Angst vor Muttertag
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Angst vor Muttertag
in Ich bin sehr traurig und möchte reden 04.05.2026 19:36von MaSe • 191 Beiträge | 191 Punkte
Hallo ihr Lieben.
Seit ein paar Wochen spüre ich, dass es so langsam wieder unruhig in mir wird. Vor 2 Jahren zum Muttertag fingen die Blutungen in meiner ersten Schwangerschaft an. Letztes Jahr war ich in der glaube ich 37. Ssw zum Muttertag und es war schrecklich. Hatte versucht mich viel abzulenken, aber immer war der Gedanke an den Tag, an dem ich erfuhr dass mein erster kleiner Engel nicht bei uns sein wird. Nun sitze ich hier, mein kleiner Regenbogenschatz schläft nebenan friedlich und ich sollte mich eigentlich auf meinen ersten Muttertag mit Kind freuen. Und trotzdem bin ich so traurig und habe Angst vor dem psychischen Schmerz, der dieser Tag eventuell wieder mit sich bringt. Habt ihr Rat?
RE: Angst vor Muttertag
in Ich bin sehr traurig und möchte reden 04.05.2026 22:51von lou_vah • 1.258 Beiträge | 1258 Punkte
MaSe mein erster Impuls wäre zu sagen, es ist vollkommen in Ordnung. Der Tag darf dich schmerzen, auch wenn du ein Regenbogenbaby auf den Schoß sitzen hast. Auch wenn du das Kind, das da ist, nicht mehr missen möchtest darfst du das andere Kleine verlorene vermissen.
Hattest du damals ein Ritual gemacht. Wie geht es dem Papa? Könntet ihr euch ( wenn’s auch nur ein paar Minuten sind) an dem Tag kurz bewusst Zeit nehmen? Eine Kerze anmachen, Blumen für das Sternchen holen? Oder wenn nicht zu zweit, du dir selbst? Vielleicht wine kleine Karte schreiben, sprich alles, was du vor 2 Jahren auch gemacht hättest. Die Zeit lässt unsere Wunde aushalten, sie ist oft auch geschlossen, aber nie ganz weg. Sei vor allem lieb zu dir selbst!
RE: Angst vor Muttertag
in Ich bin sehr traurig und möchte reden 06.05.2026 19:22von MaSe • 191 Beiträge | 191 Punkte
Ein Ritual hatten wir nicht gemacht. Dazu war ich auch damals nicht in der Lage.
Mein Partner hat damit nicht so zu kämpfen. Klar war er damals traurig und der Gedanke daran zurück macht ihn auch traurig sagt er, aber für ihn ist das erträglich und okay so.
Als wir das letzte Mal darüber sprachen sagte er, dass wir ja jetzt unsere Tochter bei uns haben und das doch wunderschön ist. Ich habe versucht ihm klar zu machen dass sich dieser Satz so nach "sie ist der Ersatz" anfühlt. Ich finde es auch schwierig mein Empfinden da zu formulieren. Ich war ja schließlich 2x schwanger. Habe mich bei beiden Malen sofort als Mama gefühlt und mich gefreut. Habe Liebe für beide direkt empfunden. In meinem Herzen habe ich zwei Kinder. Eins gesund und munter bei mir, das andere hatte nie die Chance sich überhaupt zu entwickeln. Aber es war für mich trotzdem da.
RE: Angst vor Muttertag
in Ich bin sehr traurig und möchte reden 07.05.2026 05:53von Susanne • 5.751 Beiträge | 5771 Punkte
Jede*r muss da nicht die gleichen Bedürfnisse haben. Es ist okay, wenn er damit anders umgeht und es für ihn nicht wichtig ist. Aber er sollte verstehen, dass es dir das ist. Du könntest dir etwas für dich stimmiges überlegen und es ihm erzählen. Etwas typisches ist das Gestalten einer Kerze, das Licht, das man dann auf dem Tisch z.B. entzündet, macht das vergangene Leben/die Energie sichtbar und holt es in die Mitte.
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