#1

Veränderungen nach Fehlgeburten

in Dies und Das 11.06.2021 18:55
von Isi • 5 Beiträge | 5 Punkte

Hallo zusammen,

Ich bin Isi und ganz neu hier. Habe mich gerade angemeldet, in der Hoffnung, dass mich eure Erfahrungen vielleicht etwas beruhigen und bestärken können.
Letztes Jahr im März haben mein Mann und ich uns entschlossen, zu versuchen schwanger zu werden. Im zweiten Zyklus hat es direkt geklappt und so hielt ich Mitte Mai einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand.
Zunächst war alles in Ordnung aber nach einiger Zeit habe ich leichte Schmierblutungen bekommen. Da es aber nicht lange auftrat und auch nur altes Blut war, haben Hebamme und Frauenarzt mir zu Ruhe geraten aber es nicht weiter für schlimm gehalten. Ansonsten lief auch alles super, der Embryo wuchs fleißig und wir durften auch erste Herzschläge hören und sehen. Als ich dann im Juli in der 12. Woche zum nächsten Kontrolltermin kam, war leider kein Herzschlag mehr zu sehen und der Embryo war offenbar auch schon kurz nach der letzten Untersuchung in SSW 9 verstorben, da er gar nicht mehr gewachsen war. Mein Mann und ich waren vollkommen fertig - damit hatten wir nicht mehr gerechnet.
Ich bin dann 2 Tage später zur Ausschabung ins KH gegangen. Irgendwie konnte ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, mein totes Kind weiter in mir zu tragen. In den darauffolgenden Zyklen hatte ich Zwischenblutungen und die Vertretung meines FA hat mich komplett verunsichert weil sie meinte irgendwelche Anomalien auf dem Ultraschall zur Nachkontrolle gesehen zu haben. Also wurde im Oktober noch einmal eine Gebärmutterspiegelung gemacht, bei der noch Reste gefunden wurden und mit einer Zange entfernt wurden.
Wir haben dann einen Zyklus abgewartet und es wieder probiert und es hat wieder im zweiten Anlauf geklappt, sodass ich an Neujahr wieder positiv getestet habe.
Jetzt war aber alles nicht mehr so entspannt. Mein FA hat mich sofort antanzen lassen aber -oh Wunder - man konnte noch gar nichts sehen. Dann bin ich gefühlt im Wochentakt bei meinem FA gewesen. Von Eileiter Schwangerschaft bis “Ne tut mir leid, das hat sich nicht entwickelt” über “vielleicht ein Spätzünder” habe ich alles gehört und regelmäßig Blut abgegeben um das HCG zu überprüfen. Auf dem Ultraschall sah man immer nur eine Fruchthülle, die auch größer wurde aber ein Embryo oder gar Herzschlag gab sich nicht zu sehen. In der SSW 8 ungefähr ist dann das HCG auch gar nicht mehr gestiegen und es stand fest, dass die nächste Fehlgeburt vor der Türe steht. Durch das ganze auf und ab hatte ich eh schon damit gerechnet. Die zweite Schwangerschaft hatte sich auch irgendwie falsch angefühlt. Mir war gar nicht schlecht. Dadurch hat es uns dieses Mal nicht so schlimm getroffen.
Eine AS wollte ich nicht nochmal - offenbar konnte mir da ja auch keine garantieren, dass keine Reste bleiben. Und so hatte ich Ende Februar meinen natürlichen Abgang. Das war wirklich sehr schmerzhaft. Ich hatte mich in Foren etwas eingelesen - da war die Rede von einer Nacht starke Schmerzen. Bei mir zog es sich eine Woche lang.
Die Nachkontrolle war dann in Ordnung und nach ca. 6 Wochen bekam ich wieder meine Periode.
Ich habe meine Gerinnung prüfen lassen und war auch bei der Humangenetik. Bei mir ist alles in Ordnung. Das Ergebnis von meinem Mann steht bei der Humangenetik noch aus. Wir haben beschlossen es jetzt etwas langsamer angehen zu lassen. Der zweite Versuch war glaube ich zu früh. Ich hatte das Gefühl sofort wieder schwanger werden zu müssen, weil mir jeder gesagt hat “Das klappt bestimmt schnell wieder”. Jetzt forcieren wir es nicht, passen aber auch nicht auf

So, das war erstmal meine Geschichte - bitte entschuldigt, es ist doch ein etwas längerer Text geworden.
Meine eigentliche Frage ist die:
Hat sich bei euch nach den Fehlgeburten bzw. Schwangerschaften der Zyklus auch sehr verändert?
Ich habe seit der ersten FG einen super starken Mittelschmerz, fast immer links. Teilweise kann ich mich kaum hinsetzen. Das hatte ich vorher gar nicht.
Jetzt gerade stehe ich am Anfang meines Zyklus und habe Unterleibschmerzen. Es fühlt sich an, als würde ich meine Tage bekommen - nur nicht ganz so stark. Die Periode ist ja aber gerade erst vorbei. In meinem Kopf führt das immer zu dem Gedanken “Mit mir stimmt etwas nicht”. Aber eigentlich war ich im vergangenen Jahr ja so oft beim FA und habe ja auch die Spiegelung gemacht und alle sagen, es ist alles ok.

Vielleicht hat ja jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir dazu berichten. Das würde mich sehr freuen ☺️

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Isi

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#2

RE: Veränderungen nach Fehlgeburten

in Dies und Das 11.06.2021 23:50
von eligr710 • 619 Beiträge | 623 Punkte

Liebe Isi,

es tut mir so leid, dass du zwei Fehlgeburten hattest. Ich kann deine Gedanken und Gefühle zu 100% nachvollziehen, weil es mir sehr ähnlich ging!

Ich hatte meine 2. FG im 13.SSW und das Embryo war nach der letzten Untersuchung in 10. Woche verstorben. Habe genauso wie du eine AS gemacht, weil ich in mir das tote Kind nicht tragen wollte. Danach hatte ich immer wieder Schmerzen im Zyklus, auch am Anfang und dachte immer, dass irgendwas nicht stimmt. Man konnte aber im US nichts sehen und mir wurde gesagt, dass es alles in Ordnung ist. Bin dann zum zweiten Mal schwanger geworden und es hat sich auch nicht richtig angefühlt, hab mich so wenig schwanger gefühlt. In der 8. Woche war eine leere Fruchthöhle da…danach in der Klinik wurde ein kleiner Embryo gefunden, aber auch eine Weile verstorben und sehr klein. Hatte damals auch einen natürlich Abgang.

Danach sind wir ins KiWu Zentrum, habe auch Gerinnung prüfen lassen und Humangenetik. Alles in Ordnung. PCO wurde festgestellt. Die Schmerzen waren aber wieder da und fast den ganzen Zyklus durchgehend. Auch sehr deutlich bei ES. Habe auch bei Endo zuckertest gemacht und da ist Insulinresistenz rausgekommen und dann hieß es sowohl bei der Endo als auch im KiWu Zentrum, dass es ja an Insulinresistenz liegen kann und ich brauche keine weiteren Untersuchungen und wir probieren einfach.

Nun bin ich zum 3. mal schwanger und es wird höchstwahrscheinlich in einer FG enden. Ich fühle mich zwar viel mehr schwanger als letztes Mal aber Embryo war zu klein und auch nicht weiter gewacht und Herzschlag war langsam bei der letzten Kontrolle. Mich lässt der Gedanke nicht los, dass mit der Gebärmutter was nicht stimmt. Nach Recherche und Austausch hier überlege ich, ob ich Gebärmutterschleimhaut Entzündung habe und ggf. Killer Zellen nach der Ausschabung. Die Entzündung muss keine Symptome machen. Dafür muss man eine Spiegelung mit Biopsie machen und mit Antibiotika behandeln. Die Killer Zellen kann man auch mit der Biopsie feststellen und da gibt es eine spezielle Behandlung.

Besonders mit Deiner Geschichte mit Resten in der Gebärmutter könntest du das Thema GMS Entzündung ansprechen und untersuchen lassen. In der Klinik meinten sie zu mir, dass man auch prophylaktisch Antibiotika nehmen könnte, auf Verdacht.

Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte. Ich wünsche dir viel Glück 🍀

Liebe Grüße
Eli

zuletzt bearbeitet 11.06.2021 23:51 | nach oben springen

#3

RE: Veränderungen nach Fehlgeburten

in Dies und Das 12.06.2021 09:11
von Isi • 5 Beiträge | 5 Punkte

Liebe Eli,

Vielen Dank für deine Antwort.
Mein erster Gedanke beim Lesen deiner Nachricht: Wow, unsere Geschichten sind sehr ähnlich!
Mir tut es auch sehr leid, dass du das schon zwei mal erleben musstest und jetzt vielleicht noch ein drittes Mal. Ich drücke dir die Daumen, dass es doch gut geht! Wie weit bist du denn aktuell?

Auf eine Gebärmutterentzündung hatte ich im KH vor der Spiegelung schon angesprochen. Die Ärztin hatte mich sehr gründlich untersucht und sagte mir, dass es nicht sein kann, weil ich dann schlimme Schmerzen gehabt hätte bei der Untersuchung, da sie meine Gebärmutter auch berührt hatte. Müsste man dann nicht auch zwischenzeitlich mal Fieber entwickeln oder so etwas? Ist ja jetzt schon 10 Monate her.

Meine Hoffnung ist derzeit noch, dass das normale Veränderungen nach einer FG bzw. Schwangerschaft sind. In anderen Foren hatte ich gelesen, dass viele Frauen nach einer Schwangerschaft starke Mittelschmerzen haben. Vielleicht verändert sich ja auch einfach der Körper nochmal und braucht ein bisschen länger um sich wieder zu normalisieren 🤷🏼‍♀️

Aber in jedem Fall denke ich, dass es nach solchen Erlebnissen normal ist auf Fehlersuche zu gehen. Ich horche ja wirklich sehr in sich rein und denke bei jedem bisschen, was ich früher ignoriert hätte “Da stimmt was nicht”
Trotzdem werde ich es mal weiter beobachten und eventuell nochmal zum FA gehen - auch wenn ich da nur wenig Lust zu haben so oft wie ich im letzten Jahr da war 😅
Isi

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#4

RE: Veränderungen nach Fehlgeburten

in Dies und Das 12.06.2021 10:02
von eligr710 • 619 Beiträge | 623 Punkte

Ich bin aktuell Ende der 9. Woche. Ich habe auch jedes Mal 5 Zyklen gebraucht, um schwanger zu werden und meine Zyklen sind ja länger, von daher waren es ca. 6 Monate zwischen den Schwangerschaften. Ich dachte so wie du, dass eine Entzündung sich bemerkbar machen muss…aber ich habe im Internet gelesen, dass es manchmal gar keine Symptome macht und ist chronisch entzündet. Bei mir ist die Ausschabung 14 Monate her. Ich glaube nicht, dass die Mädels hier so viel Symptome hatten, die Diagnose wurde gestellt nach 3. FG und einer Spiegelung mit Biopsie 🤷🏻‍♀️ Keine Ahnung. Ich werde es auf jeden Fall machen lassen.

Sonst gebe ich dir recht, nach SS/FG verspüren viele Frauen Mittelschmerz usw. bei mir hat es sich auch deutlich geändert. Ich habe bei dieser SS auch die Einnistung gespürt…

Ich verstehe dich voll, dass du nicht so oft zu FA möchtest. Es ist super nervig und anstrengend. Ich muss ja immer ins KiWu Zentrum für Monitoring, Blut abgeben, ES auslösen. Ich habe 2x im Monat Osteopatin für KiWu Behandlung. Dann Ernährungsberatung wegen Insulinresistenz. Dann zu Endokrinologin, ob die Metformintherapie funktioniert. Ich habe keine Lust mehr auf die ganzen Termine und will nur ein Kind kriegen…jetzt noch dann wahrscheinlich alle weiteren Untersuchungen. Na ja. Zusammenbeißen und weitermachen.

Schönes Wochenende ☀️

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#5

RE: Veränderungen nach Fehlgeburten

in Dies und Das 12.06.2021 15:15
von Kira_HB89 • 31 Beiträge | 31 Punkte

Liebe Isi,
Es tut mir sehr leid zu lesen, was du durchmachen musstest und musst.
Hier im Forum findet man wirklich so viel Hilfe und Zuspruch.Ob als stille Mitleserin oder aktiv.

Zu deiner Frage nach Veränderung:
Meine Zyklen sind nach der 1.FG (Stille Geburt bei 15+6) um 2-4 Tage länget als vorher,meinen ES merke ich deutlich, immer links mit einem starken Ziehen über 2-3Tage.
Ich weiß manchmal nicht,ob es einfach nur ist,weil man viel mehr auf Anzeichen achtet die mit dem KiWu einhergehen oder ob sich wirklich was verändert hat.
Auch ich habe nach einer weiteren FG bei 7+1 und einer biochemischen SS die Gebärmutterspiegelung machen lassen,obwohl ich keinerlei Symptome hatte.Festgestellt wurde eine Gebärmutterschleimhaut-Entzündung und erhöhte Killerzellen.

Aktuell bin ich nach Behandlung mit Antibiotika das 4.mal schwanger bei 6+5 und es ist diesmal alles zeitgerecht entwickelt.
Ich sende dir viel Kraft, drücke euch die Daumen für euren Wunsch und hoffe,dass du deinen Weg durch diese Zeit findest.

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#6

RE: Veränderungen nach Fehlgeburten

in Dies und Das 12.06.2021 16:48
von Isi • 5 Beiträge | 5 Punkte

Hallo ihr zwei,

@Eli: das klingt wirklich sehr stressig 🙁 dann will ich mich mal mit meinen FA Besuchen besser nicht beschweren 🙈
In einem anderen Beitrag bin dir hatte ich gelesen, dass dein HCG Wert nach der letzten Untersuchung hoch gegangen ist, richtig? Ich würde mich sehr freuen, wenn du dir umsonst Sorgen gemacht hast und alles gut ist!

@Kira: Ach krass, das hätte ich wirklich nicht gedacht, dass es so Symptom frei verlaufen kann. Hat dich denn dann dein FA zu der Spiegelung überwiesen nach der biochemischen SS oder hast du ihn/sie aktiv darauf angesprochen?

Ich vertrage leider immer die Vollnarkose nicht so gut und muss mich dann den ganzen Tag übergeben. Es grault mir daher noch mehr vor dem Gedanken das jetzt ein drittes Mal machen zu müssen!

Ich hatte meinen FA jetzt ehrlich gesagt so verstanden, dass Gerinnung und Humangenetik eigentlich die beiden Dinge sind, die man checken kann und das war es dann. Ich hatte auch überlegt meinen Arzt zu wechseln. Die haben mich in der zweiten SS da echt so verrückt gemacht. Hinzu kommt, dass ich jedes Mal mindestens 30 Minuten fahre und dann eine Stunde Wartezimmer auch der Normalfall sind. Auf der anderen Seite, habe ich glaube ich einen kleinen “Sonderstatus” bei ihm durch Vitamin B. Da habe ich Sorge, dass wenn ich wechsle, mir da vielleicht etwas verloren geht. Klingt irgendwie blöd aber ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.

Viele Grüße und euch auch ein schönes Wochenende!

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#7

RE: Veränderungen nach Fehlgeburten

in Dies und Das 12.06.2021 16:55
von Kira_HB89 • 31 Beiträge | 31 Punkte

Ich bin nach der biochemischen SS in die KiWu,weil ich ahnte,dass etwas nicht stimmt.Dort wurde ich dann überwiesen zur Gebärmutterspiegelung.

Ich habe auch schon oft daran gedacht die Praxis zu wechseln, da so viele Erinnerungen an die FG mitschwingen.Wenn du dich unwohl fühlst,warum auch immer, zöger nicht.Ich finde da muss es generell ausgeglichen sein auch mit Anfahrt/Wartezeit.
Man sitzt ja dann eh schon auf heißen Kohlen und dann noch so ewig warten usw...
Da meine FA aber sonst top und sehr lieb und verständisvoll ist,bleibe ich dort.

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#8

RE: Veränderungen nach Fehlgeburten

in Dies und Das 12.06.2021 18:48
von Ma_rie • 112 Beiträge | 113 Punkte

Liebe Isi,

erst einmal mein tiefes Mitgefühl für deine Verluste, es tut mir leid, dass auch du einen so steinigen und schmerzvollen Kinderwunschweg hast!

Nach meiner zweiten FG hat mein FA nur die Gerinnung checken lassen und die Schilddrüsenwerte wurden überprüft. Nach der dritten FG hat mich mein FA in die KiWu überwiesen und der Diagnostikmarathon begann. Bei zwei FG ist die statistische Wahrscheinlichkeit, dass es beim dritten mal klappt auch gut!

Ich wünsche dir, dass du dich gut betreut und begleitet fühlst und es beim nächsten Mal einfach klappt, dass wäre wunderbar! Ich drück euch die Daumen!

Auch ich habe die erhöhten Killerzellen und eine Gebärmutterentzündung, da bin ich grade am warten, ob die Plasmazellen nun im Normalbereich sind und die Behandlung erfolgreich war. Ich hätte nicht gedacht, dass da was nicht stimmt, es gab keine für mich ersichtlichen Hinweise.
Die Endometriums Biopsie kann auch unabhängig von der Gebärmutterspiegelung gemacht werden und dann ohne Betäubung. Da geht die Ärztin einfach mit einem ganz dünnen Stäbchen durch den Gebärmuttermund und nimmt eine kleine Probe. Wurde bei mir zwei Mal gemacht (beim ersten Mal war die Biopsie leidet nicht aussagekräftig, weshalb die Probe dann im Rahmen der Gebärmutterspiegelung gemacht wurde, die eh anstand), jetzt wurde eine Rebiopsie zur Überprüfung der Behandlung gemacht. Hat nur ganz wenig geschmerzt (auf Anraten der Ärztin Ibu 600 davor eingenommen, hat geholfen). Da du ja schon eine Gebärmutterspiegelung hattest wären anatomische Auffälligkeiten ja gesehen worden, deshalb wäre eine Gebärmutterspiegelung vllt eh gar nicht mehr notwendig ...

Bei mir sind alle zyklusbedingten Symptome auch viel stärker, ich bin sensibler und der Körper fühlt sich wohl an die FG erinnert (körpergedächtnis)... So meine Hypothese...

Meine Daumen sind gedrückt, liebe Grüße und ein schönes sonniges Wochenende!

zuletzt bearbeitet 12.06.2021 18:51 | nach oben springen

#9

RE: Veränderungen nach Fehlgeburten

in Dies und Das 13.06.2021 10:11
von Isi • 5 Beiträge | 5 Punkte

Hallo ihr lieben,

Vielen Dank für eure Antworten. Das fühlt sich echt gut an, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Auch wenn mein Mann und meine Familie und Freunde sehr liebevoll und verständnisvoll sind, können sie nicht immer alles nachvollziehen. Insbesondere dieses “In sich rein horchen” und der nicht weichen wollende Gedanke “Mit mir stimmt etwas nicht”.

Wie ich im ersten Post geschrieben hatte, haben mein Mann und ich entschlossen, erstmal den Druck für uns etwas raus zu nehmen. Ich hatte nach der zweiten FG mit NFP angefangen um zu verhüten - wieder auf Kondome zu gehen fanden wir irgendwie blöd. Da jetzt meine Untersuchungsergebnisse da sind, passen wir nicht mehr weiter auf und ich bin dazu übergegangen das NFP eher zum schwanger werden zu benutzen. Haben uns gestern darüber unterhalten, dass das ja eigentlich auch wieder Druck aufbaut und ich würde jetzt erstmal wieder damit aufhören.

Eigentlich mag ich meinen FA sehr, es war nur vielleicht alles etwas viel im letzten Jahr. Hab mich fast gefühlt als würde ich da wohnen 😅 da er ja auch alle meine Ergebnisse jetzt bekommen hat, werde ich erstmal noch da bleiben. Wenn ich wieder schwanger bin und merke, dass ich da wieder oft hin muss und mich das stresst, kann ich ja auch immer noch zu einem neuen Quartal den Arzt wechseln.
Das mit dem Körpergedächtnis finde ich eine sinnige Erklärung ☺️ Ich meine die GM wurde ja jetzt zum ersten Mal wirklich für ihren eigentlichen Zweck “aktiviert”. Da ist es für mich logisch, dass sich das Körpergefühl vielleicht noch mal verändert. Und gerade beim natürlichen Abgang wird sie ja auch noch einmal ganz anders beansprucht als bei der AS.

Vielen Dank für eure ganzen Worte. Ich werde das Thema Entzündung auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. Die Info, dass eine Spiegelung nicht nötig ist, ist auch sehr gut. Das klingt ja dann wirklich nicht nach so einem Aufwand - abgesehen von den eventuellen Schmerzen.
Jetzt werden wir erstmal wie geplant “normal” weiter machen. Mal schauen, was der dritte Versuch bringt.
Ich werde in jedem Fall berichten ☺️

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag 🤗

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