Keine Auffälligkeiten, aber KiWu rät zur ICSI?!
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Keine Auffälligkeiten, aber KiWu rät zur ICSI?!
in Verschiedenes 09.06.2026 11:33von regenbogenherz • 55 Beiträge | 55 Punkte
Guten Morgen ihr Lieben erst mal vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nimmt mein Text zu lesen oder mir auch vielleicht darauf zu antworten.
Mein Mann und ich versuchen es seit April letzten Jahres sind dann im Juli schwanger geworden und hatten in der elften SSW unsere erste Fehlgeburt hier vermutlich ein Einfluss von einer gelbKörper schwäche.
Nach medikamentösen Abbruch bin ich direkt im November wieder schwanger geworden. Hier hatten wir von Anfang an eine verzögerte Entwicklung und haben dann in der elften Woche festgestellt, dass es sich um Zwillinge handelt, die sich aber nicht mehr weiter entwickelt haben, so dass wir wieder eine MA in der elften hatten Ende Januar.
Wir sind dann direkt in die Kinderwunsch Klinik gegangen und dort wurde alles untersucht: Schilddrüse, Gerinnung, sonstige Blutwerte, Spermiogramm, DNA, Fragmentierung, Chromosomen und auch eine Gebärmutter Spiegelung.
Es ist alles unauffällig. Lediglich bei der Gebärmutter Spiegelung ist aufgefallen, dass das kein Polyp bei mir war, sondern ein Rest von der Zwillingsschwangerschaft.
In allen Gesprächen mit der Kinderwunsch Klinik hieß es immer, dass wir wohl nur Pech gehabt haben, was keinen Grund gibt und wir, wenn wir wollen, würden ein bisschen nachhelfen könnten durch eine Insemination.
Meine Follikel sind viele und sehr gut und ich habe auch AMH Wert von 2,4.
Auch wurden wir ja schnell von selbst schwanger.
Jetzt sagte mir der Arzt gestern direkt, dass wir den Antrag für eine ICSI fertig machen und dann bereits im nächsten Zyklus damit anfangen können mit der Vorbereitung.
Ich war wie vor den Kopf geschlagen, da ich den Sinn nicht verstanden habe beziehungsweise den Sinneswandel des Arztes.
Auf meine Frage hin antwortete er mir, dass ich ja auch nicht mehr 27, sondern nun 37 wäre und man mit der ICSI am meisten Kontrolle darüber hätte.
Ich hätte nun gerne einmal eure Einschätzung zu meiner Meinung: wir wurden auf natürlichen Wege recht schnell schwanger, also kein Grund für eine künstliche Befruchtung.
Ich habe jeden Monat einen Eisprung, warum dann künstlich ein Eingriff mit Hormonen und Medikamenten machen?
Das wird dann ein ein Spermium ausgewählt und die Eizellen befruchtet und abgewartet, welche sich befruchten lassen und welche sich weiter. Natürlich würden wir bis zum Blastozystenstadium warten wollen und dann den Transfer machen- also noch mal extra kosten. Bei circa eh schon 3000 €. Da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass ich mehrere befruchten lassen, könnten wir es auch nicht übers Herz bringen die übrigen wegwerfen zu lassen, sondern würden diese einfrieren- wieder Kosten.
Meine Frage ist einfach, worin sollte der Vorteil liegen in unserem Fall jetzt eine ICSI zu machen? Denn eine vorabauswahl findet nach meiner Einschätzung mit den hier erlaubten Möglichkeiten nicht statt um wirklich eine Erhöhung der Chancen für eine lebend Geburt zu haben.
Weder meine Eizelle noch, das Spermium würde untersucht werden, und eine befruchtete Eizelle an Tag 5 kann genauso am nächsten Tag in der Entwicklung stehen bleiben oder die Einnistung fehlschlagen, wie es im natürlichen Zyklus auch sein kann.
Da seine Schwimmer auf ein regelmäßigen Eisprung treffen und das hier nicht die Möglichkeiten, weitere DNA Untersuchungen wie zum Beispiel in Spanien zu machen gibt, sehe ich gerade keinerlei unterschied für den Outcome zu einer natürlichen Vorgehensweise, außer dass wir enormem Stress, Medikamenten und Kosten ausgesetzt sind.
Daher wollen mein Mann und ich zwar jetzt einmal den Antrag fertig machen, aber uns erst einmal für den Sommer und unsere Urlaubszeit Zeit nehmen es auf natürlichen Wege weiter zu probieren und sollte es nicht klappen zu November oder Dezember hin noch mal über eine Befruchtung nachzudenken, und da tatsächlich auch eher noch mal die erweiterten Möglichkeiten in Spanien in Erwägung zu ziehen.
Ich hoffe, man kann meine Gedanken folgen und ich bin total offen für Dinge, die ich übersehe oder eure Meinungen 🫶🏼
RE: Keine Auffälligkeiten, aber KiWu rät zur ICSI?!
in Verschiedenes 09.06.2026 12:39von Ahoii • 224 Beiträge | 224 Punkte
Hallo liebe Regenbogenherz,
ich kann deine bzw. eure Gedanken total nachfühlen und verstehen. Das einzige was mir einfällt, ist das sie vielleicht die "besten" Blastozysten" einsetzen. Aber wie du auch schreibst, eine Entwicklung kann dennoch stehen bleiben (wie bei zwei meiner Freundinnen, die ebenfalls eine IVF hatten).
Ich finde euren Plan sehr schön. Es erst einmal ruhig angehen lassen und den Sommer genießen. Den Antrag könnt ihr ja stellen und immernoch überlegen ob ihr das macht.
RE: Keine Auffälligkeiten, aber KiWu rät zur ICSI?!
in Verschiedenes 09.06.2026 13:29von Ulli • 15 Beiträge | 15 Punkte
Hallo Regenbogenherz,
in einer Kinderwunschsprechstunde einer Uni-Klinik in Franken wurde uns zur künstlichen Befruchtung geraten (schon viele Jahre her). Die Diagnostik eines zertifizierten Zentrums wurde nicht angewandt, es war kein zertifiziertes Zentrum. Die Gelbkörperhormonuntersuchung wurde an zu wenigen Tagen gemacht, so dass die Gelbkörperschwäche als Ursache gar nicht bemerkt wurde. Gerade die ICSI bringt den Kliniken Geld ein, birgt aber anscheinend ein höheres Risiko für das Kind. https://www.kup.at/kup/pdf/3994.pdf. Dabei scheint die Methylierung Einfluß zu haben.
Ich konnte damals eine Zweitmeinung an der Uni-Frauenklinik Erlangen einholen (diese ist auch auf die Geburt von Mehrlingsschwangerschaften eingerichtet, z.B. Vierlinge, wie kürzlich gesund geboren). Als zertifiziertes Kinderwunschzentrum hat diese die Gelbkörper-Hormonuntersuchung an der erforderlichen Anzahl von Tagen veranlaßt. Die Blutabnahmen konnten auch am Wochenende von Ärzten am Heimatort durchgeführt werden. Dadurch wurde die Gelbkörperschwäche entdeckt und von der niedergelassenen Frauenärztin Utrogest vaginal verschrieben. Eine künstliche Befruchtung erwies sich daraufhin als überflüssig. Eine Zweitmeinung würde ich wieder einholen in einem solchen Fall. Gruß,
Ulli
RE: Keine Auffälligkeiten, aber KiWu rät zur ICSI?!
in Verschiedenes 09.06.2026 17:06von regenbogenherz • 55 Beiträge | 55 Punkte
Danke für eure Einschätzungen und Erfahrungen. Danke auch für die Publikation.
@Sakura: ja, leider war das auch gestern mein Eindruck. Diesen finanziellen Druck hatten wir die bisherigen Termine nie gespürt und es war von Anfang an klar, dass wir dort sind um mögliche Gründe für die FGs abklären zu lassen.
Jetzt, wo klar ist dass keine körperlichen Gründe gefunden werden konnten, und wir zweimal innerhalb von 10 Monaten binnen von je 3 Zyklen schwanger geworden sind, macht es für mich leider auch nur im Hinblick auf den finanziellen Nutzen Sinn, sowohl die Insemination als auch die IVF zu überspringen und direkt mit ICSIs zu starten. Gerade wenn sowohl der Arzt selbst, aber auch der Urologe und die Humangenetikerin und beruhigt hatten und meinten wir sollten es normal probieren, da muss man nichts tun…
Die Verwirrung und gerade diese Enttäuschung, dass man doch nur wieder ein zahlender Kunde ist, nachdem wir uns dort gut aufgehoben gefühlt hatten, ist grade nicht schön.
Dabei lasse ich nicht die guten Dinge und vor allem die Bemühungen aller Mitarbeiter außer Acht, sondern bin dankbar zumindest zu wissen, dass wir körperlich nichts hätten anders machen müssen um es zu verhindern. Und ich habe das Utrogest und werde das auch ab nun immer ab ES+3 nutzen.
Dann würde ich bei positivem Test den Blutwert vom Progesteron gleich mit überprüfen lassen- auch wenn ich das selbst zahlen müssen.
RE: Keine Auffälligkeiten, aber KiWu rät zur ICSI?!
in Verschiedenes 09.06.2026 17:27von Esa • 159 Beiträge | 159 Punkte
Hallo Regenbogenherz,
ich kann deine Überlegungen total nachvollziehen und ich persönlich würde mich erstmal für natürlich entscheiden, weil es meiner Meinung nach im Moment keinen Grund für etwas anderes gibt.
Nach meiner Fehlgeburt 2024 war ich in einer Kinderwunschpraxis und dort wurde auch alles abgeklärt und nichts gefunden, außer ein sehr niedriger AMH-Wert. Obwohl ich da schon 40 Jahre alt war und trotz des niedrigen AMH hat mir die Ärztin dort geraten, es wieder natürlich ohne Unterstützung zu versuchen, weil man sonst im blödesten Fall das eigentlich gut funktionierende Hormonsystem total zerschießt und damit nichts gewinnt.
RE: Keine Auffälligkeiten, aber KiWu rät zur ICSI?!
in Verschiedenes 09.06.2026 17:44von Hühnchen • 190 Beiträge | 190 Punkte
Hallo Regenbogenherz,
wir sind in einer ganz ähnlichen Lage. Nach meiner dritten FG waren wir auch in der Kiwu, um noch Dinge abklären zu lassen, die vorher nicht untersucht wurden. Auch mit dem Gedanken, dass wir eigentlich nur Diagnostik wollen, weil ich auch immer relativ fix natürlich schwanger wurde (habe allerdings Endometriose). Uns wurde von Anfang an gesagt, dass wir kein klassisches ivf Paar sind, weil das schwanger werden bei uns ja klappt. Trotzdem hat die Ärztin mit uns auch über die Option einer ivf gesprochen (ICSI war aufgrund eines guten Spermiogramms kein Thema). Sie hat es so begründet, dass man damit die Wahrscheinlichkeit pro Versuch erhöhen könnte und eben die vielversprechendste Zelle einsetzen könnte, was aber ja auch keine Garantie ist. Weil bei uns die Versicherungskonstellation nicht so einfach ist (ich privat, mein Mann gesetzlich), hat sie uns geraten, die Anträge einfach mal zu stellen, damit wir starten könnten, falls wir das wollen.
Wir haben uns jetzt dafür entschieden, das auch so zu beantragen, halten uns die Option aber offen. Ich möchte es auf jeden Fall noch auf natürlichem Weg versuchen. Gleichzeitig stresst mich aber mein Alter (ich werde nächsten Monat 36) und ich sehe die ivf als Plan B, falls es auf natürlichem Weg vielleicht nicht erneut klappen sollte.
Ich würde mich nicht unter Druck setzen lassen (im nächsten Zyklus direkt starten klingt ein bisschen so), aber vielleicht könnte es für euch auch ein Plan B sein, den ihr im Idealfall gar nicht benötigt?
Liebe Grüße
RE: Keine Auffälligkeiten, aber KiWu rät zur ICSI?!
in Verschiedenes 09.06.2026 19:54von Sakura 🌸 • 110 Beiträge | 110 Punkte
Hallo Regenbogenherz,
Selbst wenn du nach positiven Test Progesteron weiter nimmst ist dies nicht schädlich.
Ich war nach der dritten Fehlgeburt auch in na Kinderwunschklinik in der ich mich von Anfang an sehr schlecht aufgehoben gefühlt hab, und nachdem körperlich alles in Ordnung ist laut Klinik, habe ich mir vom Gynäkologen Progesteron ab es+3 verschreiben lassen. Und nehme es jetzt bis ssw 16. einfach auch für mich zu Beruhigung..
Hab mir selbst supplements zusammen gestellt..
Ich drücke euch ganz fest die Daumen das alles gut wird🍀
RE: Keine Auffälligkeiten, aber KiWu rät zur ICSI?!
in Verschiedenes 10.06.2026 11:28von regenbogenherz • 55 Beiträge | 55 Punkte
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