2. Fehlgeburt in 2 Monaten
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2. Fehlgeburt in 2 Monaten
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 30.01.2026 08:34von Sa Le • 7 Beiträge | 7 Punkte
Hallo zusammen,
ich bin gerade sehr dankbar über urbia dieses Forum gefunden zu haben und wollte kurz meine Geschichte erzählen.
Im Oktober 2025 bin ich nach 1,5 Jahre KiWu endlich schwanger geworden. Die Freude war riesig, aber igwie hatte ich von Anfang an ein eher schlechtes Gefühl. Wir waren an 6+4 das erste Mal beim Frauenarzt und haben einen 2mm großen Embryo ohne Herzschlag gesehen. Meine Frauenärztin war noch optimistisch und hat uns über 1 Woche zurückgestuft, aber meinte, es wäre noch alles drin. Bereits 2 Tage später hatte ich die erste ganz leichte Schmierblutung. Nochmal 2 Tage später habe ich dann abends nochmal angefangen zu bluten. Es war Wochenende und ich bin ins Krankenhaus gefahren, dort meinte die Assistenzärztin, dass sie die Blutung nicht lokalisieren kann. Der Embryo war unverändert 2mm und immer noch kein Herzschlag. Sie hatte mir dann schon nicht mehr viel Hoffnung gemacht und auch mir war eigentlich klar, worauf es hinauslaufen würde. Ich habe dann weiterhin geblutet und war Mittwochs und Freitags nochmal bei meiner Ärztin zur Blutabnahme zur HCG Bestimmung. Mittwochs im Ultraschall war der Embryo weiterhin unverändert, Fruchthöhle rund und man konnte die Blutung nicht richtig lokalisieren. Freitag wurde kein Ultraschall gemacht. Ich habe seit Donnerstag dann sehr stark geblutet inklusive Schmerzen und am Montag darauf wurde mir bestätigt, dass das HCG von 10.000 auf 6.000 gefallen war. Meine Ärztin meinte, dass ich die 3 Möglichkeiten (Ausschabung, Cytotec oder natürlicher Abgang) habe und meinte aber auch, dass sie mir vor der 12 Woche zu einem natürlichen Abgang raten würde. Ich war zuerst verunsichert und frage sie, wie lange das noch dauern könne und sie meinte, bis zu 2 Wochen, sie könnte aber nochmal schallen, ob sich was verändert hat. Bei der Untersuchung hat sie dann festgestellt, dass der Embryo bereits in der Scheide lag und konnte ihn entfernen. Das war eine krasse Erfahrung, aber sie gab uns danach noch die Möglichkeit, uns zu "verabschiedenen" wenn wir wollten.
Ich habe danach noch 1 Woche geblutet und bei der Untersuchung danach sah alles bestens aus und meine Ärztin meinte, wir können es direkt wieder versuchen, wenn wir uns emotional bereit fühlen. Ich habe 2 Wochen später normal meine Tage bekommen und wir haben es in dem Zyklus nochmal versucht. Tatsächlich bin ich direkt wieder schwanger geworden. 4 Tage nachdem meine Oma gestorben ist, habe ich am 17. Dezember wieder positiv getestet. Ein Wunder! Diesmal hatte ich eigentlich auch ein echt gutes Gefühl und meinte Symptome waren auch stärker. Ich habe mir den ersten Arzttermin bei 7+0 geben lassen und war bis dahin wirklich "relativ" entspannt. An dem Termin dann die Erleichterung: der Embryo war 0,73cm und man konnte den Herzschlag sehen und hören (118bmp). Ich wurde 3 Tage zurückdatiert, aber wegen 3 Tagen hab ich mir eigentlich keine Gedanken gemacht. Mein Mann und ich haben anfangs oft wegen Zwillingen gescherzt, weil wir oft so ein Gefühl hatten. Beim ersten Termin sahen wir noch einen Schatten, aber meine Ärztin war sich nicht sicher, was da ist.
In der Woche darauf hatte ich kurzzeitig das Gefühl, dass meine Übelkeit etwas weniger wurde, was mir schon wieder etwas Angst gemacht hat, weil der Rückgang der Symptome auch bei der 1. FG stattgefunden hat. Ich hatte aber weiterhin schmerzende Brüste, war müde und vor allem eine extreme Geruchsempfindlichkeit und Ekel gegenüber Lebensmittel, weshalb ich versuchte mich wegen der Übelkeit nicht verrückt zu machen. Am 23.01. (10 Tage nach dem ersten Termin) hatten wir dann unseren 2 Termin und ich war schon sehr aufgeregt, ein kleines Gummibärchen zu sehen. Beim Ultraschall war ich kurz erleichtert, denn ich sag direkt, dass es gewachsen war. Der Embryo war jetzt 1,83cm und wieder zeitgerecht (ich wäre also sogar wieder vordatiert auf den genauen, rechnerischen Zeitraum), aber ein paar Sekunden später ist meine Stimmung schon gekippt, als ich kein Flackern sah. Meine Ärztin wurde auch plötzlich ruhig und ihr kennt sicher alle diese Stille, wenn die Ärztin wie verrückt schallt und man dieses Klicken in der Stille hört. Ich hab es dann noch vor ihr ausgesprochen und sagte: "Es ist kein Herzschlag mehr da oder" und sie antwortete "leider nicht, aber es sind eineiige Zwillinge." Der andere Embryo lag dann so, dass sie ihn über die Bauchdecke besser sehen konnte. Sie hat bestimmt noch 10 Minuten nach dem Herzschlag gesucht, aber da war nichts. Ich war so schockiert, ich konnte gar nichts mehr richtig sagen. Mein Mann hat neben mir geweint und ich konnte einfach gar nichts mehr sagen.
Ich habe mich wieder für einen natürlichen Abgang entschieden, auch wenn ich jetzt etwas Angst habe, da die Embryos ja doch um einiges größer als letztes Mal sind und halt gleich 2, aber ich bin mir sicher, dass mein Körper auch das schaffen kann. Ich kann es einfach nicht glauben, dass die Herzen BEIDER Zwillinge nicht mehr schlagen, obwohl sie zeitgerecht entwickelt sind. Wahrscheinlich hat die Herzaktivität tatsächlich erst kurz vor dem Termin am 23. aufgehört.
Bisher hat sich nichts großartig getan, keine Blutung, keine Schmerzen. Allerdings sind meine SS Symptome fast weg. Ich war gestern nochmal zur Kontrolle beim Arzt und die Fruchthöhle deformiert sich wohl langsam. Ansonsten bleibt mir weiterhin nur abwarten.
Jetzt habe ich auch Angst davor, wie es weitergehen soll. Ich werde im Februar schon 36 und es wäre unser erstes Kind. Ich weiß, dass eine FG mal passieren kann und ich war wirklich noch sehr euphorisch und positiv, da es nach dem ersten Abgang direkt wieder geklappt hat.
Wir werden jetzt wahrscheinlich mal einen Gerinnungstest machen, wenn alles vorbei ist und die Embryos werden wir eventuell auch untersuchen lassen, allerdings bin ich mir da noch nicht ganz sicher, weil ich mich frage, ob da wirklich was für mich dabei herauskommen kann.
Liebe Grüße
RE: 2. Fehlgeburt in 2 Monaten
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 30.01.2026 09:02von Susanne • 5.688 Beiträge | 5708 Punkte
Liebe Sa Le, herzlich Willkommen und mein Mitgefühl für deine Verluste. Was mich beim Lesen erleichtert hat, ist, dass du scheinbar eine tolle Ärztin an deiner Seite hast. Ich finde sie macht das toll und ich könnte mir vorstellen, dasss sie euch auch bei eurem weiteren Weg gut begleiten wird. Hast du dir diese Seite schon durchgelesen https://www.fehlgeburt.info/ursachen/. dort sind alle möglichen Gründe, auch hinsichtlich ihrer Beurteilung ihrer Assoziation zu FG, aufgeführt. Auch findest du noch einige Infos zum natürlichen Abgang. Wenn die Fruchthöhle schon einfällt, dann ist das ein gutes Zeichen dafür, dass dein Körper verstanden hat. Wie geht es dir? Wie deinem Partner? Fühl dich gedrückt, Susanne
RE: 2. Fehlgeburt in 2 Monaten
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 30.01.2026 09:16von Hühnchen • 172 Beiträge | 172 Punkte
Liebe Sa Le,
ich wollte dir nur sagen, dass dein (erneuter) Verlust mir sehr leid tut. Ich habe selbst auch zwei MAs nacheinander gehabt und kann so gut verstehen, wie fassungslos man einfach ist, wenn festgestellt wird, dass es wieder nicht gut ausgehen wird. Ich werde in diesem Jahr auch 36 und kann nachvollziehen, dass dir das zusätzlich Sorgen macht.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die kleine Geburt und liebe Menschen, die bei dir sind.
Fühl dich gedrückt!
RE: 2. Fehlgeburt in 2 Monaten
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 30.01.2026 14:48von regenbogenherz • 37 Beiträge | 37 Punkte
Liebe Sa Le,
Dein Verlust tut mir so leid und ich kann es erschreckender Weise gerade so gut nachvollziehen.
Ich hatte im September meine Fehlgeburt bei 10+3 mit einem vorher zeitgerechten Kind.
Ich bin dann direkt November wieder schwanger geworden. Die Symptome waren heftig von Anfang an. Dann bei den Terminen konnte man alles nicht genau darstellen. Vor 2 Wochen dann zwei Strukturen- eineiige Zwilinge mit Herzschlag.
Aber die Größe passte es nicht zur Woche.
Diese Woche dann die Gewissheit, kein Herzschlag mehr, HCG geht runter und die Entwicklung zurück.
Ich habe damals die medikamentöse Behandlung gewählt und diesmal auch. Am Mittwoch angefangen und heute nun mit Cytotec. Schreibe dir also mitten unter den Blutungen und Krämpfen. Mein Kopf macht sich aber auch schon Gedanken darüber, was wir nun testen, wann es das nächste Mal klappt, wie wir wohl dann reagieren werden, was wenn es nicht klappt…
Wäre auch das erste Kind mit meinem Mann. Wir sind 37.
Fühl dich gedrückt. Vielleicht halten wir uns gegenseitig auf dem Laufenden. Würde mich freuen 🫂
RE: 2. Fehlgeburt in 2 Monaten
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 30.01.2026 17:13von Ahoii • 126 Beiträge | 126 Punkte
Liebe Sa Le und Regenbogenherz,
euer Verlust tut mir so unendlich Leid. Es ist erschreckend wie ähnlich eure Geschichten verlaufen sind und wie traurig dass ihr eure Sternchen gehen lassen müsst.
Ich wünsche euch so sehr ein Happy End.
Ich hoffe ihr habt tolle Menschen um euch herum.
Fühlt euch ganz lieb gedrückt.
RE: 2. Fehlgeburt in 2 Monaten
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 31.01.2026 15:48von Sa Le • 7 Beiträge | 7 Punkte
Zitat
Liebe Sa Le,
Dein Verlust tut mir so leid und ich kann es erschreckender Weise gerade so gut nachvollziehen.
Ich hatte im September meine Fehlgeburt bei 10+3 mit einem vorher zeitgerechten Kind.
Ich bin dann direkt November wieder schwanger geworden. Die Symptome waren heftig von Anfang an. Dann bei den Terminen konnte man alles nicht genau darstellen. Vor 2 Wochen dann zwei Strukturen- eineiige Zwilinge mit Herzschlag.
Aber die Größe passte es nicht zur Woche.
Diese Woche dann die Gewissheit, kein Herzschlag mehr, HCG geht runter und die Entwicklung zurück.
Ich habe damals die medikamentöse Behandlung gewählt und diesmal auch. Am Mittwoch angefangen und heute nun mit Cytotec. Schreibe dir also mitten unter den Blutungen und Krämpfen. Mein Kopf macht sich aber auch schon Gedanken darüber, was wir nun testen, wann es das nächste Mal klappt, wie wir wohl dann reagieren werden, was wenn es nicht klappt…
Wäre auch das erste Kind mit meinem Mann. Wir sind 37.
Fühl dich gedrückt. Vielleicht halten wir uns gegenseitig auf dem Laufenden. Würde mich freuen 🫂
Hallo Regenbogenherz,
Oh wow. Es ist ja wirklich erschreckend wie ähnlich, unsere Geschichten sind. Aber igwie ist es für mich auch gerade "tröstend"? Ich will es eigentlich nicht so nennen und du weißt bestimmt, was ich meine, aber man fühlt sich ja schnell mal wie der einzige Mensch, dem so etwas (wiederholt) passiert. 
Wie geht es dir heute, hast du die kleine Geburt schon geschafft? Bei mir hat sich immer noch nicht viel getan, wobei ich gestern Abend das erste Mal eine leichte, braune Schmierblutung hatte. Vielleicht also der Anfang. Ich wollte mir noch die nächste Woche Zeit geben und schauen, ob die Blutung dann richtig beginnt und dann evtl. auch über den medikamentösen Weg nachdenken...
Liebe Grüße und fühl dich gedrückt
RE: 2. Fehlgeburt in 2 Monaten
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 31.01.2026 15:51von Sa Le • 7 Beiträge | 7 Punkte
Hallo Susanne,
erstmal vielen Dank für deine Worte und danke für dieses Forum, ich habe in den letzten Tagen hier so viel gelesen und das "tröstet" mich ein bisschen.
Aktuell hat sich bei mir noch nicht so viel getan. Ich habe angefangen Hirtentäschel Tee zu trinken und hatte gestern Abend das erste Mal eine leichte Schmierblutung.. vielleicht geht es also bald los. Die Zeit des Wartens ist einfach surreal!
Und ja, ich habe Gott sei Dank wirklich eine ganz tolle und empathische Ärztin, die mich auch sehr unterstützt. Bin da sehr dankbar dafür, vor allem, wenn man liest, was bei anderen oft so abgeht....
RE: 2. Fehlgeburt in 2 Monaten
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 01.02.2026 16:52von regenbogenherz • 37 Beiträge | 37 Punkte
Hallo Sa Le,
Wie geht es dir? Was machen deine Schmierblutungen?
Bei mir war der Freitag recht heftig mit sehr viel Blut und Krämpfen. Gestern wurde es dann besser und gerade bin ich einfach nur müde und erschöpft mit Kopfschmerzen und Übelkeit.
Ich hab immer mal Gewebe dabei aber eher wenn ich auf dem Klo bin.
Hoffe einfach sehr, dass sich diesmal auch alles von selbst löst.
Diesmal ist es auf jeden Fall anders als im
September. Da hatte ich Krämpfe und Wehen bis die Fruchtblase da war. Danach war alles ruhig
Diesmal zieht es konstant.
Ich trinke noch Nestreinigeetee und hoffe auf das Beste 😕
RE: 2. Fehlgeburt in 2 Monaten
in Die Geschichte, die Euch hierher geführt hat 13.02.2026 08:07von Sa Le • 7 Beiträge | 7 Punkte
Hallo zusammen,
ich möchte gerne nochmal ein Update geben.
Ich habe 2,5 Wochen auf eine Blutung gewartet, aber es hat sich eigentlich gar nichts getan. Ich hatte einmalig eine ganz leichte Schmierblutung, das wars. Ich war wöchentlich bei der Kontrolle, da wurde mir auch Blut abgenommen, um die Entzündungswerte zu überprüfen, aber alles war in Ordnung. Beim letzten Ultraschall am 5. Februar hatte sich quasi immer noch nichts getan und meine Ärztin meinte, dass es noch mindestens weitere 2-3 Wochen dauern kann, bis überhaupt die Blutung einsetzen würde.
Ich hatte mir selbst im Kopf eine "Frist" gesetzt, dass ich ungefähr bis zum 11. Februar abwarten wollte. Das hatte verschiedene Gründe, unter anderem ist mein Mann Ende Februar beruflich ein paar Tage unterwegs und ich hatte etwas Angst, dass es womöglich in dieser Zeit losgehen könnte. Zum anderen befindet man sich in diesem Wartemodus in einer Art "Schwebephase", in der bei mir nichts so wirklich vorangehen wollte. Ich hatte körperlich keine SS Symptome mehr, aber natürlich trägt man den Gedanken, seine "toten Babies" unter dem Herzen zu tragen, jeden Tag mit sich. Ich konnte mich auf nichts wirklich konzentrieren und habe die Tage einfach so "vorbeiziehen" lassen.
Meine Frauenärztin meinte, ich kann weiter warten und hat mir nochmal die anderen beiden Methoden erklärt. So sind wir auch auf das Thema Vakuumaspiration gekommen. Das wird bei uns igwie nicht in jedem Krankenhaus gemacht, aber sie hat mir eines empfohlen. Die Angst vor einer normalen Ausschabung war in meinem Kopf bzgl. der Verletzung der Gebärmutter ziemlich groß, ich weiß selbst nicht warum. Aber diese Methode hat mir nicht so viel Angst gemacht und ich habe mich letztendlich dazu entschieden. Sie hat mir dann direkt einen Termin in dem besagten Krankenhaus gemacht.
Ich war mit meiner Entscheidung absolut im Reinen und hatte am 10.2. das Vorgespräch im Krankenhaus. Ich möchte vorweg sagen, dass alle sehr nett waren. Ich wurde aufgeklärt, nochmal genau untersucht (was mir igwie auch gut tat, dass auch hier nochmal ALLES ausgemessen wurde und geschallt wurde, kein Herzschlag zu sehen war usw. - klar man wusste es, aber es war nochmal eine letzte Bestätigung, auch wenn es komisch war, die Babies nochmal zu sehen). Obwohl ich bereits für den nächsten Tag einen OP Termin hatte, hat auch der Arzt im KH mir nochmal die 3 Methoden (weiter warten, Tabletten, oder eben meinen Termin wahrnehmen) erklärt, was ich wirklich super fand. Ich wurde zu nichts gedrängt. Ich bestätigte aber, dass ich die Absaugkürettage nun machen wollte. Ich bekam also 2 Cytotec Tablette, die ich abends und morgens nehmen sollte und am nächsten Tag würde also meine OP anstehen, vor der ich ziemlich aufgeregt war, da es meine erste OP in Vollnarkose war.
Ich nahm gegen 21 Uhr die erste Cytotec und bekam gegen 1 Uhr Nachts Schmerzen und eine leichte Blutung. Ich war circa 2 Stunden wach deswegen, schlief dann aber wieder ein. Am nächsten Morgen nahm ich um halb 8 Uhr die zweite Cytotec und bekam dann im KH 2 Stunden später wieder Schmerzen und eine relativ starke Blutung. Mein Termin war um 9 Uhr, ich musste dann aber bis 12 Uhr warten, bis ich wirklich dran war (KH halt....). Bis dahin blutete ich schon relativ viel mit Koagel Abgang. Dann gings endlich in den OP.
Das schlimmste war der Weg dorthin, am Kreißsaal vorbei mit riesigen Bildern von Babies und "Welcome to the world". Und obwohl ich weiterhin nicht an meiner Entscheidung zweifelte, kamen mir da dann doch wieder die Tränen in die Augen. Ich war sooooo aufgeregt (vor allem wie gesagt vor der Narkose), aber alle waren super nett und verständnisvoll und die Anästhesisten haben mich so gut es ging abgelenkt. Dann war ich auch schon weg und gefühlt 3 Sekunden wurde auch schon mein Name im Aufwachraum gerufen und ich war wieder da. Eine verrückte Erfahrung. :-D
Ich habe die Narkose gut vertragen und hatte nach dem Aufwachen keinerlei Probleme oder Schmerzen. Ich fühlte mich erleichtert. Der Chefarzt, der mich operiert hatte, kam noch vorbei und meinte, es sei alles ohne Probleme und unauffällig verlaufen. Ich war sehr erstaunt, dass ich wirklich quasi keine Schmerzen hatte und auch gar nicht viel blutete. Drei Stunden später durfte ich nach Hause. Die Babies haben wir für eine genetische Untersuchung freigegeben. Auch wenn ich weiß, dass da nicht unbedingt was dabei rauskommen muss...
Mittlerweile ist Freitag, ich habe kaum Schmerzen außer mal hier und da ein Zwicken und ich blute wirklich sehr wenig. Mir geht es körperlich und auch mental "gut", bzw. so gut, wie es einem nach diesem Verlust eben gehen kann. Ich bereue weder, die 2,5 Wochen gewartet zu haben noch bereue ich die OP. Ich glaube sogar, dass es so genau der richtige Weg war, denn ich hatte genügend Zeit, mich emotional damit auseinanderzusetzen, dass meine Babies nicht mehr da sind und konnte meine Entscheidung die OP zu machen selbst und vor allem nicht überrumpelt treffen.
Nächsten Donnerstag habe ich nochmal eine Kontrolle und dann überlegen wir, wie es weitergeht. Gerinnungstests etc. stehen bereits im Raum... Ich hoffe, dass ich bald wieder neue Hoffnung schöpfen kann. Aktuell macht mir der Gedanke an eine 3. Schwangerschaft eher noch ein wenig Angst. Vielleicht brauche ich noch eine Zeit...
Liebe Grüße
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