#1

3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 18.12.2020 09:10
von Steffi-3009 • 514 Beiträge | 522 Punkte

Susanne, die idee finde ich super, danke! Sind ja scheinbar ein paar die das betrifft, vllt finden wir uns hier zusammen und bekommen einen Überblick, das würde sehr helfen..

Nur kurz zu mir: ich hatte 3 fehlgeburten in diesem jahr und leider noch keine kinder. Zu dem schmerz kommen einfach große zukunftängste, dass es niemals klappt. Ich habe nie daran gezweifelt, dass ich gerne kinder hätte..

Bei mir wurde bisher untersucht:
- Hämatologie: bis auf antikörper M unauffällig
- Humangenetik: bei meinem mann und mir gott sei dank unauffällig
- Schilddrüse (tsh, ft3, ft4): unauffällig
- Gebärmutterspiegelung: etwas nach hinten gekippt und etwas herzförmig, aber laut ärzte "nicht der rede wert", nur minimal ausgeprägt, steht einer ssw nicht im Wege, sonst würde sich wohl gar nicht erst etwas einnisten und bis zur 12. Woche halten können

Jetzt wird der antikörper m erforscht, ob der nicht quasi gegen eine ssw arbeitet, mein kleines wurde auch zum genetiker geschickt um zu gucken, ob man vllt einen Grund finden kann und ab dem 8.2. Sind wir in der kiwu-klinik in behandlung.

Wie ist es bei euch?

nach oben springen

#2

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 18.12.2020 16:45
von GoldeneHimbeere • 227 Beiträge | 230 Punkte

Hallo, ich bin auch neu hier und ebenfalls betroffen. Im August 2019 einen frühen Abgang, im Juni 2020 eine MA in der 9. Woche und jetzt wieder MA in der 9. Woche. Am Montag habe ich erfahren, dass es sich nicht entwickelt hat und kein Herzschlag mehr zu finden ist. Ich bin sehr wütend. Mir wurde angeboten den Embryo untersuchen zu lassen. Ich habe erst zugestimmt und dann doch dagegen, weil die Ärztin zu mir sagte, dass "es sein kann, dass man eine Erbkrankheit findet die irgendwann mal bei mir ausbricht, oder eben bei meinem Mann." Ich habe ihr gesagt, wenn ich schwer krank bin, möchte ich das jetzt bestimmt noch nicht wissen. Im März lass ich die Gerinnung kontrollieren.. In der Hoffnung, dass es daran liegt. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Forum gefunden habe. Ich schaffe es nicht länger, alleine damit zu sein. Mein Mann tut alles mögliche, aber ich habe einfach das Bedürfniss mich mit anderen auszutauschen und bin mir jetzt doch nicht mehr so ganz sicher mit meiner Entscheidung, die humangenetische Untersuchung des Embryos nicht machen zu lassen... Viele liebe Grüße an alle und viel Kraft

nach oben springen

#3

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 18.12.2020 17:16
von Susanne • 2.916 Beiträge | 2930 Punkte

Hallo goldeneHimbeere, herzlich willkommen und mein Mitgefühl für Deine Verluste. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Aussage deiner Ärztin richtig ist, gehört hatte ich das bislang noch nicht. Ich an deiner Stelle würde ein humangenetisches Labor anrufen und denen die Situation schildern, und eben auch fragen, ob das so richtig ist. Tatsache ist jedoch, dass in nur der Hälfte der Fällen eine genetische Ursache überhaupt gefunden wird. Meistens kommt kein Ergebnis dabei heraus. Daher würde ich davon nicht unbedingt die Entscheidung abhängig machen, sondern davon mit welchem Update du dich am wohlsten fühlen würdest. Liebe Grüße Susanne

nach oben springen

#4

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 18.12.2020 18:11
von GoldeneHimbeere • 227 Beiträge | 230 Punkte

Liebe Susanne, vielen Dank für die Antwort. Ja, ich war auch sehr verwundert und dann sehr verunsichert. Habe mich im Netz belesen und diesbezüglich auch nichts gefunden.
Wenn es eine willkürliche Chromosomenstörung war, dann muss es nicht zwingend sein, dass es bei der nächsten Schwangerschaft wieder passiert. Falls wir eine Chromosomenstörung vererben, dann kann man das auch später noch herausfinden, nach der Ausschabung, indem wir uns humangenetisch untersuchen lassen. Ich bin sehr überfordert im Moment und habe Angst vor der Ungewissheit. Dennoch möchte ich nicht den Kopf in den Sand stecken und versuche nach vorne zu blicken. Ich finde es toll, dass man sich hier austauschen kann.

nach oben springen

#5

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 18.12.2020 18:17
von Susanne • 2.916 Beiträge | 2930 Punkte

Ja, richtig, Chromosomenfehler treten willkürlich auf und es besteht nicht zwingend eine Wiederholung, und in den meisten Fällen ist es entweder ein zufälliger Fehler bei der Zellteilung oder aber es liegt etwas körperliches vor. Ich würde sagen, in den seltensten Fällen ist es ein humangenetisches Problem. Daher würde ich erstmal alles andere ausschließen bevor ich an eine genetische, vererbbare Komponente denken würde.
Aber wie gesagt wegen der Aussage der Ärztin würde ich ein Labor anrufen oder anschreiben, die helfen da weiter. Falls Du das tust, würde ich mich über Rückmeldung von Dir freuen!

Wie möchtest Du denn vorgehen, tendierst Du zur OP oder zum natürlichen Abgang?

Für das Gespräch zu Folgeuntersuchungen ist es vermutlich noch zu früh gewesen, oder?


zuletzt bearbeitet 18.12.2020 19:24 | nach oben springen

#6

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 18.12.2020 18:31
von GoldeneHimbeere • 227 Beiträge | 230 Punkte

Hallo Susanne, das große Problem ist, dass die Ausschabung am Montag ist und ich keine Zeit mehr habe mich zu informieren. Heute habe ich in einigen Laboren angerufen aber keinen an die Strippe bekommen, der mir meine Fragen beantworten konnte. Leider.Am Montag versuche ich nochmal das Gespräch mit dem Oberarzt zu suchen, der mir sicherlich meine Fragen beantworten kann. Ich denke ich werde den Embryo nicht untersuchen lassen und die Gerinnungsambulanz abwarten, dann können mein Mann und ich uns immer noch untersuchen lassen.
Ich wollte erst einen natürlichen Abgang, habe aber Angst davor, dass ich unter Umständen zusätzlich ausgeschabt werden muss. So hab ich es schnell hinter mir. Hoffentlich, gerade wegen Weihnachten. Heute ging es mir den ganzen Tag recht gut. Immer mal wieder bin ich in Gedanken versunken und eben kam es über mich und es brauch aus mir heraus. Ich denke, dass ist wichtig.
Was meinst du mit dem Gespräch zu Folgeuntersuchungen?

zuletzt bearbeitet 18.12.2020 18:33 | nach oben springen

#7

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 18.12.2020 19:18
von eligr710 • 619 Beiträge | 623 Punkte

Es tut mir so leid, dass es dich auch betroffen hat 😔

Ich habe meine beide FGs untersuchen lassen, das erste mal war Trisomie 21, spontane nicht genetische Mutation, also Pech und das zweite mal keine Auffälligkeiten. Wir haben sogar unsere Chromosomen untersuchen lassen, auch alles gut.

Bei einer Folgeschwangerschaft kann aber ein Chromosomenfehler auch so entstehen oder nicht...das kann man halt nicht vorhersehen. Habe auch als Konsequenz die Gerinnung untersuchen lassen, da keine Auffälligkeiten beim Embryo...Gerinnung passt auch. Also kann ich mir jetzt nur noch den Kopf zerbrechen.

In KiWu Zentrum wurde mir gesagt, dass Menschen, die Translokationen haben, kriegen auch gesunde Kinder, nur seltener wie Menschen ohne Translokationen. Und sonst wenn das Baby mal einen Chromosomenfehler hatte, wird dann einfach Ersttrimesterscreening empfohlen. Das kannst du aber so oder so machen.

Wenn du eure Chromosomen nicht untersuchen möchtest oder nicht dafür bereit bist, dann wird die Embryoanalyse dich nicht wirklich weiter bringen (meiner Meinung nach). Außer du möchtest noch dazu das Geschlecht wissen. Ich weiß beide Geschlechter, für mich persönlich ist es was schönes, da ich jetzt meine Babys mir bildlich vorstellen kann, wenn ich an sie denke. Interessant ist, dass ich irgendwie ein Gefühl hatte welches Geschlecht es bei der 2. FG war und es wurde bestätigt :)

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft für Montag!

Liebe Grüße
Eli

nach oben springen

#8

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 18.12.2020 19:23
von Susanne • 2.916 Beiträge | 2930 Punkte

Hat Deine Ärztin schon mit Dir über weiterführende, nach der 3. Fg mögliche Untersuchungen gesprochen, das meinte ich. Aber vermutlich war es am Tag der Feststellung des fehlenden Herzschlags noch zu früh dafür?

nach oben springen

#9

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 18.12.2020 19:53
von GoldeneHimbeere • 227 Beiträge | 230 Punkte

@ Eli
Ich denke wir werden uns genetisch untersuchen lassen, wenn die Gerinnungsambulanz nichts findet.. Es ist wirklich sehr schwierig für mich damit zurecht zu kommen. Ich möchte so schnell wie möglich damit abschließen. Vielen Dank!!
@Susanne
Sie hat mir angeboten, wenn ich noch Fragen habe oder Unterstützung brauche soll ich anrufen. Erstmal hat sie mir nur die Untersuchung in der Gerinnungsambulanz empfohlen.

nach oben springen

#10

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 19.12.2020 15:11
von Cinou81 • 344 Beiträge | 346 Punkte

Hallo GoldeneHimbeere

Ich hatte leider auch 3 Fehlgeburten innert einen Jahr, den Embryo und die Plazenta aus der 15. SSW haben wir untersuchen lassen. Meine Ärztin im Spital hat mir das auch mitgeteilt, dass man Krankheiten, die mich betreffen, finden könnte. Auf dem Formular konnte ich dann ankreuzen, ob ich darüber informiert möchte oder nicht. Evt gibt es bei dir die Möglichkeit auch?

@Steffi: es tut mir sehr leid dich hier zu finden 😢

zuletzt bearbeitet 19.12.2020 15:12 | nach oben springen

#11

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 19.12.2020 16:33
von GoldeneHimbeere • 227 Beiträge | 230 Punkte

Hallo Cinou,
Vielleicht gibt es die Möglichkeit, muss ich mal fragen. Ich weiß aber nicht wie und ob es überhaupt möglich ist das jetzt so kurzfristig noch zu planen. Die Ausschabung ist am Montag und der Transport zu dem Labor müsste noch organisiert werden. Vielleicht lasse ich es einfach nicht untersuchen. Ich weiß auch nicht, ob ich nochmal einen Versuch starten will. Die Chance für eine weitere FG liegt bei der vierten Schwangerschaft bei 45%.. Das ist schon einiges und diese Zahl verängstigt mich sehr. Vielleicht würde ich es noch einmal schaffen, weiß es aber nicht. Vielleicht sollten wir uns auch einfach damit abfinden... Ich wünsche allen nur das Beste in solch schwierigen Zeiten.

nach oben springen

#12

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 19.12.2020 17:06
von Susanne • 2.916 Beiträge | 2930 Punkte

Habt ihr schon Kinder?

nach oben springen

#13

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 19.12.2020 17:34
von GoldeneHimbeere
avatar

Nein, leider nicht

nach oben springen

#14

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 19.12.2020 17:42
von Susanne • 2.916 Beiträge | 2930 Punkte

Es ist natürlich eine ganz persönliche Entscheidung, ob man es weiter versuchen will und ob die Kraft ausreicht. Aber ich denke, dass die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie noch lange nicht ausgeschöpft sind. Es gibt noch einige Stellschrauben, an denen gedreht werden kann. Was also diesen Punkt angeht, würde ich die Hoffnung und den Wunsch noch nicht aufgeben.
Was die persönliche Ausdauer angeht, ist es natürlich so eine Sache... Du bist jetzt gerade noch mitten drin, und siehst womöglich kein Licht am Ende des Tunnels. ABER ich bin mir fast sicher, dass Du an den Punkt wieder kommen wirst, an dem der Wunsch, die Kraft und die Hoffnung wieder da sind und über die Angst siegen werden! Das wird noch dauern und erstmal musst Du den Montag hinter Dich bringen, aber wenn der Körper etwas geheilt ist und die Seele wieder etwas lächeln kann, dann könnte ich mir vorstellen wird der Wunsch wieder da sein.
Und wenn es so weit ist, dann würde ich Dir entweder den Besuch in einer Abortsprechstunde oder in der Kiwu anraten. https://www.fehlgeburt.info/wissenswerte...e-und-therapie/ Schau einmal hier - es gibt einige mögliche Punkte, die Euch momentan vielleicht noch scheitern lassen


zuletzt bearbeitet 19.12.2020 18:09 | nach oben springen

#15

RE: 3. Fehlgeburt und wie es weiter geht

in Diagnose "Habituelle Aborte" 19.12.2020 18:07
von GoldeneHimbeere • 227 Beiträge | 230 Punkte

Hallo Susanne,
Ich denke auch, dass ich irgendwann wieder nach vorne blicken kann und vielleicht nochmal Kraft aufbringen kann. Du hast Recht, im Moment bin ich mitten in dem Strudel aus Verzweiflung und Angst. Ich denke auch, wenn die OP vorbei ist kam ich Ich eher nach vorne blicken. Ich werde deinen Rat beherzigen und mich informieren über mögliche Behandlungen. Danke für den tollen Zuspruch. Vielleicht darf ich irgendwann diejenige sein, die hier einer Betroffen Mut zuspricht.

nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 2 Gäste sind Online

Forum Statistiken
Das Forum hat 1011 Themen und 20513 Beiträge.


Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen