Heute war die Geburt unserer kleinen Kirsche, nur wenige Tage, nachdem wir erfahren haben, dass sie nicht mehr lebt. Es ist meine zweite Fehlgeburt hintereinander, bisher leider ohne lebende Kinder.
Beim ersten Ultraschall bei 8+3 sah noch alles super aus. Die Wochen vergingen, der Bauch fing zart an zu wachsen und es stellte sich zum ersten Mal so etwas wie Ruhe und Vorfreude bei uns ein. Leider bekam ich dann bei 12+1 auf einmal Schmierblutungen, die bald nicht mehr weggingen, und es wurde klar, wir müssen kurz vor Ende des Jahres auch dieses Kind gehen lassen.
Heute früh begann dann die kleine Geburt. Am Abend zuvor hatte ich schon ziemlichen Druck nach unten gehabt, die Blutung war aber noch sehr leicht. Heute morgen merkte ich dann aber schon beim Aufwachen das Rinnsal, die dicke Nachtbinde war komplett durchgeblutet. Ich schaffte es kaum ins Bad, ehe ein ordentlicher Schwall Blut und Koagel herauskamen und die wehenartigen Schmerzen begannen.
Über eine Stunde lief es danach einfach aus mir heraus... eine beeindruckende, wenn auch irgendwie unheimliche Erfahrung. Wenn ich mitpresste, kamen auch größere Koagel mit. Da ich direkt nach dem Aufstehen aber noch nicht die Kraft dazu hatte, länger durchzuhalten und mir auf den Knien ständig der Kreislauf absackte, entschied ich mich schließlich dazu, erst einmal Schmerzmittel zu nehmen und mich wieder hinzulegen (mit den Schmerzen war das zwischenzeitlich kaum möglich geworden), zu essen und zu trinken.
Am Mittag nach dem Aufstehen ging ich dann zur Toilette, wo ich unerwartet nur noch leicht pressen musste und unser Kind mit dem Sieb auffangen konnte. Den anstrengenden Teil hatte ich also tatsächlich schon überstanden gehabt. 😉
Die Fruchtblase sieht sehr ähnlich aus wie beim letzten Mal, nur etwas größer. Leider kann man vom Fötus wieder nichts erkennen, zumindest ich kann es nicht... aber wir sind froh, dass wir das Kind wieder in den Händen halten und uns zu Hause verabschieden durften.