wie lange warten ist vertretbar
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RE: wie lange warten ist vertretbar
in Mein totes Kind im Bauch-ich erleide gerade eine Fehlgeburt 24.11.2025 16:30von Nelke • 2.644 Beiträge | 2654 Punkte
Liebe sabsan,
ich kann nur zustimmen, melde dich krank.
Nimm dir die Zeit zum loslassen. Zwischen heute und Tagen bis wenigen Wochen kann immer alles dabei sein.. leider gibt es kein Handbuch zum nachschlagen. Ich denke allerdings, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird.
Ich kann dir nur von mir erzählen. Zwischen erster Blutung und kleiner Geburt lagen ca 2 Wochen (Embryo war auf dem stand 7./8. Woche). Die kleine Geburt war dann in der 12. Woche. Die Blutung nahm von Tag zu Tag zu. Irgendwann kamen schmerzen dazu. Irgendwann waren die schmerzen schlimmer als bei der Periode und die ersten koagel und Gewebestücke kamen. Das ging dann Phasenweise über drei Tage. Nachdem die Fruchthöhle kam, ließ die Blutung schnell nach.
Bitte hab immer jemanden in Bereitschaft, der sich um dich kümmern kann, wenn du es brauchst.
Ich wünsche dir viel Kraft und wenn du Fragen hast, melde dich bitte weiterhin.
Liebe Grüße,
Lena
RE: wie lange warten ist vertretbar
in Mein totes Kind im Bauch-ich erleide gerade eine Fehlgeburt 28.11.2025 13:03von Sabsan • 46 Beiträge | 46 Punkte
Hallo Lena warst du dann über die ganze Zeit krankgemeldet?
Ich habe seit ca einer Woche Schmierblutung und seit gestern Blutung (aber noch ohne Schmerzen). Für heute habe ich mich dann krankgemeldet jetzt bin ich aber verunsichert weil ich eigentlich schon gerne arbeiten würde bis klar ist, dass es einsetzt 😕 ich weiß das kann keiner voraussagen.
Wie habt ihr das denn so gehandhabt mit der Arbeit?
Morgen wäre mein nächster Dienst
RE: wie lange warten ist vertretbar
in Mein totes Kind im Bauch-ich erleide gerade eine Fehlgeburt 15.12.2025 11:01von Sabsan • 46 Beiträge | 46 Punkte
Hallo zusammen,
Ich wollte für alle Betroffenen oder künftig Betroffenen auch das Ende meiner Geschichte teilen.
Ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit meiner Entscheidung abzuwarten und die kleine Geburt zuhause zu erleben. Das Warten hatte mich am
Ende zwar verzweifeln lassen aber irgendwann kam der Start mit Ausfluss (Dauer ca 1 Woche) und anschließend Schmierblutung (Dauer ca 1 Woche). Nachdem die Schmierblutung dann stärker wurde habe ich mit Hirtentäscheltee nachgeholfen (Achtung an alle Frauen, die wie ich sensibel reagieren). Die Blutung wurde noch am selben Tag sehr viel stärker und nach 2 Tagen Tee kam auch schon mein Krümelchen 🥺 Ich habe den Tee dann auch bald wieder sein lassen weil ich dabei zuschauen konnte wie direkt nach dem Tee Wehen und starke Blutungen kamen.
5 Tage nach dem Abgang war ich bei meiner Frauenärztin (die ja von all dem nichts gehalten hat und die Untersuchung schon mit den Worten
Eingeleitet hat „na hoffentlich müssen Sie nicht doch zur Op).
Und Tada fast alles ist abgegangen und es gab keine Infektion. Der Rest sei so gering und werde von alleine abbluten.
Vielleicht nochmal wichtig zu erwähnen: Jede Frau ist anders und für jede Frau ist ein anderer Weg das Richtige. Für mich war direkt klar, ich kann nicht in den Prozess eingreifen und muss abwarten. Ich war dennoch die ganze Zeit sehr vorsichtig. Ich habe jeden Tag Fieber gemessen und mich mit Eisen versorgt (Granatapfel, Linsen, Spinat…).
Als die Schmierblutung eingesetzt hat wurde ich direkt 1 Woche krankgeschrieben und in der Woche war dann auch das Meiste überstanden. Ich hab von Natur aus einen schwachen Blutdruck deswegen will ich nicht beschönigen dass es nicht sehr anstrengend war. Die Wehen und die Geburt waren sehr heftig und kräftezerrend. Meinen Mann habe ich nicht geweckt und so die Zeit alleine im Wc verschrien. Obwohl das meine erste Schwangerschaft ist hat mein Körper schnell gemerkt „je intensiver die Wehe“ um so größer das was abgeht. Anhanddessen habe ich auch gemerkt dass jetzt die Fruchthöhle kommt und konnte schnell zu meinem Sieb greifen. Den Sieb hatte ich bereits Wochen vorher neben dem WC platziert.
Erst nach der kleinen Geburt hab ich körperlich die Folgen bemerkt (zuvor dachte ich ich könne ia jetzt problemlos wieder arbeiten). Meine Kräfte gingen schnell aus sodass mein Kreislauf einige Male versagte und mein Mann mich durch die Wohnung tragen musste. (ACHTUNG: ich kenne das von mir durch meinen niedrigen Blutdruck andere Frauen sollten hier vielleicht vorsichtiger sein und evtl doch ins Krankenhaus fahren)!
Ich habe dann aber eingesehen dass ich langsamer machen muss (auch im Haushalt!) sodass ich jetzt zwar seit einer Woche wieder arbeite aber noch immer merke dass meine Kräfte nicht unendlich sind.
Die Fruchthöhle habe ich vorm Haus beerdigt.
Und noch was zum Partner: obwohl mein Mann das nicht so empfunden hat wie ich und bereits sehr früh abgeschlossen hatte ist unsere Verbindung jetzt stärker als zuvor! Er hat mich unglaublich begleitet und ich für meinen Teil habe einfach akzeptiert dass es für ihn anders war.
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