#1

Medikamentöser Abgang nach MA

in Ich habe nur eine kurze Frage und hoffe auf Euren Support 28.08.2026 11:32
von Jori • 13 Beiträge | 13 Punkte

Hallo zusammen,
ich brauche mal euren Rat/eure Erfahrungen zum Thema medikamentösem Abgang.
Ich hatte 2024 schon einmal eine MA, habe mehrere Wochen auf einen natürlichen Abgang gewartet und als sich überhaupt gar nichts tat, habe ich eine Absaugung vornehmen lassen. Dabei ist dann wahrscheinlich das Ashermann Syndrom entstanden. Bis zu der Diagnose und dann der richtigen Behandlung in Hamburg, war es ein anstrengender, zermürbender Weg. Im Januar 2026 haben wir aber grünes Licht bekommen und im Juli wurde ich schwanger. Leider hat sich jetzt herausgestellt, dass es sich wieder um eine MA (oder Windei? Embryo war nie zu sehen) handelt. Jetzt bin ich total unsicher, wie ich weiter vorgehen soll. Ich weiß, dass ein natürlicher Abgang das Beste wäre und ich eine OP vermeiden sollte wegen der Ashermann Vorgeschichte. Ich weiß aber auch, dass ich es dieses Mal nicht noch mal schaffe, so lange zu warten. Auch weil wir schnellstmöglich noch mal einen Versuch starten wollen und mir mit 42 die Zeit im Nacken sitzt. Ich habe einfach nicht das Vertrauen, dass mein Körper es dieses Mal alleine schafft, habe auch noch viele Schwangerschaftssymtome, HCG Wert ist noch hoch, obwohl Entwicklung schon mind. vor 2-3 Wochen gestoppt ist. Daher tendiere ich gerade zu einem medikamentösem Abgang, auch wenn ich davor irgendwie Angst habe. Meine größte Sorge ist aber, dass es entweder nicht wirkt oder nicht alles abgeht und ich dann doch noch operiert werden müsste oder sogar notfallmäßig operiert werden müsste und dann heimatnah. Dabei würde ich jede OP nur noch in HH machen wollen. Aus HH habe ich noch keine Rückmeldung, was sie empfehlen oder ob sie auch direkt vor Ort eine Absaugung machen würden. In meiner Umgebung gibt es nur Kliniken, die Ausschabungen (keine Absaugung) machen und ich habe Angst, dass wenn diese mich im medikamentösem Abgang betreuen, dann irgendwann aus irgendwelchen Gründen (vlt auch gerechtfertigt) zur OP bei ihnen drängen und dann keine Zeit mehr ist, das in HH machen zu lassen. Ich hoffe, ich konnte mein Dilemma deutlich machen... Die Entscheidung kann mir natürlich keiner abnehmen, aber vlt kann mir jemand mit Erfahrungen Mut machen oder hat noch Tipps und Ratschläge.

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#2

RE: Medikamentöser Abgang nach MA

in Ich habe nur eine kurze Frage und hoffe auf Euren Support 28.08.2026 12:11
von Ahoii • 276 Beiträge | 276 Punkte

Liebe Jori,
dein Verlust tut mir so Leid, auch dass du jetzt in den Seilen hängst.
Ich denke eine Garantie, dass alles abgeht, gibt es leider nie. Bei Windei ist die Wahrscheinlichkeit noch ein wenig geringer als bei einer MA, weiß die Prozente aber nicht, das steht in einem deutschen Ärzteblatt, aber dennoch möchte ich dir Mut zusprechen. Denn es gibt auch OP Eingriffe, bei denen Reste verbleiben und noch weitere Eingriffe erfolgen.

Ich hatte zwei MAs, bei mir vergingen ebenfalls 2-3 Wochen zwischen geschätztem Tod und Abgang. Allerdings machte mein Körper auch kaum Anzeichen dafür, es von alleine gehen lassen zu wollen und ich habe beide Male mit Cytotec nachgeholfen. Bei mir ging beide Male alles ab, bzw. beim zweiten Mal blieb ein kleiner stark durchbluteter Rest, der allerdings noch abging, bevor die 1. Periode einsetzte.

Cyctotec wird oft mit Mifygyne eingenommen. Da ich allerdings noch gestillt habe, habe ich nur 4 Tabletten Cytotec eingenommen, vaginal. Bei mir ging innerhalb von 30-60 Minuten die Blutung los. Es war nie schlimmer als die schlimmste Periode, die ich früher hatte. Und war nach wenigen Stunden vorbei.

Mir wollte die erste Klinik auch direkt eine Ausscharbung andrehen, weil sie nicht mit Medikamenten arbeiten. Gib nicht auf, kann ich nur sagen, und suche so lange wie du es schaffst, nach einer Klinik, die auch einen medikamentösen Abgang unterstützt. Erläutere auch deine Vorgeschichte. In der Klinik, in der ich letztendlich Cytotec erhalten habe, meinte sogar selbst die Ärztin, wenn wir noch Kinderwunsch haben, dann würde sie eine OP erst einmal vermeiden wollen.

Ich drücke dir fest die Daumen, dass du bald Hilfe findest

zuletzt bearbeitet 28.08.2026 12:13 | nach oben

#3

RE: Medikamentöser Abgang nach MA

in Ich habe nur eine kurze Frage und hoffe auf Euren Support 28.08.2026 12:57
von Susanne • 5.933 Beiträge | 5953 Punkte

Liebe Jori, ich kann deinen Gedankengang und deine Angst total nachvollziehen. Alles bringt so seine Vor- und Nachteile mit sich, jeder Verlauf ist anders. Es könnte dieses Mal auch schneller gehen mit einem natürlichen Abgang. Du könntest dir auch ein Etappenziel von beispielsweise 1 Woche setzen, die du deinem Körper Zeit gibst. In der Zwischenzeit könntest du recherchieren, wo du die Medikamente bekommst. Es hat ja alles keine Eile. Wichtiger als ein schnelles körperliches Ende ist, dass du gut mental da raus kommst. Die Seite kennst du vermutlich www.fehlgeburt.info/fruehe-fehlgeburt?


zuletzt bearbeitet 28.08.2026 12:58 | nach oben

#4

RE: Medikamentöser Abgang nach MA

in Ich habe nur eine kurze Frage und hoffe auf Euren Support 28.08.2026 13:49
von Evana • 109 Beiträge | 109 Punkte

Es tut mir unendlich leid, dass du das jetzt schon wieder durchmachen musst. 🤍 Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit. Fühl dich einmal ganz fest gedrückt.

Ich wollte dir nur ein bisschen Mut machen, weil ich etwas Ähnliches erlebt habe. Nach meiner zweiten Fehlgeburt hatte ich ebenfalls einen medikamentösen Abgang. Ich habe das damals im Krankenhaus machen lassen. Ehrlich gesagt waren dort alle Ärzte eher für eine Ausschabung und haben mir dazu geraten. Ich habe mich aber für den medikamentösen Weg entschieden, weil sich das für mich richtig angefühlt hat. Es war zwar körperlich schmerzhaft und emotional sehr belastend, aber am Ende ist alles vollständig abgegangen. Meine Gebärmutter hat sich danach sehr schnell erholt und ich bin tatsächlich schon im zweiten Zyklus wieder schwanger geworden.


Sternchen Mutter😢❤️
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#5

RE: Medikamentöser Abgang nach MA

in Ich habe nur eine kurze Frage und hoffe auf Euren Support 28.08.2026 19:22
von Hühnchen • 197 Beiträge | 197 Punkte

Liebe Jori,
ich hatte auch schon zwei medikamentöse Abgänge. Der erste mit Cytotec war schmerzhaft, ich war dafür stationär im Krankenhaus und es lief insgesamt problemlos. Der zweite Abgang war etwas komplizierter. Ich habe das Medikament (kein Cytotec) zu Hause eingenommen und hatte relativ lange mit Resten zu tun, die aber zum Glück mit der nächsten Periode abgingen. Aufgrund starker Schmerzen bin ich dann doch im KH gelandet, aber das lag nicht an zu schlimmen Blutungen! Meiner Erfahrung nach wird insbesondere im KH immer schnell zur Aussschabung gedrängt, aber ich kann gut verstehen, dass du das gerne vermeiden möchtest. Ich hoffe, dass du eine gute Lösung für dich findest!

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#6

RE: Medikamentöser Abgang nach MA

in Ich habe nur eine kurze Frage und hoffe auf Euren Support 30.08.2026 14:58
von Jori • 13 Beiträge | 13 Punkte

Vielen Dank für eure lieben Nachrichten und das Teilen eurer Erfahrungen.
Ich war am Wochenende auf einem schon lange geplantem Event und habe das alles einfach völlig verdrängt...Da auch niemand dort Bescheid wusste, fühlt sich das alles total surreal an. Meine Gyn hat mich am Freitag noch angerufen und meinte, dass der HCG Wert innerhalb von 2 Tagen von 21000 auf 19000 gesunken ist. Immerhin gehts in die richtige Richtung, aber mir scheint der Wert trotzdem noch sehr hoch!? Sagt ein bestimmter HCG Wert irgendwas aus darüber, ob eine Blutung in absehbarer Zeit beginnt oder ist das total individuell und kann man das vom HCG Wert nicht "ablesen"?
Ich werde mich ab morgen mal ans Telefefon klemmen und versuchen raus zu finden, wer den medikamentösen Abgang begleiten würde. Überlege auch noch, ob ich morgen "einfach" arbeiten gehen soll oder mich krank schreiben lasse, um mich in Ruhe um alles zu kümmern und mich mal damit zu "befassen"...

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