poll Umfrage: Vergleich des Ausmaßes der Trauer (ein subjektiver Vergleich)
Stimmen zur Umfrage "Vergleich des Ausmaßes der Trauer (ein subjektiver Vergleich)" 15 Stimmen abgegeben.
graph_table Tabellarische Auswertung
graph_pic Grafische Auswertung
Antworten Anteil der Stimmen Abgegebene Stimmen

1. Genauso emotional bestürzt und verzweifelt wie ich 26,7% 4

2. Weniger traurig und verzweifelt 60% 9

3. Er/Sie war genauso traurig,hat es sich aber nicht anmerken lassen wollen 13,3% 2
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15 Mitglieder haben an der Abstimmung teilgenommen.

#1

Fühltet Ihr Euch von Eurem Partner/in allein gelassen in der Trauer?

in Wie gehen Eure Partner*innen mit dem Thema um? 23.08.2022 12:58
von Susanne • 3.509 Beiträge | 3524 Punkte

Hallo Ihr Lieben,
welchen Eindruck hattet/ habt Ihr als Ihr akut in der Situation " Fehlgeburt/Totgeburt ": War Euer Partner/in emotional so getroffen wie Ihr, hat er/sie anders getrauert, fühltet Ihr Euch alleine oder aufgefangen und verstanden.

Ich habe zwar eine Umfrage eingefügt, aber ich würde mich freuen, wenn ihr etwas mehr zu Eurer Situation und Gefühlen schreiben könntet.


zuletzt bearbeitet 23.08.2022 13:03 | nach oben springen

#2

RE: Fühltet Ihr Euch von Eurem Partner/in allein gelassen in der Trauer?

in Wie gehen Eure Partner*innen mit dem Thema um? 24.08.2022 08:36
von Bine • 549 Beiträge | 557 Punkte

Mein Partner hat sehr viel mit mir geweint am Anfang. Hatte aber gefühlt schneller wieder nach vorne geblickt - aber auch nach ca. 1-2 Monaten. Er sagte mir aber letztens erst, dass er noch täglich daran denkt. Unsere Regenbogentochter wird schon bald 16 Monate. Trotzdem denkt man noch, es wäre gestern erst gewesen. Das sind Wunden, die niemals heilen werden.

Noch dazu haben wir im Bekanntenkreis ein Baby, dass in dem Sternchen Monat zur Welt kam und sie haben es uns damals lange nicht gesagt, dass sie schwanger sind weil sie von Sternchen erfahren hatten. Ich sehe den Kleinen als Großen Bruder für unsere Tochter.

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#3

RE: Fühltet Ihr Euch von Eurem Partner/in allein gelassen in der Trauer?

in Wie gehen Eure Partner*innen mit dem Thema um? 24.08.2022 12:45
von Nele • 785 Beiträge | 786 Punkte

Meinen Partner hat es genauso getroffen wie mich denke ich. Allerdings starb unser Sohn bei der Geburt, er war die ganzen Stunden dabei auch danach im Krankenhaus und wir hatten beide unser totes Kind im Arm. Das ist eine andere Erfahrung für den Vater als ein früherer Verlust wo die Männer von der Schwangerschaft weniger so direkt mitbekommen und sehen können.
Lange danach ging es uns ähnlich je mehr Zeit vergeht desto mehr fühle ich mich (auch jetzt in der Schwangerschaft mit unserem zweiten Kind) aber allein gelassen und unverstanden. Er spricht nicht mehr darüber, ganz selten nur obwohl ich weiß er denkt auch immer an unseren Sohn, und geht überhaupt nicht drauf ein wenn ich reden möchte. Er sagt auch er versteht mich nicht und kann es nicht nachempfinden wie es mir geht jetzt in verschiedenen Situationen und im Alltag, er kommt damit einfach besser zurecht. Was für mich ein Drama war und teilweise noch ist berührt ihn emotional gar nicht mehr. Anfangs hat er sich mit Kindern auch schwer getan. Es ist einfach ein Unterschied ob man als Mutter das alles emotional und körperlich mitgemacht hat oder "nur" Vater, Schwester usw ist denke ich. Wer es nicht komplett am eigenen Leib erlebt hat, dass ein Kind in einem wächst das Monat für Monat immer realer wird und die Zukunft mit dem Kind immer näher rückt und das dann plötzlich stirbt, kann es nicht richtig verstehen. Auch keine Frau mit eigenen Kindern meiner Erfahrung nach, nur ganz wenige habe ich getroffen die das können.
Trotzdem denke ich die Trauer und der Verlust ist bei uns beiden gleich stark nur das danach anders.

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#4

RE: Fühltet Ihr Euch von Eurem Partner/in allein gelassen in der Trauer?

in Wie gehen Eure Partner*innen mit dem Thema um? 24.08.2022 21:44
von Gänseblümlein • 209 Beiträge | 209 Punkte

Zu Beginn war mein Mann genauso fertig, er hat sich auch krank schreiben lassen, was ich sehr stark von ihm fand. Später war es so dass es für mich viel mehr trigger gab als für ihn und dass ich auch viel öfter, auch heute noch diesen Arztbesuch an dem wir von der MA erfahren haben und am Tag danach die OP, sehr präsent im Kopf hab. Jetzt bin ich wieder schwanger und ich hab viel mehr Ängste als er.

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