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Hallo

in Eure Geschichte 09.06.2021 21:04
von Kerstin • 6 Beiträge | 6 Punkte

Hallo Zusammen,

ich bin zwar keine aktuell Betroffene, doch möchte ich mich als Forumsmitglied gerne bei euch vorstellen :).
Ich bin Kerstin, 38 Jahre alt und 3 fach Mama. Ich lebe mit meinem Freund unseren 2 Töchtern und unserem Hund im schönen Süden Dtl.

Meine erste Schwangerschaft endete im April 2015 in einer frühen Fehlgeburt in der 6 oder 7 ssw. Ich weiss es nicht genau, da es während unseres 3 wöchigen Marokko Urlaubs passierte. Positiver Test nach Ankunft und kurz vor dem Rückflug bekam ich Blutungen. Zuhause im KH konnte man nichts mehr feststellen.
Im Sommer wurde ich erneut schwanger und alles verlief problemlos. Eine Traumschwangerschaft. Dann in der 39. ssw verstarb meine Tochter aus unbekannter Ursache
Bei einer Vorsorgeuntersuchung konnten keine Herztöne mehr festgestellt werden, ich hatte nichts bemerkt. Bei der Geburt hatte Lara die Nabelschnur 2x um den Hals. Die Plazenta wies Verkalkungen auf. Die offizielle Diagnose war Plazentainsuffizienz, was meine Gyn als den sogenannten Lückenfüller bei unbekannter Diagnose beschrieb. Für meinen "Seelenfrieden" war das Finden eines Grundes aber auch irrelevant und daher haben wir uns auch gegen eine Obduktion entschieden.
Nach Laras Tod fiel ich in ein dunkles Loch. Unser 🌈 Kinderwunsch war unmittelbar wieder da, aber ich musste über ein Jahr auf den positiven Test warten. Im Nachhinein glaube ich, war ich seelisch noch nicht bereit dazu, denn alle anderen Schwangerschaften stellten sich nach 1 oder 2 Zyklen ein.

Meine erste Regenbogenschwangerschaft verlief (medizinisch gesehen) problemlos. Tief in mir wusste ich, dass alles gut geht. Ich hatte zu Beginn meiner Schwangerschaft einen Traum, in dem ich den Moment nach meiner Geburt träumte und mein lebendes, gesundes Baby bei mir war.
Natürlich aber war mein Vertrauen erschüttert und Ängste plagten mich (va in den ersten 12 Wochen und dann zum Ende hin). Die Bindung zu meinem Baby war von Anfang an gut und daher wollte ich mich bewusst mit meinen Ängsten auseinandersetzen und wieder ins Vertrauen finden.

Ich half mir mit:
-engmaschigen US Kontrollen beim Gyn,
-Bindungsalanysesitzungen bei meiner Hebamme
-einem Hypnobirthingkurs
-Schwangerenyoga
-Meditationen und Affirmationen.

Dies alles hat dazu beigetragen, dass sich mein Vertrauen stärken konnte und ich habe die Schwangerschaft bis zum Ende auch austragen und meine Tochter ist dann in der 40.ssw geboren.Im Gespräch mit anderen Regenbogenmamas wurde mir dann klar, dass viele ihre Schwangerschaft in totaler Panik und Bindungsangst mit ihren Baby erleben. Das war bei mir zum Glück überhaupt nicht so.
Meine zweite 🌈-Schwangerschaft endete im April 2020 und war mega entspannt. Ich würde sie mit der Schwangerschaft von Lara, meiner Sternentochter, vergleichen, nicht mehr ganz so blauäugig aber im Vertrauen.

Da ich ganz genau weiss, wie sich eine Folgeschwangerschaft anfühlt und welches Potential es in ihr gibt sich wieder zu stärken begleite ich nun andere Regenbogenmamas auf dem Weg zu ihrem Baby. Eigentlich dachte ich mit meiner letzten Tochter ist der Kiwu abgeschlossen, aber mw denke ich mir, dass vielleicht doch noch ein Baby kommen wird :). Aber wenn, dann auch erst in 1 - 2 Jahren.

Bei Fragen, fragt einfach 😊

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