vor 2 Monaten in der 9./12. SSW
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vor 2 Monaten in der 9./12. SSW
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 07.03.2021 11:06von Nici • 5 Beiträge | 5 Punkte
Hallo liebe Community,
ich habe leider auch eine Geschichte zu erzählen. Meine Fehlgeburt fand in der 12. SSW statt, in der 9. Woche musste unser Engelchen von uns gegangen sein.I
Die ganze Geschichte:
Im November letzten Jahres haben mein Freund und ich erfahren, dass wir unerwartet schwanger waren. Wir waren uns zwar einig, dass wir "irgendwann" Kinder haben möchten,
aber mit 26 war es uns noch zu früh erschienen. Wir haben uns recht schnell von unserem "Plan zu Zweit" verabschiedet und auf das Kind gefreut.
Anfang der 9. SSW waren wir gemeinsam beim Ultraschall und konnten das Herzchen schlagen sehen, der nächste Termin stand im Januar an.
Ich freute mich riesig darauf neue Bilder zu sehen, war glücklich mit der Schwangerschaft und zufälligerweise war eine sehr gute Freundin von mir eine
Woche weiter als ich.
Am Samstag vor dem Ultraschalltermin habe ich plötzlich Blutungen bekommen und wir sind direkt in ein Krankenhaus gefahren.
Dort habe ich eine der schlimmsten Tage meines Lebens verbracht.
Ich ging alleine ins Krankenhaus und der Ultraschall war ziemlich schmerzhaft, da der Assistenzarzt den Schallkopf mit ziemlicher Kraft in mich reingedrückt
hatte "um besser sehen zu können". Ich war zwar nervös, habe aber bis dahin noch gedacht, dass alles gut werden würde. Mit den Bildern auf dem Monitor
konnte mein Gehirn in dem Moment nichts anfangen, "sieht doch normal aus" dachte ich nur. Auch als die Krankenschwester, die so lieb war und
währenddessen meine Hand gehalten hat sagte "Sie müssen da nicht hinschauen", hatte ich es noch nicht begriffen.
Ich zog mich wieder an und mir wurde gesagt: "Ich konnte leider keinen Herzschlag finden und der Entwicklungsstand entspricht der der 8. Woche".
Die Tränen kamen, ich durfte kurz vor die Krankenhaustür, vor der mein Freund wartete, um ihm das mitzuteilen und sollte dann im Krankenhaus bleiben,
damit "am nächsten Tag die Chefärztin nochmal drüber schaut".
Ich lag den kompletten Samstagnachmittag alleine auf meinem Zimmer und habe geweint und es nicht fassen können. Zwischendurch kam der Arzt und
erzählte mir etwas von der OP (Kürettage), die am nächsten Tag stattfinden würde. "Welche OP?", waren meine Worte und er klärte mich auf, dass wir morgen
dann die Ausschabung vornehmen würden. Das war der zweite Schock, ich konnte mir nichts schlimmeres vorstellen als schlafend vor diesem Arzt, der mir schon
beim Ultraschall solche Schmerzen bereitet hatte, zu liegen und mir diese Ausschabung anzutun. Das war zu viel.
Ich habe im Internet gesucht, ob die Ausschabung wirklich notwendig sei, weinend meine Hebamme zum dritten Mal angerufen, und mich dann
schlussendlich selbst entlassen. Dies war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können.
Am nächsten Morgen wachte ich mit Wehen auf und da lag es in der Binde.
Wir haben es am nächsten Tag begraben, ich habe einen Abschiedsbrief geschrieben und die Wochen danach gingen irgendwie um.
Ich habe mehr geweint als mein Partner, inzwischen ist es 2 Monate her, körperlich geht es mir gut.
Seelisch bin ich, besonders in den letzten Tagen, wieder richtig am Boden.
Ich würde gerne versuchen wieder schwanger zu werden (auch wenn ich weiß, dass es unser verlorenes Glück nicht ersetzen kann), denn diese Sehnsucht
nach dem Kind ist einfach da. Mein Partner hingegen möchte nun wieder verhüten und alles "so wie vorher geplant" machen - in einem Jahr dann vielleicht
mit der Kinderplanung beginnen.
Ich bin traurig, wütend, verzweifelt darüber, weil er nicht so fühlt wie ich und ich das Gefühl habe, dass diese Entscheidung über meinen Kopf hinweg
bestimmt wird. Der rationale Teil in mir weiß, dass ihn nicht die Schuld für alles trifft und es für ihn halt eine andere, weniger intensive Erfahrung war als für
mich. Aber ich weiß einfach gerade nicht, wie wir damit umgehen sollen, wenn wir da so unterschiedlicher Meinung sind. Eine Trennung kommt für mich nicht
in Frage.
Immer wieder denke ich an meine Freundin, die jetzt glücklich im 5. Monat ist und ja, da wäre ich jetzt auch gerne (das Thema Neid ist ja auch nochmal
so ein Thema für sich, eines dieser Gefühle, die man sehr stark empfindet, obwohl man sich rational gesehen natürlich für die eigene Freundin freuen sollte).
Ich weiß ehrlich gesagt gerade nicht, wie das alles weiter gehen soll. Wie habt ihr euch mit euren Partnern arrangiert?
Danke fürs Lesen und viel Glück für eure Zukunft
RE: vor 2 Monaten in der 9./12. SSW
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 07.03.2021 11:28von LizC • 122 Beiträge | 125 Punkte
Liebe Nici,
dein Verlust tut mir unglaublich leid. Ich weiß, wie schnell man sich auf das kleine Leben im Bauch einstellt und wie hart das Loslassen ist.
Ich kann dir nur den Tipp geben offen mit deinem Partner zu reden. Bei meinem Mann und mir hat es einige Wochen nach der Fehlgeburt gedauert bis wir über die Möglichkeit einer neuen Schwangerschaft gesprochen haben, aber dann war das Gespräch sehr gut. Teile deinem Partner offen mit, was du fühlst auch wenn es weh tut. Das ist das Einzige was hilft.
Ich bin auch neidisch auf meine schwangeren Kolleginnen. Zum Glück müssen die nicht arbeiten. Neid ist ganz normal auch wenn das für einen selbst schwer zu akzeptieren ist, weil man sonst eher nicht neidisch ist.
Ich hoffe, dass du für dich und deinen Partner einen Weg in ein klärendes Gespräch findest.
Liebe Grüße und eine große Umarmung,
Liz
RE: vor 2 Monaten in der 9./12. SSW
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 07.03.2021 19:46von Ophelia Denöf • 198 Beiträge | 199 Punkte
Hey liebe Nici,
bei manchen Ärzten/Ärztinnen wundert man sich echt wie gewaltsam die doch mit eher empfindlichen Zonen des Körpers umgehen. Das muss nicht sein und da lasse ich mir nix anderes mehr erzählen.
Stark von dir dass du dich selbst entlassen hast und dich für einen natürlichen Abgang entschieden hast. Ich finde es unmöglich dass oft nicht über die Alternative zur Ausschabung aufgeklärt wird, hauptsache es klingelt die Kasse.
Mit meinem Freund konnte ich immer offen über alles sprechen und er hat stets empathisch auf meine Gefühle reagiert, doch glaube ich dass es Männern schwer fällt diese besondere Verbindung zum verlorenen Kind und diese entstandene Leere vollständig nachzuvollziehen. Bei uns war es ähnlich, wir waren eigentlich noch nicht so weit mit der Kinderplanung, er wollte nach dem Verlust aber auch gerne schneller als ursprünglich geplant wieder einen Versuch wagen. Es muss ja auch nicht unbedingt sofort klappen, es kann zwei, fünf oder zehn Monate dauern bis das Folgewunder einzieht. Vor allem wenn man den Zyklus nicht komplett überwacht und genau weiß wann der Eisprung stattfindet, nur nach Lust und Laune Liebe macht. Vielleicht ist das schon ein Kompromiss für euch? Es "einfach und entspannt" drauf ankommen lassen?
Neid darfst du empfinden. Lass das ruhig eine Weile zu und schäme dich nicht für diese Gefühle, das ist total natürlich.
Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft, liebe Grüße
RE: vor 2 Monaten in der 9./12. SSW
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 09.03.2021 10:38von Nici • 5 Beiträge | 5 Punkte
Liebe Liz,
Danke für deine schnelle Antwort.
Ich habe es tatsächlich noch am Sonntag angesprochen und es tat gut sich auszuweinen.
Er war zuerst überrascht, dann aber haben wir kurz gesprochen und werden in den nächsten Tagen nochmal schauen und überlegen, wie es
in der Hinsicht weiter gehen soll. Das war eine große Erleichterung - Reden ist wirklich immer die Lösung.
Wie lange ist es denn bei dir her und wie kommst du inzwischen damit klar?
Liebe Grüße
Nici
RE: vor 2 Monaten in der 9./12. SSW
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 09.03.2021 10:49von Nici • 5 Beiträge | 5 Punkte
Liebe Ophelia,
dir auch einen lieben Dank für deine Antwort.
Ja das stimmt, wie ich dort behandelt wurde empört mich im Nachhinein nur noch. Auch, dass er es vielleicht nicht besser wusste, entschuldigt da für mich nichts.
Als ich es meinem Frauenarzt erzählt habe hat dieser auch gesagt, dass solche Untersuchungen nicht weh tun müssten (und das hat es vorher auch nie, auch nicht bei anderen Ärzten).
Danke, ich muss ehrlicherweise sagen, dass unsere Hebamme da auch einen großen Beitrag zu geleistet hat.
Ich habe mit ihr telefoniert und sie gefragt, was sie davon hält und wie der Ruf des Krankenhauses sei.
Zur Ausschabung selber konnte sie mir nichts sagen, aber zum Krankenhaus lautete der Wortlaut in etwa:
"Ich wohne zwar nur 5 Minuten davon entfernt, aber ich fahre immer in ein 40 Minuten entferntes KH."
Ihrer Offenheit und Ehrlichkeit verdanke ich es, dass ich den Mut gefunden hatte mich selbst zu entlassen. Und, dass ich auf mein Bauchgefühl gehört habe.
Darf ich fragen, wie es inzwischen bei euch aussieht? Wie seid ihr weiter mit der Situation umgegangen, wie geht es dir heute damit? Was hast du erlebt?
Mein Freund hat tatsächlich verständnisvoller reagiert, als ich erwartet hatte. Wir haben noch keinen endgültigen Entschluss gefasst, aber ich fühle mich
wieder einigermaßen verstanden.
Ich wünsche dir auch alles Gute und viele liebe Grüße
RE: vor 2 Monaten in der 9./12. SSW
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 09.03.2021 10:52von LizC • 122 Beiträge | 125 Punkte
Liebe Nici,
wie schön, dass du mit deinem Partner sprechen konntest. Du klingst auch richtig erleichtert. Das freut mich total. Ihr findet bestimmt eine Lösung, die für euch beide gut ist.
Bei mir ist es Donnerstag 6 Wochen her. Es gibt gute und schlechte Tage. Mittlerweile überwiegen schon die guten Tage, aber ich vermisse mein Kleines schon sehr oft. Ich freue mich schon darauf, wenn ich wieder Hibbeln darf.
Liebe Grüße,
Liz
RE: vor 2 Monaten in der 9./12. SSW
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 10.03.2021 21:28von Marina • 102 Beiträge | 105 Punkte
Liebe Nici,
Dein Verlust tut mir sehr leid.
Es ist manchmal kaum mit dem Verstand zu begreifen, wie schnell sich das Schicksal ändern kann 😓
Austausch mit dem Partner ist für mich auch wahnsinnig wichtig und heilsam, aber auch bei uns gabs nach den ersten schlimmen Tage eine Zeit, in der ich das Gefühl hatte, für meinen Partner sei es nicht so schlimm. Ich glaube aber auch, dass es für Männer rein körperlich so viel schwerer zu fassen ist und sie daher einfach auf eine andere Art damit umgehen. Ich denke, wenn man das gegenseitig akzeptieren kann, ist man sich dadurch eine große Stütze in so schweren Zeiten. Und nun, fast 3 Monate danach ist es schon viel leichter für uns beide geworden und das wird es zu seiner Zeit auch bei dir!
Fühl dich feste umarmt ♥️
RE: vor 2 Monaten in der 9./12. SSW
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 11.03.2021 18:51von Nici • 5 Beiträge | 5 Punkte
Danke ihr beiden.
Ja, man hat leider gute und schlechte Tage - momentan überwiegen die schlechten wieder mehr.
Ich fühle mich momentan wie eine schlechtere Version von mir selbst - ich habe eigentlich nie anderen etwas missgönnt oder mich mit derart
negativen Gedanken und Gefühlen auseinandersetzen müssen und ich hoffe, das geht wieder vorbei.
Aber ich sehe überall Babys und jünge Mütter, ärgere mich innerlich und fühle mich ungerecht behandelt, wenn ich rauchende Eltern sehe oder
Menschen, die offensichtlich einen ungesünderen Lebensstil als ich pflegen.
Ich weiß, dass das absolut nicht fair ist und jeder seine eigene Geschichte hat, sein eigenes Glück verdient hat und ich nicht das Recht dazu habe,
fremde Menschen zu verurteilen, aber das schlechte Gewissen vertreibt den Ärger nicht.
Ging es euch auch so? Wie seid ihr damit umgegangen?
Vielleicht hilft es ja wirklich, sich ins hibbeln zu stürzen - aber das abschließende Gespräch bzw. die letzte Entscheidung steht leider noch aus.
Liebe Grüße,
Nici
RE: vor 2 Monaten in der 9./12. SSW
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 11.03.2021 19:41von LizC • 122 Beiträge | 125 Punkte
Liebe Nici,
du hast es sehr gut beschrieben: Ich bin auch eine schlechtere Version von mir selbst. Meine Hausärztin hat mir heute noch einmal gesagt, dass das in dieser Situation auch völlig ok ist.
Ich bin im Moment auch so wie du. Ich möchte anderen Menschen nichts missgönnen - so war ich nie, aber ich kann im Moment nicht anders. Im meinem Kollegium waren wir zu sechst schwanger - und ich muss unbedingt diejenige sein, die die Statistik erfüllt, dass eine von sechs Frauen eine Fehlgeburt hat. Auch wenn ich mich dafür nicht leiden kann kommt die Frage trotzdem: warum ich? Was macht mich zum schlechteren Mama-Kandidaten als die anderen fünf? Schön ist das nicht und ich möchte auch nicht, dass andere Frauen so etwas durchmachen müssen, aber es fühlt sich unfair an. Das wird vergehen. Bei mir und auch bei dir. Im Moment müssen auch solche Gefühle ihren Platz haben.
Was das Hibbeln betrifft: Ich kann gut verstehen, wenn man es schnell wieder versucht. Ich habe es in dem Sinne leichter als du, weil mein Mann und ich noch gar nicht Hibbeln dürfen, weil meine OP noch aussteht. Deswegen mussten wir auch nicht entscheiden ob wir sofort wieder einen Versuch starten wollen oder nicht. Was deine Situation betrifft drücke ich dir ganz fest die Daumen, dass ihr eine Lösung findet, die euch beide glücklich macht.
Liebe Grüße und eine große Umarmung,
Irina
RE: vor 2 Monaten in der 9./12. SSW
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 12.03.2021 23:18von Nici • 5 Beiträge | 5 Punkte
Liebe Irina,
laut meinem Frauenarzt ist es sogar jede 4. - 5. Frau. Es macht den Verlust zwar nicht weniger schmerzhaft, aber mir hilft es tatsächlich zu wissen,
dass ich gar nicht so sehr "die Ausnahme" bin, weil ich dadurch wieder Mut für die Zukunft schöpfen kann (obwohl ich mir wünschen würde, dass
niemand so etwas durchmachen muss).
Was du schreibst könnten auch 1 : 1 meine Gedanken sein - aber deine Ärztin wird recht haben, dass es nur an der aktuellen Situation liegt.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es uns anders gehen würde, wenn wir erneut schwanger wären. Wobei ich gleichzeitig ein schlechtes Gewissen unterdrücken
müsste, denn ich will ja nicht das erste Kind irgendwie ersetzen o. ä.. Aber es würde den Anblick anderer Mütter mit ihren Kindern zumindest
erträglicher machen.
Hach, darüber muss ich noch das endgültige Gespräch mit meinem Freund am Wochenende führen. Ich möchte es ihm eigentlich so sagen, wie
ich es hier schreibe, aber ich habe Angst, dass er mich nicht versteht oder sagt, dass wir trotzdem noch Warten sollen aus Grund XY. Naja, ich werde
mal berichten.
Welche OP steht denn noch an bei dir, wenn ich fragen darf? Meinst du eine Ausschabung?
Falls es dir hilft: bei mir hat es tatsächlich knapp 2 Monate gedauert, bis der hcg-Wert bei 2 lag und auch alles ausgeblutet war.
Ich hatte noch eine Regelblutung danach abwarten müssen, bis alles raus war, aber in den meisten Fällen schafft der Körper es von selbst.
Wie geht es dir denn körperlich?
Liebe Grüße und fühl dich auch umarmt,
Nicole
RE: vor 2 Monaten in der 9./12. SSW
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 13.03.2021 00:29von LizC • 122 Beiträge | 125 Punkte
Liebe Nici,
ich finde mich auch in deinen Worten wieder. Ich würde sehr gerne wieder schwanger werden aber auch ich habe bei dem Gedanken ein schlechtes Gewissen weil ich mein liebes Kleines auch nicht einfach ersetzen möchte. Ich bin aber mittlerweile fast so weit, dass ich ein neues Baby als Geschwisterchen für mein Kleines sehen würde, nicht als Ersatz. Mein Sternenkind würde dann vielleicht von seinem Stern aus auf seinen Bruder oder seine Schwester aufpassen.
Ich bekomme Mittwoch meine Biopsie-Ergebnisse vom Gebärmutterhals. Ich habe leider das krebserregende HP Virus und Veränderungen am Gebärmutterhals. Mein Arzt ist aber sehr positiv, dass ein kleiner Eingriff ausreicht. Dann könnte ich zum Sommer hin wieder versuchen schwanger zu werden. Die Wartezeit ist hart, aber es gibt mir auch Gelegenheit vollkommen bereit für eine eventuelle neue Schwangerschaft zu sein. Im Moment wäre ich sowieso noch zu traurig über die Fehlgeburt.
Ich verstehe, dass du nervös vor dem Gespräch mit deinem Freund bist. Man legt da sein Innerstes „ auf den Tisch“ und hat Angst kein Verständnis zu finden. Mein Mann ist manchmal zu zartfühlend wie ein Wüstenkaktus, aber seit der Fehlgeburt überrascht er mich immer wieder mit großem Verständnis und Feinfühligkeit. Er hing auch sehr an unserem Kind. Vielleicht überrascht dein Freund dich auch positiv- ich hoffe es so sehr für dich. Es wird bestimmt ein gutes Gespräch und ihr findet einen gemeinsamen Weg.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen und schicke dir eine riesige Portion Kraft.
Ganz liebe Grüße,
Irina
RE: vor 2 Monaten in der 9./12. SSW
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 15.03.2021 01:13von Ophelia Denöf • 198 Beiträge | 199 Punkte
Hey Liz,
unter den Mutmachposts findest du eine kleine Zusammenfassung von unserer Geschichte -> Mutmach-Posts von Müttern mit Regenbogenbabys
Ich freue mich riesig, dass du mit deinem Freund doch so gut reden konntest, darüber sprechen hilft einfach so viel!
Unser Regenbogenmädchen kam im 2. ÜZ nach der FG zu uns. Irgendwie hatte ich das Gefühl die Schwangerschaft nicht so genießen zu können wie ich es bei der ersten getan hätte, war eher heilfroh als sie endlich da war und ich sie in meinen Armen beschützen konnte. (Die Schwangerschaft war aber trotzdem auch eine sehr schöne Erfahrung)
Heute spreche ich in Familien- und Freundeskreis immer noch offen über die erste Schwangerschaft und egal wie klein es war, dieses Zauberwesen namens Po bleibt mein/unser erstes Kind.
Mein Freund und ich sind uns ganz sicher dass es noch nicht bereit war weil es seiner Schwester zuerst den Weg zu uns zeigen wollte. Po hat aber hoffentlich bald seine Koffer fertig gepackt und kommt mit dem nächsten Storch zu uns, es fehlt uns.
Ich hoffe es geht dir gut, liebe Grüße
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