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Eileiterschwangerschaft 6(5+1)

in Eure Geschichte 20.08.2021 00:07
von Ribka • 7 Beiträge | 7 Punkte

Hallo...
das fällt mir gerade richtig schwer... ich hab am 17.8. mein Sternchen verloren. Eileiterschwangerschaft!
Aber ich will von vorne anfangen!
Ich hatte am 12.8. (Unser 6. jahrestag) einen routinietermin bei meiner neuen Gyn (Von meiner Therapeutin empfohlen weil ich extreme Angstpat. bei Gyns bin). Allerdings wollte ich ansprechen das ich starke Periodenschmerzen habe, aber gar net blute, was ich so net kenne??
Ein paar Fragen ihrer Seite, einmal HCG-Test & es hieß ich wäre schwanger! 5. SSW sogar schon. Wir waren megaglücklich! Sie meinte noch es könnte eine Eileiterschwangerschaft sein, aber diese sind sehr selten. 5000:1 war ihre Aussage. Wenn ich bräunlichen Ausflus habe ist das okay. Ich soll nächste Woche nochmal kommen.
Dieses Glück dauerte genau 3½ Tage!
Kurz vor 18 Uhr hatte ich starke Schmerzen in der linken Hüfte, fühlte sich teilweise an als wäre ein Nerv geklemmt. Gyn meinte beim Besuch wenns rechts stark weh tut & ich stark bluten sollte, soll ich nochmal abrufen.
Ich hab erst mal geguckt ob ein Kirschernkissen okay ist. Ich war überfordert es war ja unser erstes Baby!
Gyn rief dann zurück & empfahl dringend in ein KH zu fahren. 2 in der Nähe standen zur Auswahl, wir nahmen dann das wo ich ne Zeit lang Ausbildung gemacht habe & wo die Gyn-Station einen guten Ruf hat.
Da angenommen wurde mein Mann wg Corona (Obwohl Genesen & Geimpft) nach Hause geschickt! Ich hatte nix dabei, hab mich schnell angezogen & los!
Auf Station saß schon eine andere Frau, augenscheinlich selbe Symptome. Meine Schmerzen waren schon wieder weg bis minimal. Es hieß die Gyn sei im Kreißsaal es könnte also dauern... okay dann ist es halt so.
& es daaaauerte~!! Dann kam die Assi Doc, nahm die erste Frau zum Untersuchung mit. Ich hab mich gewundert warun das so lange gedauert hat... hab die ganze Zeit mit meinem Baby geredet, den Bauch gestreichelt. & dann bin ich aus purer Verzweiflung auf die Empore der KH-Kapelle gestiegen, die auf der Gyn die Tür hat & hab weinend jeden gebeten dens gibt das er mein Baby retten soll...

Irgendwann kam ich dann dran. Die Doc total abgebrüht & emotionslos. Hab mich Sachen gefragt, dann stellte sich raus das ich nen Harnwegsinfekt hatte, von dem ich nix wusste & dann hatte sie ne Sono in mir gemacht. Total emotionslos, kein Wort, ich bekam schon immer mehr Panik! Dann stocherte sie schmerzhaft in Richtung linke Eileiter & entschuldigte sich net mal.
Diagnose: Rechter Eierstock: Zyste, Linker Eierstock: Volikel oder Eileiterschwangerschaft, Gebärmutter: Sie woe etwas aus das eine Eihülle sein könnte.

Ich j wurde dann stationär aufgenommen was ich anfangs net wollte... es gab nen Corona-Schnelltest & dann kam ich in das Zimmer der Frau vor mir. 4 Jahre jünger als ich, genau selbe SSW wie ich!
Haben uns gut verstanden & die Nachtschwester war eine der besten Schwestern die ich in meinem Leben hatte!!

Am nächsten Tag wurde nochmal Beta-HCG abgenommen & wir haben den halben Tag gewartet bis der Verlauf da war. Meiner lag bei 1000 was an sich ja okay ist, aber der nächste nur bei 1055... da stand es fest! Nach dem 2. Sono diesmal durch die OÄ, die mir leider alle meine Hoffnungen nehmen musste... war sie die einzige (Außer Nachtschwester in der nächsten Nacht) die meinte es ist okay wenn ich weine. Die mich getröstet hat & Empathie gezeigt hat! Das werde ich ihr nie vergessen. Es hieß damn gleich ich werde in ner Not-OP operiert, von ihr persönlich! Dauerte dann doch etwas länger als 2 Std. & bei der Anästhesieaufklärung hat mich ne Kollegin die ich sporadisch kannte wieder erkannt... & dann nach der OP war ich weg! Mein Man hat ne Std. gewartet bis ich dann kam hundemüde hab ich fast nix mitbekommen. Erwacht bin ich dann in der Nacht wg Schmerzen in der Schulter (Soll vom CO2 gewesen sein). NS gibt mir was i.v. ich hab net gefragt war einfach fertig. Hat nix gebracht. Hab dann noch Paracetamol & Novalgin ebenfalls i.v. bekommen & schon da gesagt das sind Smarties, ich bin stark Schmerzmittelresistent! Am nächsten Tag ging es mir gar net gut!! Ich hatte extreme Schmerzen vom CO2 im Körper & von der Wunde!
Der arrogante Chefarzt meinte zu mir noch jede 5 Schwangerschaft ist eine Fehlgeburt. Wir sehen das jeden Tag sie sind net die Erste & werden net die Letzte sein! Wow danke für die Empathie....
Ich hab dann nach etwas stärkerem gefragt, ich hatte so extreme Schmerzen das ich mich weder nach Links noch nach rechts drehen konnte! Dann drücke die Ass. Doc so stark auf neine frische Wunde das ich allea zusammen geschrien hab! Ich hatte sogar extremes Kieferzittern das ich nur bei Panikattacken oder extremen Schmerzen hab!
Dann kamen die mit der Idee mir Dipi zu geben & da hab ich die nur noch ausgelacht! & erklärt das wirklt bei mir soviel wie Smarties!! Dann sollte ich ne Tavor bekommen, ist zwar kein Schmerzmittel... aber Pat ist ja scheinbar im erregten Zustand... das ich aber zu Doc meinte ich brauch dann mind. 2mg da 1mg nix bring (Was dann natürlich auch so war) war der Visite egal. Iwann hab ich dann Tramal mit Vomex i.v. bekommen. Meinte noch zur Doc: Mir ist net übel ich brauch kein Vomex... da kam von oben herab Tramal löst Übelkeit aus!
okay... warten & endlich Linderung (Schmerzen waren trotzdem noch da!) der Schmerzen + Das Gefühl das ich brechen muss, was dann mit Schmerzen ne absolute Folter! & reine Schikane noch dazu. Da sie einfach einen 3-Wege-Hahn zwischen schalten hätte können. Damit ich beides gleichzeitig & nicht nacheinander bekomme!
Ach ja obligatorische Ibu600 gabs auch noch. In dieser Nacht kam KEINE Nachtschwester!! Bis 22 Uhr war mein Licht an, ich wollte net klingeln da ichh davon ausgegangen bin das die Schwester noch kommt. Bin dann doch mit vielen Pausen, weil immer noch schmerzgeplagt, aufgestanden (Ich sah aus wie eine alte Dame mit Osteoporose, so gebeugt konnte ich nur noch laufen)! Bin dann zum Stationszimmer & hab nach einer Stilnox gefragt damit ich zumindest eine Nacht ohne Schonhaltung schlafen kann. Hab jch net bekommen, max. 1 mg Tavor was auch immer das bringen sollte? Um 3 Uhr hab ich sie dann doch genommen, dann waren 30 min. Schlafen möglich. Am nächsten Tag kam ich in ein neues Zimmer! NIEMAND hat sich um mich gekümmert!! Nur einen Tag davor hat mir eine Paktikantin im Bad die Haare gewaschen! (Unter meiner Anleitung weil sie die wichtigsten Sicherheitsregeln net kannte).
Es hieß nur das Zimmer wird für ne Schwangere gebraucht...
Danach im neuen Zimmer kam die Visite & meinte ich kann entlassen werden. Halleluja!!
Ich hab dann noch nach der kath. Seelsorge gebeten da ich sie schon kannte und alles was war los werden musste! Sie empfahl mir daraufhin eine Traumatherapie (Die ich zum Glück habe). Dann war mein Entlassbrief falsch. Ich habe ne Freundin die Ärztin ist gefragt was drin steht. Natürlich war der Schock groß als ich dachte die haben mir die Eileiter rausgenommen, statt nur den Schnitt zu machen.

Ich hab schon viel vom Gewalt unter der Geburt gehört/gelesen. Aber das es auch bei Fehlgeburt so sein würde.. ich bin immer noch geschockt das der Chefarzt mit ausgelacht hat, das es runter gespielt wurde, dass ich nie was wg Schmerzmedis gesagt hab (Da kennt mich mein Mann anders).

Ich bin jetzt den ersten Tag zu Hause & kan mich net mal ins Bett legen! Sitzen tut weh, laufen ist anstrengend ich hab immer noch heftige Schmerzen!! Mir kann keiner sagen das sich eine Fehlgeburt so anfühlen muss
Zumindest hab ich zu Hause etwas Tilidin für das gröbste.

Für mich ist etwas ganz wichtiges, ein Teil von mir gegangen! Mein Sternchen *heul* Mein man ist da rationaler & sieht es net als Wesen an... ist auch völlig okay! Für mich wird es mein Sternchen sein! Ich werde immer Schuldgefühle haben weil ich auf nem JGA eine Woche zuvor Eis, Sushi & Alkohol gegessen hab. Auch wenn ich net wusste das ich schwanger war!
Wir haben für die Großeltern Tassen gekauft wo innen drin "Du wirst Opa/Oma" drinsteht.

Nur ganz wenige wussten davon! & selbst jetzt soll es so bleiben!

Ich han für eine Minute eiskalt gedacht ich will mit meinem Sternchen sterben! Aber das wäre meinem geblieben Mann gegenüber unfair gewesen! Ansonsten...

An dem Tag ist meine Signatur zu meinem Lieblingsbilderbuch fertig geworden. Eine Geburtstagsfeier - angelehnt an meinen 32. weil das mein Geburtstagsgeschenk von meinem Mann war. Jetzt hat es aber was tröstendes das es mein Sternchen meint.

Ich habe auch schon ein Tattoo-Wunsch um damit anzuschließen & wenn dann unser Baby geboren wird, dann ist es ja ein Regenbogen-Baby & das Tattoo wird um einen Regenbogen komplimentiert ❤️

Ich was man soll nicht warum fragen! Auch wenn es trotzdem iwas im Inneren danach fagt... aber auch mein Lebensmotto: Alles im Leben hat einen Sinn... ich seh ihn einfach net! Ich hatte so ein schweres Leben! Erst durch diesen Mann hab ich liebe erfahren & selbst jetzt noch steht er zu mir, kämpft für mich weil ich müde bin. Ich weine nur noch, bin traurig & kann es immer noch nicht verstehn. Ich weiß so geht es ihm auch!
Ich hab Angst vor der Zukunft! *heul*

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#2

RE: Eileiterschwangerschaft 6(5+1)

in Eure Geschichte 20.08.2021 08:14
von Susanne • 3.166 Beiträge | 3181 Punkte

Hallo Ribka, herzlich Willkommen und mein Mitgefühl für Deinen Verlust, da hast Du leider wirklich eine traumatische Erfahrung machen müssen. Gut, dass Du scheinbar schon in Behandlung bist. Die Aufarbeitung dort wird sicherlich hilfreich sein. Noch ist das Erlebnis sehr frisch und Du hast noch die körperlichen Schmerzen, aber ich kann Dir versichern, dass irgendwann das Leben wieder leichter wird. Das zu glauben, mag gerade schwer fallen, aber die Zuversicht und Hoffnung kehrt in den meisten Fällen über kurz oder lang wieder zurück. Fühl Dich gedrückt, Susanne

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#3

RE: Eileiterschwangerschaft 6(5+1)

in Eure Geschichte 25.09.2021 23:13
von JonnaPaulineAntonPaul2021 • 7 Beiträge | 7 Punkte

Herzliches Beileid! Ich liege gerade den letzten Abend im Krankenhaus und die Schmerzen sind wohl ähnlich wie Deine. Manche Pflegerinnen sind wirklich überhaupt nicht empathisch und dass macht die Situation hier richtig schwierig. Ich bin gerade sehr dünnhäutig und Morgen werde ich entlassen. Ich habe Angst vor zu Hause, weil mir mein Oberkörper so weh tut und ich auch nichts mehr richtig kann. Ich habe eine drei jährige Tochter, Malin die jetzt völlig verstört ist und ganz viel Nähe braucht. Ich kann nicht für sie da sein und ich fühle mich mit meinem Leben gerade komplett überfordert. Es ist so traurig und schmerzhaft so eine Erfahrung zu machen! Unbeschreiblich!!!

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