wo habe ich das denn schon mal gehört? Ich hatte Wehen und was für welche! Ich bat meinen Freund um mehr Schmerzmittel als ich in einer Pause kurz sprechen konnte, ich wollte ins Krankenhaus, am liebsten sofort, ich verfluchte den Tag an dem wir Sex hatten und diese Situation entstand und Ohrfeigte mich dafür nicht doch eine Ausschabung in Anspruch genommen zu haben, es tat so unglaublich weh und ich war so machtlos dagegen. Ich wollte meinen Liebsten eigentlich bei der nächsten Wehenpause darum bitten mir eine Tasche mit dem gröbsten fürs Krankenhaus zu packen, da ebbte der Schmerz plötzlich ab. Es war mittlerweile hell draußen, vielleicht 7 Uhr? Ich war fix und fertig und schlief direkt ein. Ich wachte gegen 11 Uhr Vormittag am selben Tag auf, keine Schmerzen, ich war hellwach und hatte hunger. Ich bemerkte ein seltsames Gefühl zwischen meinen Beinen und verschwand voller Neugierde im Bad. Bilder von kleinen Geburten hatte ich mir bereits angeschaut und ich bin was meinen eigenen Körper und dessen Produkte angeht schmerzfrei also mal schauen was wir da genau gemacht haben. Auf meiner Hand lag nun von Toilettenpapier umhüllt ein relativ großer Blutflotsch (so habe ich es getauft). Ich habe versucht das Ding etwas genauer zu untersuchen, es war aber ineinander verklebt und ganz schön fest, also zeigte ich es noch kurz meinem Freund und dann habe ich es entsorgt. Das mag jetzt komplett verrückt klingen und ich gebe jedem Recht der mich nun belehrt dass ich hätte auf jeden Fall zum Arzt gehen soll oder wenigstens mal mit einer Hebamme sprechen, aber ich bin ein klein wenig stolz auf mich, wir haben unsere erste kleine Geburt geschafft, ganz auf uns allein gestellt. Ich muss dazu sagen dass mein Freund Krankenpfleger ist und er die Situation wenigstens einigermaße einschätzen kann also hatte ich wenigstens eine Form von professionellem Personal dabei. Ich fühle mich 100 kg leichter und bin nun doch froh darum bei keiner Ausschabung gewesen zu sein. Nach dem nur noch leicht positiven Schwangerschaftstesr war ich wieder in so einer gefühlt unendlichen Trauer gefangen, schwanger aber halt nicht wirklich schwanger, kein Bild von einem Baby dass wir verabschieden können (ja, jammern auf hohem Niveau, ich weiß). Jetzt fühle ich mich gut, wir haben etwas gemeinsam durchstehen können, das gibt mir enorm viel Kraft, ich fühle mich stark und fähig eine Geburt zu überleben, ich bin außerdem froh nun zu wissen dass ich schwanger werden kann.
Ich möchte erneut betonen wie dumm es ist einen natürlichen Abgang fast ohne ärztliche Begleitung durch zu machen aber ich möchte bei unserer Geschichte bei der Wahrheit bleiben, darum gebe ich es offen zu. Ich bin ein Sturkopf und durch verschiedene Erlebnisse in meiner Vergangenheit enorm Ärztescheu, allein das Wort Ausschabung kam für mich nicht in Frage. Ich hätte mit einer Ausschabung vielleicht nicht so Abschied nehmen können wie ich wollte. Ich hätte mit einer Ausschabung aber auch vielleicht jetzt schon wieder schwanger sein können. Darum mache ich mir jetzt keine Gedanken mehr und bin zufrieden mit mir.
Für den nächsten Besuch in meiner Heimat plane ich einen kleinen Stein mit dem Spitznamen von unserem Windei auf das Grab meiner Oma zu legen, sie war wie eine zweite Mutter für mich, damit schließe ich das Thema dann endgültig für mich ab.
Ich bedanke mich bei jedem Leser für die Aufmerksamkeit. Ich habe leider momentan niemanden in meinem privaten Umfeld mit dem ich hätte darüber sprechen können, unsere Geschichte aufzuschreiben tat richtig gut.
Lasst es euch gut gehen und bleibt stark, alles Liebe,
Ophelia

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#2

RE: Geschichte von unserem Windei

in Eure Geschichte 12.11.2019 08:27
von Susanne • 4.612 Beiträge | 4630 Punkte

Liebe Ophelia, mein Mitgefühl für Deinen Verlust. Ich finde es nicht dumm wie Du mit der Situation umgegangen bist und so ist der normale Ablauf eines natürlichen Abgangs, den Du ja gut gemeistert hast. Eine ärztliche Betreuung in dem Sinne, dass der dabei ist oder zu dem man zur Kontrolle geht während des Wartens, findet in der Regel nicht statt und es ist immer ein einsamer Weg, weshalb es ja auch dieses Forum gibt.
Dennoch tut es mir leid, dass Du an so einen empathielosen Arzt geraten bist, die man leider zu 80% antrifft wie ich finde. Habe selber auch die Erfahrung gemacht.

Ich hoffe, Du Dich mit Deiner Freundin wieder annäherst. Immer eine blöde Situation für beide, die eine, mit dem Verlust, ist nunmal immer eifersüchtig auf die mit der Schwangerschaft.

Wollt Ihr es weiter versuchen ein Kind zu bekommen? Liebe Grüße, Susanne


zuletzt bearbeitet 12.11.2019 08:33 | nach oben springen

#3

RE: Geschichte von unserem Windei

in Eure Geschichte 12.11.2019 08:54
von Marie (gelöscht)
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Hi Ophelia,
Tut mir sehr leid was du erleben musstest. Fühl dich gedrückt ! Meine 1fg war auch ein Windei und ich kann mich noch sehr gut an das schreckliche, schwarze Loch im US, wo eigentlich ein kleiner Embryo hätte sein sollen erinnern :( ich hätte auch einen natürlichen Abgang, allerdings ging der beim Windei kaum anders als eine normale Periode von statten. Warst du schon zur Nachkontrolle ? Vielleicht sagst du bei der Arztsuche lieber nicht, dass du einen neuen brauchst, sondern dass du gerade umgezogen bist und keinen hast. Da kriegst du eher einen Termin.
Sprich mal mit deiner Freundin, die Trauer nach einer späten FG ist immens und sie hat vermutlich nur mit deinem Glück nicht umgehen können. Das hat sicher nichts mit dir zu tun , vermutlich kannst du es mittlerweile selbst nachvollziehen, dass jede Schwangere ein kleiner Stich ins Herz ist.
Wünsch dir alles Gute und, dass du bald wieder schwanger wirst und alles gut ist. Lg

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#4

RE: Geschichte von unserem Windei

in Eure Geschichte 12.11.2019 08:56
von Ophelia Denöf • 198 Beiträge | 199 Punkte

Hallo Susanne,
danke für deine frühe Antwort, ich habe mich gerade sehr gefreut von dir zu lesen :)
Ich wäre am liebsten schon wieder schwanger und es kann für mein Empfinden gar nicht schnell genug gehen bis ich wieder einen Eisprung habe, mein Freund ist zum Glück der gleichen Meinung. Ich möchte das ganze jetzt nur nicht so verbissen angehen was leichter gesagt als getan ist, ich sehe mich jetzt schon wieder zweifeln. Ich frage mich auch ob ich mich je wieder so sehr über eine Schwangerschaft freuen kann wie beim ersten Mal, ich bin ganz gespannt, kann es gleichzeitig kaum erwarten.
Liebe Grüße,
Ophelia

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#5

RE: Geschichte von unserem Windei

in Eure Geschichte 12.11.2019 09:02
von Susanne • 4.612 Beiträge | 4630 Punkte

Eine Folgeschwangerschaft wird sicher erstmal überschattet sein und die Narbe wird für immer bleiben. Das Erlebnis prägt einen. Ich drücke Dir die Daumen, dass eine neue Schwangerschaft schnell eintritt. Bis dahin könntest Du im Hibbelthread mitschreiben, wenn Du magst.

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#6

RE: Geschichte von unserem Windei

in Eure Geschichte 12.11.2019 09:22
von Ophelia Denöf • 198 Beiträge | 199 Punkte

Guten Morgen Marie,
Danke auch dir für die Antwort :)
Ich drücke mich momentan noch davor mir einen Termin zur Nachkontrolle geben zu lassen aber ich weiß ich muss :/ Ich habe mir dafür auch tatsächlich schon so eine Geschichte zurechtgelegt damit ich nicht wieder einen Korb vom neuen FA bekomme, wobei ich mittlerweile auch herausgefunden habe dass ich mich bei meiner Krankenkasse melden kann wenn mir die Aufnahme verweigert wird, das soll helfen.
Ich überlege noch wie ich mich nun am besten bei meiner Freundin melde. Nicht nur jede Schwangere, auch jedes Baby oder Kleinkind auf das ich so treffe berührt mich irgendwie momentan. Aber positiv denken, das Leben als nicht Schwangere genießen und endlich wieder Sushi essen gehen - da hatte ich vorsorglich drauf verzichtet, falls doch... ;)

Bei den Hibbelern schaue ich gerne vorbei Susanne, danke für den Tipp :)

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#7

RE: Geschichte von unserem Windei

in Eure Geschichte 12.11.2019 12:32
von Rumpelwicht • 53 Beiträge | 53 Punkte

Hallo,
ich musste letztens auch noch auf dem Untersuchungsstuhl des Gynäkologens die Diagnose MA entgegen nehmen. Während der Ultraschall von einer anderen Ärztin weiter gemacht wurde. In dem Moment war ich emotional nicht in der Lage mich dagegen zu wehren. Im Nachhinein empfinde ich die Situation als total entwürdigend! Und bin so wütend darüber, wie dort mit mir umgegangen wurde.
Deswegen kann ich deine Wut darüber verstehen, aber auch deinen Schmerz, dass es keine intakte Schwangerschaft war. Momentan geht es mir genauso, dass mir Schwangere oder junge Mütter innerlich nen Stich versetzen, aber ich hoffe, mit der Zeit wird es leichter.
Viel Erfolg für eine neue Schwangerschaft!

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#8

RE: Geschichte von unserem Windei

in Eure Geschichte 12.11.2019 12:37
von Anja • 82 Beiträge | 82 Punkte

Liebe Ophelia.

Vielen Dank für deine Geschichte. Es berührt mich zu lesen, wie du enttäuscht warst von der Reaktion deiner freundin und zugleich auch dich gefragt hast, was du ihr gegenüber falsch gemacht hast. Ich wünsche Dir von herzen, dass du vlt. irgendwann wieder dich bei ihr melden kannst (wenn du das willst), manchmal kann ähnlich erfahrener Verlust auch wieder zusammenschweißen. Ich verstehe aber durchaus deine Enttäuschung, der Satz es kann in dieser frühen zeit der Schwangerschaft auch sehr schnell wieder vorbei sein hätte mich auch verletzt.

Ich habe hier viel gelesen, dass es ogffenbar viele unempathsiche Frauenärzte/Frauenärztinnen gibt. Ich will dir sagen- es gibt auch Gute/Empathsiche! Meine FÄ hat mir beiden Varianten vorgestellt als ich am 1.11. erfahren habe, dass das Herz von unserem Pünktchen nicht mehr schlägt (Ausschabung vs. natürlicher Abgang) und mich nicht bedrängt, ihr Beileid bekundet. Auch das ganze Praxisteam war sehr lieb als ich ein paar Tage später verzeifelt mitteilte, dass ich nochmal bitte einen Ultraschall brauche um zu begreifen und zu verstehen dass unser Pünktchen nicht mehr hüpft. Ich finde wichtig dass du das erfährst, es gibt auch empathische offene FA/FÄ.

Deine Idee mit dem Stein auf dem Grab deiner Oma rührt mich. Ich wünsche Dir ein intensives Abschiednehmen mit diesem Ritual. Für dein Vorhaben bald wieder schwanger zu werden wünsche ich Dir Glück, Zuversicht und gutes Gelingen.

Anja

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#9

RE: Geschichte von unserem Windei

in Eure Geschichte 16.11.2019 17:22
von Umut • 2.635 Beiträge | 2637 Punkte

Hi, ich kann dich verstehen es ohne Arzt gemacht zu haben. Früher ging es auch. Ich war weder davor noch danach bei einem. Der Körper schafft das. Es ist nur out.

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